Muslime fordern Richtlinien gegen Islamophobie

Bashy QuraishyEigentlich ist das Alltag und wenn von muslimischer Seite gefordert wird, kann man davon ausgehen, dass gefordert wird, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben müssen, außer – wir ahnen es schon – Muslime. So fordern europäische Muslime jetzt bei der OSZE in Wien: „Muslime wollen keine Sonderbehandlung, sondern denselben Schutz, den es gegen Homophobie und Antisemitismus längst gebe“, sagte Generalsekretär Bashy Quraishy (Foto).

(Von Daniel M., BPE Rheinland-Pfalz)

Ein erster Schritt in diese Richtung wäre es doch, den Homosexuellen und den Juden mit dem gleichen Respekt von islamischer Seite entgegen zu treten, wie man das seinerseits von der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den Muslimen fordert.

Doch es gab auch Gegenwind. Der österreichische Standard schreibt:

Kritik am Kongress kam von der islamkritischen Bürgervereinigung Pax Europa. Es gebe keinen Grund für eine Sonderbehandlung von Muslimen, da diese sowieso dieselben Rechte hätten wie alle anderen, sagte Delegationsleiterin Elisabeth Sabaditsch-Wolff.

Wir haben Elisabeth Sabaditsch-Wolff zu ihrer wichtigen Arbeit bei der OSZE interviewt:

Der Einsatz von Sabaditsch-Wolff hat bekanntlich bereits einen Preis gefordert. Am 15. Februar diesen Jahres wurde sie wegen der Behauptung, Mohammed sei pädophil gewesen, wegen der sogenannten „Herabwürdigung religiöser Lehren“ in Österreich verurteilt. Die Begründung des Gerichtes war, dass Mohammed auch mit Frauen seines Alters verheiratet gewesen war und ihm so Pädophilie nicht unterstellt werden könne. Die Berufungsverhandlung findet am 20.12.2011 in Wien vor dem Oberlandesgericht statt.

» Kontakt zur BPE Rheinland-Pfalz: bpe-rlp@web.de