Der verlorene öffentliche Raum

Wer große Städte in der Dritten Welt oder in Schwellenländern kennt, z.B. Sao Paulo, Caracas, Mexiko-Stadt, San Salvador, Lagos oder Johannesburg, weiß, dass man sich dort vor allem nachts nur unter Einhaltung bestimmter Regeln im öffentlichen Raum bewegt. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt den eigenen Wagen oder aber ein sicheres, registriertes Funk-Taxi und meidet die öffentlichen Verkehrsmittel. Zudem umgeht man bestimmte Viertel dieser Städte. Der öffentliche Raum ist zumindest nachts zu einem Gutteil Tabu.

(Von Jorge Miguel)

Anders war es bis vor wenigen Jahren in Deutschland. In den meisten Städten konnte man sich auch abends und in öffentlichen Verkehrsmitteln weitgehend sicher bewegen. Doch diese Zeiten sind anscheinend unwiderruflich vorbei. Eine kurze Übersicht über schwerste Gewalttaten der letzten Wochen im öffentlichen Raum:

Hamburg 1: Mord an einem 19-jährigen deutschen Jugendlichen am Jungfernstieg.
Hamburg 2: Ein Mann wird in einem Linienbus mit einem Messer niedergestochen
Frankfurt: Ein Mann stößt eine Frau direkt vor eine U-Bahn.
Kamp-Lintfort: Ein „Jugendlicher“ tötet aus purer Langeweile einen Obdachlosen.

Diese Taten machen eines deutlich. Der öffentliche Raum entwickelt sich auch in Deutschland immer mehr zu einer Zone der Unsicherheit. Nicht immer muss es so brutal oder gar tödlich enden wie in den beschriebenen Fällen, aber die Unsicherheit wird auch in Deutschland zu einem ständigen Begleiter, selbst in kleineren Städten.

Und noch etwas ist bemerkenswert an all diesen Fällen. Alle mutmaßlichen Täter haben einen „Migrationshintergrund“, sind also zugewandert oder stammen aus Zuwandererfamilien, überwiegend aus dem islamischen Raum. Reiner Zufall? Wieder mal alles nur „Einzelfälle“? Oder ist es tatsächlich so, dass ein Großteil der massiv steigenden Gewalt in Deutschland aus bestimmten Weltregionen „zugewandert“ ist? Wer sich näher mit den einschlägigen Statistiken beschäftigt oder aber sich mit Polizisten und Justizmitarbeitern unterhält, wird eher letzterer Ansicht zuneigen. Doch diese Erkenntnis wird weiterhin von der Politik weitgehend tabuisiert. Es kann nicht sein, was nicht sein darf…

Ach ja, und wie reagiert eigentlich die Politik auf den zunehmenden Verlust des öffentlichen Raumes für die Bürger? Wie immer nach demselben Muster: Etwas Betroffenheit, dann weiter machen wie bisher, bis zum nächsten „Einzelfall“. Man kann daher mitunter nur mit Neid in die USA gucken, wo ein konsequentes Vorgehen der Justiz, u.a. mit dem in 25 Bundesstaaten geltenden Three-strikes-law, und eine massive Ausweitung der Polizeipräsenz, z.B. in New York, den öffentlichen Raum für jeden spürbar sicherer gemacht haben. So etwas scheint in Deutschland jedoch undenkbar zu sein.
Konsequenterweise nähern wir uns langfristig daher den (Un)-Sicherheitsstandards von Lagos, Johannesburg oder Caracas an. Wahrlich kein beruhigendes Gefühl für die deutschen Bürger, die sich im öffentlichen Raum bewegen oder aber öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen. Denn nicht jeder Bürger kann auf eine persönliche Fahrbereitschaft zurückgreifen…