Armeechef prognostiziert Migrantenströme


Der Schweizer Armeechef (Foto) hat sich unbeliebt gemacht, indem er einen Migrantenstrom aus gescheiterten Euroländern vorhergesagt hat, die einen Einsatz der Armee erforderlich machen würde. Griechenland reagierte beleidigt und zeigt mit dem Finger auf andere. Die Linke ist „entsetzt“.

Das Schweizer Fernsehen berichtet:

Nach Recherchen der Zeitung stellt die Europa-Karte neben Griechenland vier weitere EU-Staaten «als gefährdet» dar: Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Als Ausgangspunkt für potenzielle Gefährdungslagen gilt demzufolge etwa der Euro – und zwar dann, wenn Staaten die «Kriterien der Eurozone nicht mehr oder bald nicht mehr erfüllen». Auch «Staaten, in denen soziale Unruhen drohen» werden als gefährdet aufgelistet.

Brisant geworden sei die Karte insbesondere nach Blattmanns Äusserungen zu Griechenland, heisst es in dem Bericht weiter. So habe der Armeechef unter anderem darauf hingewiesen, dass «auch grosse Migrationsströme einen Einsatz nötig machen könnten.» Man müsse nur «an die wirtschaftliche Situation in Griechenland» denken. «Plötzlich steht in einem EU-Land der Staat vor dem Bankrott», hatte Blattmann zur Erläuterung seiner Annahmen hinzugefügt.

Griechenland reagierte laut «Sonntag» heftig auf die Ausführungen Blattmanns: «Wir sind überrascht über diese Aussage», erklärte Achilles Paparsenos, Sprecher der griechischen UNO-Mission in Genf. «Nicht nur Griechenland, sondern auch andere EU-Staaten befinden sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Niemand erwartet, dass Bürger dieser Länder allenfalls in die Schweiz kommen möchten», betonte der griechische Diplomat.

Entsetzt seien auch Sicherheitspolitiker aus dem linken Parteispektrum. berichtet die Zeitung. So sagte etwa SiK-Vizepräsident und SP-Nationalrat Max Chopard: «Ich habe beim Präsidenten der Sicherheitspolitischen Kommission für unsere nächste Sitzung vom 22./23. März eine Aussprache dazu verlangt. Und zwar in Anwesenheit des Chefs der Armee.»

Man stelle sich den linken Aufschrei vor, hätte der Armeechef von Moslemströmen gesprochen, gegen die der Einsatz der Armee notwendig würde. Der Tagesanzeiger lässt uns wissen:

Insider sagen, die Karte wirke «handgestrickt», weil sie Fakten und Mutmassungen vermische. Sie ist das Werk des Bereichs Verteidigung unter Armeechef Blattmann. Nicht einmal der strategische Nachrichtendienst (SND), der Auslandgeheimdienst, soll daran mitgewirkt haben.

Das Schicksal Blattmanns dürfte wohl besiegelt sein…

(Spürnase: Christian B.)