Gabriel: “Entsetzliches Menschenbild”

Spiegel Online titelte gestern „Gabriel im Sozi-Märchenland“ über einen Besuch des SPD-Chefs in Mainz. Treffender könnte man die Realitätsferne des sozialdemokratischen Traumtänzers nicht beschreiben, der dort auf ein Stück Wirklichkeit trifft, die sich jenseits seiner ideologisch zurechtgezimmerten Wolkenkuckucksheime befindet. Eine Schülerin erklärt Gabriel, wie negativ sich die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule auswirkt. Seine Reaktion ist mehr als entlarvend.

SpOn schreibt:

Die Tücken zeigen sich auch, als er mit rund 40 Schülern einer Mainzer Realschule diskutiert, die vor kurzem mit einer Hauptschule zusammengelegt wurde. Für „kompletten Schwachsinn“ hält eine Zehntklässlerin das eigene Kombi-Schulmodell: „Der Hauptschüler ist am Ende überfordert, der Realschüler unterfordert.“ Naja, kontert Gabriel leicht irritiert, so leicht sei die Sache ja nicht. Gerade die Kinder von Einwanderern, die die Hauptschule oft ohne Abschluss verließen, hätten im Kombi-Modell doch bessere Chancen.
Naja, sagt die Zehntklässlerin, sie behaupte jetzt mal „ganz dreist“, dass die hohe Zahl der Abbrecher unter Einwandererkindern damit zu tun habe, dass sie sich nicht richtig integrierten.
„Sachte, sachte“, sagt Gabriel.
Aber Ruhe bringt das nicht. Als eine andere Schülerin sich beklagt, die Hauptschüler würden das Leistungsniveau drücken, wirft Gabriel ihr ein „entsetzliches“ Menschenbild vor. Die Schüler blicken ein wenig verdutzt drein.
Aber Gabriel bleibt dabei. Solche Thesen hört er schon genug. Von Thilo Sarrazin zum Beispiel.

Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Die nüchterne Erkenntnis, dass Hauptschüler nicht die gleiche Leistung wie Realschüler bringen, läuft bei ihm unter „entsetzliches Menschenbild“. Die Menschen sind in des Sozis Weltbild offensichtlich alle gleich. Und wenn das auf manche dann doch nicht so ganz zutrifft, dann senkt man eben das Niveau in einer Kombischule so lange ab, bis alle gut sind. Dann schaffen auch die Einwandererkinder den Abschluss. So läuft das im sozialistischen Taka-Tuka-Land. Ich mach mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt.

Dieser Schlag von Politikern hat den Abstieg Deutschlands zu verantworten. Weg von den alten Tugenden Fleiß, Disziplin und Leistungsbereitschaft, hin zu toleranztriefender und leistungsnegierender Gleichmacherei. Das Land verblödet auf diese Weise immer mehr. Und ein politischer Traumtänzer wie Gabriel bezeichnet die fundierten Äußerungen des klar denkenden Dr. Thilo Sarrazin „zum Teil dämlich“. Gabriel sollte sich schämen und ernsthaft fragen, wer hier dämlich ist.

(Michael Stürzenberger)