Merkel gegen Kinderlosen-Sonderabgabe

Wie schon oft bei PI thematisiert, ist die Nettoreproduktionsrate der Deutschen momentan so gering, dass bei einer Fortführung dieses Trends die Zahl der autochthonen Deutschen stetig abnehmen wird. Daher sollten Wege gefunden werden, die das Kinderkriegen in Deutschland attraktiver machen. Von Abgeordneten der CDU kam nun der äußerst sinnvolle Vorschlag, eine Sonderabgabe für Kinderlose zu etablieren.

(Von Solo-Album)

Focus schreibt:

Die Unionsabgeordneten um den sächsischen Parlamentarier Marco Wanderwitz hatten gefordert, Kinderlose ab 25 Jahre mit einem Prozentsatz ihres Einkommens zu belasten. Die Abgabe solle nach Anzahl der Kinder gestaffelt werden. Kinderlose sollen voll zahlen, Eltern mit einem Kind die Hälfte, Eltern mit mehreren Kindern nichts.

Eine gute Idee, denn so wäre ein finanzieller Anreiz gegeben, mehr Kinder zu zeugen. Denn auf diese Weise würden die Kosten für das Großziehen der Kinder nicht so stark das Portemonnaie der Eltern belasten.

Wanderwitz sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es gibt eine Schieflage in unserem Land. Familien tragen höhere Lasten als Kinderlose. Sie stehen finanziell schlechter.“

Der Vorschlag der Abgeordneten erfolgte mit Blick auf die zukünftig zu zahlenden Renten – mit einer äußerst schlüssigen Begründung:

Sozialversicherungssysteme basierten auf dem Generationenvertrag. „Jeder zahlt für die Eltern- und Großelterngeneration und sorgt mit Kindern dafür, dass es später wieder Beitragszahler gibt. Für Kinderlose zahlen später fremder Leute Kinder.“

Leider scheint Merkel nicht mit soviel Weitblick gesegnet zu sein wie ihre Parteikollegen:

„Schon eine Einteilung in Menschen mit und ohne Kinder ist nicht zielführend“

wird Merkel im Hamburger Abendblatt zitiert.

Auch weiter links angesiedelten Parteien positionierten sich wie so häufig besonders „geistreich“ zu dem Vorschlag der Unionsabgeordneten:

Die Opposition im Bundestag hat den Vorstoß scharf kritisiert. „Jeder Lebensentwurf muss respektiert und darf nicht bestraft werden“, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Ziegler am Dienstag in Berlin. (…) Die Sprecherin der Grünen für Familienpolitik, Katja Dörner, erklärte: „In einem freien Land ist es nicht Aufgabe der Politik, individuelle Lebensentwürfe zu bewerten.“

(Foto oben: Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer bei den Bayreuther Festspielen)