Selbstmordattentat als „Kinderspiel“

Selbstmordattentat als 'Kinderspiel'Rollenspiele sind beliebt unter Kindern. Gerade jetzt in der Karnevalszeit wird deutlich, dass auch im Westen Kinder als Cowboys, Indianer oder Ritter durchaus mit „Waffen“ spielen und sich damit auch gegenseitig spielerisch „morden“.

(Von Thorsten M.)

Im Internet ist nun ein Video – vermutlich aus Pakistan – aufgetaucht, das gleichwohl diesen spielerischen Rahmen im wahrsten Sinne des Wortes „sprengt“. Zeigt es doch, wie ein schwarz gekleidetes Kind Selbstmordattentäter spielt und sich zunächst bei anderen Kindern, die seine Verwandten darstellen, verabschiedet. Im nächsten Schritt nähert sich der für diese Rolle ausgewählte Junge dann einem anderen, der einen Wachmann spielt, um sich mit diesem in die Luft zu jagen.

Leider ist es mit einem „andere Länder, anderer Karneval“ hier nicht getan. Der Bezug von Cowboy-, Indianer- und Ritter-spielenden Kindern zur späteren Lebensrealität im Westen ist in Verbindung mit der Existenz einer „Fünften Jahreszeit“ praktisch nicht vorhanden. Auch ist eine an Gerechtigkeit orientierte Vorstellung von „Gut und Böse“ meist Bestandteil solcher Kinderspiele: „Der Ritter, der die Prinzessin geraubt hat, muss besiegt werden.“

Für Pakistan ist „Karneval“ aber des Teufels, weshalb ein solches Spiel dort eine andere Bedeutung hat. Und dieses „Rollenspiel“ ist noch dazu eindeutig einer real existierenden Erwachsenenwelt abgeschaut. Will heißen, hier werden Kinder schon in frühester Kindheit darauf konditioniert, als Selbstmordattentäter ein hohes Sozialprestige zu erlangen. Auch wird eine gänzlich andere Vorstellung von Recht und Gerechtigkeit vermittelt, bei der man den Tod im Zweifel schon allein für seinen „Unglauben“ verdient hat. Man kann eine Erwachsenenwelt, die das vorlebt und solche Kinderspiele auch noch filmt, einfach nur als verrottet betrachten.

Als Herkunftsland für Einwanderer (insbesondere Großbritannien hat in Europa eine sehr große pakistanische Gemeinde) sind Länder, die Menschen in ihrer Kindheit in dieser Form prägen, für den Westen eine tödliche Bedrohung. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis auch endlich in den Villenvierteln des europäischen Establishments durchsetzt.