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Broder: Gesetze bestimmt der grüne Mob

Ist es nicht auffällig, wie wenig sich Presse und Politik über den ägyptischen Top-Ingenieur Hany Azer (Foto) aufregen, der von aggressiven linksgrünen „Aktivisten“, also Gesetzesbrechern, bedroht wurde – die Heilsarmee war es jedenfalls nicht, ihr naiven Unschuldsvermuter -, so daß er bei Stuttgart 21 nur unter Personenschutz arbeiten konnte. Wir haben berichtet! Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten sollen auch die Ehefrau und die erwachsenen Söhne, die in Nordrhein-Westfalen leben, von S-21-Gegnern angefeindet worden sein. Broder schreibt heute dazu folgendes:

Jeder Fall von sexueller Belästigung in einem Großraumbüro löst überregionale Schlagzeilen aus. Aber wenn einer der besten Ingenieure der Republik, der unter anderem Projektleiter für den Bau des Berliner Hauptbahnhofs gewesen ist, aus dem Job gemobbt wird, regt sich nicht einmal Frank Bsirske darüber auf. Selber Schuld der Mann, er hätte Windparks oder Biogasanlagen bauen sollen.

Aber es kam noch besser. Der neue Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, selber gerade ein paar Tage im Amt, kommentierte den Vorgang mit den Worten, der Rücktritt des Projektleiters zeige, wie “hochbrisant” das Projekt Stuttgart 21 inzwischen sei.

Nein, Sie haben sich nicht verlesen, das hat er gesagt, und weder sein Ministerpräsident noch irgendein anderer Politiker hat ihn für dieses Statement zur Ordnung gerufen.

Und Broder schließt mit dem Satz:

Zwar gelten noch immer die allgemeinen Gesetze, das Nähere aber bestimmt der grüne Mob.