Taliban-Führer will ehrlich-islamischen Frieden

Der berüchtigte einäugige Taliban-Führer Mullah Omar (Foto), ein kompromissloser Feind des Westens, der für die Schreckensherrschaft in Afghanistan von 1996 bis 2001 verantwortlich war, spricht auf einmal von Gesprächen und einem „ehrlichen“ Frieden – einem ehrlich-islamischen Frieden selbstverständlich. Alles soll einfach wieder so werden, wie vor dem Auftauchen der westlichen Truppen.

20 Minuten berichtet:

Zwei Islam-Gelehrte, die zum inneren Kreis der Taliban-Führung gehören sollen, erklärten in einem Interview mit der „Sunday Times„, dass Mullah Omar nicht länger die Herrschaft über Afghanistan anstrebe und zu „ernsthaften und ehrlichen“ Gesprächen bereit sei. Laut dem von einem afghanischen Reporter tief im von den Taliban kontrollierten Gebiet geführten Gespräch verfolgen die Islamisten nur drei Ziele: die Rückkehr zur Scharia, die Vertreibung der Ausländer und die Wiederherstellung der Sicherheit.

Über die eigene Schreckensherrschaft meint der „geläuterte“ Führer:

„Wir waren nicht fähig, das Land zu regieren. Uns fehlten Leute mit Erfahrung oder Sachverstand.“

Will heißen: Ein zweites mal lassen wir nicht zu, von ungläubigen Westlern entmachtet zu werden.