Religionssoziologe vereint Bibel und Koran

Einen weiteren Beleg für Augenwischerei, die leider auch im Namen der Kirchen verübt wird, offenbart uns jetzt der katholische Religionssoziologe Paul Michael Zulehner (Foto) aus Wien.

Er sprach auf dem Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd über Textpassagen, die im Koran und angeblich auch in der Bibel zur Gewalt gegen Andersgläubige auffordern. Ob der Religionsfachmann den zur Gewalt und Unterwerfung aufrufenden Koran oder die zur Nächstenliebe einladende Bibel jemals ernsthaft gelesen hat, scheint bei diesen Aussagen mehr als fraglich.

Idea berichtet:

Schwäbisch Gmünd (idea) – Eine Zunahme von Gewalt durch Berufung auf religiöse Überzeugungen beobachtet der katholische Religionssoziologe Paul Michael Zulehner (Wien).
Allerdings seien die Texte in Heiligen Schriften – etwa in der Bibel oder im Koran –, die zur Gewalt gegen Andersgläubige auffordern, meist nur ein Vorwand, mit dem autoritäre Menschen ihr Verhalten rechtfertigten, sagte der katholische Theologe am 20. Januar beim 2. Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd. In den Schriften gebe es auch Appelle zur Friedfertigkeit. Aufgabe der Kirchen sollte sein, eine Kultur des Erbarmens zu fördern. Sie seien außerdem gefordert, Menschen zu Taten der Liebe zu ermutigen. Dabei berief sich Zulehner auf eine Aussage Jesu Christi, nach der Menschen gerettet werden, die ihren Nächsten Gutes tun. Die Kirchen dürften sich nicht als Moralanstalt verstehen, die der Gesellschaft sinnvolle Werte vermitteln wollen.

Zuerst wäre der Kirche und dem Volk damit gedient, wenn sie wieder Wahrhaftigkeit auf die Kanzel bekommt, und den Sauerteig der Beschwichtigungsapostel ausfegt.