Endlich: Berliner Schulprobleme gelöst

Endlich hat sich die Berliner SED-Regierung der bewährten alten Methoden zur Bewältigung gesellschaftlicher Defizite aus ihrer ersten, 40-jährigen Regierungszeit erinnert, um die leidigen Probleme an den Schulen einiger Stadtbezirke zu lösen. Mit glänzendem Erfolg, wie man es seit dem vorläufigen ersten Ende des realen Sozialismus nicht mehr für möglich gehalten hätte: In Neukölln ist die Schulgewalt bereits um ein Drittel zurückgegangen.

Der Berliner Kurier berichtet:

Schlägereien auf dem Pausenhof, Verbal-Angriffe auf Lehrer, mutwillig zerstörte Stühle und Bänke: Über die Gewalt an Berlins Schulen wird die Öffentlichkeit künftig nur noch die halbe Wahrheit erfahren.

Jürgen ZöllnerGrund dafür ist ein dem KURIER vorliegendes Rundschreiben des Bildungs-Senators Jürgen Zöllner (SPD) vom 7. August 2009. Darin heißt es: „Dem Schulgesetz für Berlin vom 26.1.2004 entsprechend, wird die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Schulen auch im Umgang mit Gewaltvorfällen und Notfallsituationen gestärkt.“

Folgende Delikte sind nun nicht mehr meldepflichtig: Schlägereien, Beleidigungen von Lehrern, Sachbeschädigungen, Anpöbelei, Selbsttötungs-Gedanken und -äußerungen, Todesfall im schulischen Umfeld.

Im Problem-Bezirk Neukölln ist aufgrund der neuen Zählweise die Gewalt an Schulen im ersten Halbjahr 2009/2010 gegenüber demselben Vorjahreszeitraum von 123 auf 82 zurückgegangen.

Was so eine Stärkung von Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit bewirken kann – ganz so, wie es linke Pädagogik immer gelehrt hat! Unbestätigten Berichten zufolge überlegt man bereits, das Erfolgsrezept auch auf andere gesellschaftliche Probleme wie Ehrenmorde oder Straßengewalt durch muslimische Jugendbanden anzuwenden. Von einem generellen Verbot, solche Taten anzuzeigen, versprechen sich Experten einen Rückgang der Zahlen bis zu 100 Prozent.

» juergen.zoellner@senbwf.berlin.de

(Spürnase: Klausklever)