Demo: „Opferschutz vor Täterschutz“

Die Wählervereinigung „Die Hannoveraner“ hat für heute abend, 19.00 Uhr, eine Demonstration angemeldet. Das Motto lautet „Opferschutz vor Täterschutz“. Der Treffpunkt ist am Schillerdenkmal (Georgstraße) in der Hannoveraner Innenstadt. In der dazu gehörigen Pressemitteilung heißt es weiter: „Die Teilnehmer werden gebeten, eine Blume mitzuführen. Diese wollen wir am Aegi am Eingang zur U-Bahn ablegen, um damit symbolisch der vielen Opfern von Gewalttaten zu gedenken“.

Die ganze Pressemitteilung der „Hannoveraner“:

Der Fall Markus Gäfgen erhitzt die Gemüter: Dem verurteilten Kindermörder wurden jüngst 3000,- Euro an Schmerzensgeld zugesprochen, weil ihm im Polizeiverhör Folter angedroht worden war.

Und auch, wenn es an der Entscheidung des Gerichts aus rechtsstaatlicher Sicht nichts zu beanstanden gibt bzw geben darf, so stößt dieses Urteil doch bei vielen auf ein gewisses Unverständnis:

Nicht wenige werden sich die Frage stellen: Was, wenn das Opfer Jakob M. mit dieser Androhung von Folter tatsächlich hätte gerettet werden können?

Doch es ist bei weitem nicht nur der „Fall Gäfgen“: Immer wieder müssen wir von teils schlimmsten Gewalttaten lesen, bei denen die Täter (oftmals handelt es sich dabei sogar um sog. Intensivtäter) nach kürzester Zeit wieder auf freien Fuss gelassen werden, dabei teils sogar die Opfer noch verhöhnen…- während die Opfer selbst oft jahrelang unter den erlebten Taten zu leiden haben.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger – nicht nur in Hannover – fordern daher ein klares „Opferschutz vor Täterschutz“.

Die unabhängige Wählergemeinschaft DIE HANNOVERANER hat daher für Freitag, den 12.08.2011 um 19.00 eine Demonstration / Kundgebung für „Opferschutz vor Täterschutz“ angemeldet.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die ebenfalls ein härteres Vorgehen der Justiz gegen Gewalt- und Intensivtäter und vor allem einen stärkeren Schutz der Interessen der Opfer fordern, sind hiermit aufgerufen, sich an der Kundgebung zu beteiligen!

Beginn: 19.00 am Schillerdenkmal (Georgstrasse, Hannover – City)

Es folgt ein kurzer Demonstrationszug über die Georgstrasse zum Aegi.

Die Teilnehmer werden gebeten, eine Blume mitzuführen. Diese wollen wir am Aegi am Eingang zur U-Bahn ablegen / niederlegen. Um damit symbolisch der vielen Opfern von Gewalttaten zu gedenken (immer mehr dieser Taten ereignen sich mittlerweile in U-Bahnen bzw in U-Bahn-Stationen).

Am Ende des Demonstationszuges wird es eine oder zwei kurze Ansprachen geben.

Die gesamte Kundgebung wird maximal 60 Minuten dauern – wahrscheinlich deutlich weniger.

Aufgrund eines redaktionellen Fehlers informiert PI leider erst jetzt über die Demonstration. Dafür bitten wir „Die Hannoveraner“ um Entschuldigung, hoffen aber, dass dennoch viele Menschen dem Aufruf zur Demonstration folgen werden.

„Die Hannoveraner“ sind eine Wählervereinigung, die bei der niedersächsischen Kommunalwahl am 11. September 2011 zum ersten mal antritt und unter anderem integrationskritische Positionen vertritt.