Mohammed Merahs Ticket ins Paradies

Mohammed Merah, der Dschihadist von ToulouseMohammed Merah, der Dschihadist von Toulouse, ist dem Religionsstifter gefolgt. Er konnte sich ganz beruhigt ins Jenseits befördern, weiß er doch, dass er den direkten Zugang ins Paradies hat: „Wir müssen uns […] perfekt vorbereiten, denn nur das kann uns die harten Strafen im Grab und am Jüngsten Tag erleichtern. Helfen kann uns nur unser reiner Glauben an Allah, an den Islam und den Propheten Muhammed (Frieden und Segen auf ihm). Dieser Glauben ist mit nichts zu vergleichen und er ist unser Ticket ins Paradies InshaAllah.“

(Von Charles Hydra, Algier)

Die sonst üblichen Höllenqualen, wie sie so wunderbar von Karl Mays Hadji Halef Omar im Orientzyklus beschrieben werden, bleiben ihm erspart. Er hat das Gesetz Allahs verstanden und befolgt und wird direkt befördert zu den großäugigen, vollbusigen Huris, die sich umgehend um ihn kümmern werden. Versprochen ist versprochen.

Es gibt verschiedene Angaben darüber, aber so etwa 20 Tötungsaufforderungen kennt der Koran: Tötet sie! Ihre Befolgung garantiert den direkten Zugang ins Paradies. Ziel sind immer die Ungläubigen. Zu allererst die Juden, dann die Juden und die Juden. Dann die Christen, die Christen und nochmal die Christen. Das sind wir. Dann die nicht rechtgläubigen Mohammedaner, das sind diejenigen, die nicht dieser Ausprägung des Islam folgen. Was hierzulande nie verstanden wird: die extreme Ausübung des Islam steht fest auf dem Boden des Koran. Es gibt bis heute keine ernst zu nehmende Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) gegen Osama bin Laden. Auch er handelte ganz im Sinne des falschen Propheten. Das Töten von Ungläubigen (das sind wir) ist das direkte Ticket ins Paradies. Kein Zweifel: der Mohammed von Toulouse hat sich sein direktes Ticket erworben.

Wir können von Glück sagen, dass die meisten Mohammedaner in Deutschland dieser Ausprägung des Islam nicht folgen. Aber nochmal: es ist eine denkbare und mögliche Ausprägung dieser Ideologie und ich weiß wovon ich rede. Ich bin seit zehn Jahren in Algerien tätig und gerade von einem einjährigen Aufenthalt zurück. Wenn man einmal vor der großen Post gesessen hat, von Jugendlichen nach dem Freitagsgebet als Christ beschimpft wird und daraufhin schleunigst das Weite sucht, um keine unkontrollierbare Situation herauf zu beschwören, dann bekommt man eine andere Sichtweise vom Islam. Wenn man zusätzlich noch die allgegenwärtige, vom Islam ausgehende Gewalt in diesem Land hautnah erlebt, lernt man langsam, dass es keine Toleranz in Bezug auf die Intoleranz geben darf.

Mohammed Merah war Salafist. Das ist eine aus Ägypten stammende Sichtweise des Koran. Sie ist keineswegs „islamistisch“, also extrem, wie immer wieder gerne behauptet wird. Die Zeitung El Watan aus Algier meldete kürzlich, dass 95 % der Imame in den Moscheen Algeriens Salafisten sind. Die deutsche Öffentlichkeit wird von ihrer Presse systematisch fehlinformiert, wenn der Salafismus als eine „extremistische Ausprägung des Islam“ dargestellt wird. Nochmal: der Salafismus ist eine mögliche Ausprägung des Islam. Er steht fest auf dem Boden des Koran. An anderer Stelle in diesem Blog wird dargelegt, dass die deutsche Presse diese Zusammenhänge offensichtlich nicht kennt. Es ist diese Realitätsverweigerung, die uns Deutsche schon in den 1920er- und 1930er-Jahren wie eine Virusgrippe befallen hat. Sie macht mir Angst.

Eine letzte Bemerkung: Die sogenannte Taqiyya, also die Lüge gegenüber den Ungläubigen, wird von Allah nicht nur toleriert, sondern vorgeschrieben, wenn sie einen Vorteil für die Religion verspricht. Unter diesem Gesichtspunkt lässt einen das Interview des ZDF mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad den Schreck in die Glieder fahren. Der hätte nicht nur gerne eine Handfeuerwaffe in der Hand wie der Mohammed von Toulouse, sondern eine veritable Atombombe. Und glaube nur ja keiner, er würde vor dem Einsatz der Bombe auch nur eine Sekunde zurückschrecken. Ihm wäre das Paradies in einer Vier Sterne-Version sicher.