Silvester mit Feuerwerk und Alkohol?

Die Zahl der Innenstädte, in denen Feuerwerk an Silvester wegen Brandgefahr verboten ist, steigt jedes Jahr weiter. Das geht von Konstanz, wo es letztes Jahr einen größeren Brand gab, bis Bad Langensalza, von Tübingen bis Fulda. In Bargteheide werden die Papiercontainer geflutet. Dieses Jahr läßt aber das Ausland aufhorchen. Kein Feuerwerk in Palermo, Mailand, Turin, Venedig, und in Paris ist es auch verboten. Andererseits hat die EU anscheinend stärkere Kaliber und Batterien zugelassen. In Berlin fehlt schon dem ersten die Hand!

Die Politik ist immer so zwiespältig einerseits, andererseits. Lasse ich immer professionellere Raketen zu, brauche ich mich auch nicht wundern, wenn das Reetdach brennt. Dasselbe mit dem Alkoholverbot. Einerseits sind Sechzehnjährige oder Zwölfjährige (außer in Strafsachen) bald volljährig und eigentlich junge Erwachsene, die man politkorrekt ganz ernstnehmen muß. Andererseits will man nun wegen der besoffenen Jugend für alle den Alkohol auf öffentlichen Plätzen das ganze Jahr über verbieten, so zumindest die grünrote Regierung in Baden-Württemberg. Auch Paris will ein Teilalkoholverbot, allerdings nur an Silvester. Würden die Erwachsenen mit dem jungen Gemüse noch fertig, könnte man sich solche Verbote sparen.

Und dann gibt es Leute, die kaufen sich Polenböller, rühren die aber zum Jahreswechsel nicht an, sondern bunkern sie für den ersten Mai oder andere Termine, an denen die Republik gerettet werden muß. Ob das noch hilft?  Hier lesen Sie, was im neuen Jahr sicher neu ist! Das Foto zeigt beschlagnahmte Polenböller in Bergedorf.