Katar – ein islamistischer Wolf im Schafspelz

Der arabische Golfstaat Katar gibt sich unter der Führung von Emir Hamad Bin Khalifa al-Thani (Foto) nach außen gerne ein modernes und demokratiefreundliches Image. Aber selbst die „welt“ stellt nun fest, dass dies keinesfalls der Realität entspricht. Unter der Überschrift „Das falsche Spiel des islamistenfreundlichen Katar“ beschreibt Autor Alfred Hackensberger erstaunlich offen, dass es dort hinter den Kulissen völlig undemokratisch zugehe. Außerdem unterstütze Katar extremistische Gruppierungen des sogenannten „arabischen Frühlings“ mit hohen Geldbeträgen.

(Von Michael Stürzenberger)

Hinter der Propaganda-Fassade kommt in Katar laut welt online der typisch islamisch-diktatorische Unterdrückungsstaat zum Vorschein:

Die Regierung zensiert das Internet nach pornografischen wie politisch sensitiven Inhalten. „Die meisten der existierenden Zeitungen gehören Mitgliedern der regierenden Familie“, hält Reporter ohne Grenzen fest.

„Selbstzensur ist weit verbreitet“ und „politischer und finanzieller Druck“ bestimmten die inhaltliche Ausrichtung der Presse. Freiheit und Demokratie, wie sie al-Dschasira während des „arabischen Frühlings“ glorifizierte, existieren in Katar nicht. Wahlen finden nur auf lokaler Ebene statt. Der Emir Hamad Bin Khalifa al-Thani bestimmt Premierminister und Kabinett.

Kurz vor Weihnachten war Bundespräsident Wulff bei der UN-Veranstaltung „Allianz der Zivilisationen“ auf Schönwetterreise in Katar und traf sich dort u.a. mit dem Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz, der bei den Scheichs Geld für sein geplantes europäisches Islamzentrum in München einsammeln möchte.

Katar hat auch mit vielen Millionen die islamistische Ennahda-Partei von Rachid al-Ghannouchi unterstützt, die bei den Wahlen in Tunesien schließlich auch als großer Sieger hervorgegangen ist. So schließen sich die Kreise zu Idriz, der in seinem Buch „Grüß Gott Herr Imam“ diesen al-Ghannouchi allen Ernstes als „demokratisches Vorbild“ anpreist. Islamische Fundamentalisten unter sich.

„In Tunesien ist es ein offenes Geheimnis, dass Katar den Wahlkampf von Ennahda finanzierte“, erklärt Moufida Abassi, eine TV-Journalistin, die lange Jahre für das tunesische Fernsehen arbeitete. „Wie soll es sonst möglich sein, dass eine völlig neue Organisation aus dem nichts in jeder Stadt neue Parteibüros einrichten und teuere Geschenke an Wähler ausgeben kann.“

Und aufgebracht fügte sie hinzu: „Nicht zu vergessen, dass diese islamistische Partei auf al-Dschasira im Vergleich zu anderen vielmehr Sendezeit bekam.“ Ennhada ging im Oktober als große Gewinnerin der ersten freien Parlamentswahlen in Tunesien hervor.

Der Wolf im Schafspelz ist aber noch viel gefährlicher: Katar soll laut welt online sogar ein heimlicher Unterstützer des islamischen Terrorismus sein. Dort sollen sich seit neuestem auch die Taliban sehr wohlfühlen:

Katar zählt seit Jahren zu den Ländern, aus denen islamistische Terrorgruppen wie al-Qaida, Hamas oder die Taliban finanziert werden. In einem von Wikileaks veröffentlichten Memo äußerte sich auch US-Außenministerin Hillary Clinton besorgt über diese Verbindung.

Kein Wunder, dass die afghanischen Taliban nun in der Hauptstadt Doha und nicht wie geplant in der Türkei ihr neues Kontaktbüro eröffnen. Islamisten fühlen sich in Katar gut aufgehoben.

Kein Wunder, denn in Katar ist der sunnitische Islam Staatsreligion, die meisten Moslems dort sind streng islamische Wahhabiten und die Scharia ist die Quelle der Gesetzgebung. Aber die europäische Mainstream-Politik stört sich nicht daran, sondern mischt bei dem bösen Spiel kräftig mit. Der Grünen-Politiker Hep Monatseder, dritter Bürgermeister Münchens, plant eine Reise nach Katar, um dort Unterstützung für das europäische Islamzentrum in München zu bekommen. Dort wird ihm dann auch sicher wieder die Fata Morgana des „demokratiefreundlichen Islam“ vorgegaukelt.

Die FIFA richtet 2022 bekanntlich in Katar die Fußball-Weltmeisterschaft aus. Geld stinkt eben nicht, und schließlich ist dieses arabische Emirat u.a. auch drittgrößter VW-Aktionär. So wird der Westen Stück für Stück mit öliger Islam-Finanzkraft unterwandert.

» Gudrun Eussner über Katar und seine Rolle im „arabischen Frühling“

(Spürnase: Xrist)