12% Piraten? Deutschland hat ein Luxusproblem

Was ist nur los mit Deutschland?! Während die Asylbewerberzahlen dramatisch ansteigen, ganze Roma-Dörfer zu uns in die Sozialhilfe übersiedeln und die Staatsschuldenkrise der Südeuropäer uns zu hunderten Milliarden Euro neu verschuldet, sucht der Wahl-Michel das Heil bei der neuen Partei der Piraten. Und das, obwohl von diesen bisher nur bekannt ist, dass sie das Urheberrecht aushebeln möchten, auch die Verwahrlosung des Internets schützen und am liebsten (zumindest in Berlin) jedem Bürger kostenlose ÖPNV-Jahreskarten und ein Grundeinkommen zuschanzen würden.

(von Thorsten M.)

Nach der neuesten Forsa-Umfrage würde die orangene Formation im Moment bei der Bundestagswahl auf 12 (!)% Stimmenanteil kommen. Ist das Verzweiflung, Satire? Das Erweckungserlebnis der „Generation LAN-Party“? Oder ist die Spaßgesellschaft einfach nur vom bestehenden „Staatsschauspiel-Programm“ der „Blockparteien“ gelangweilt und will frischen Wind ins Reichstagsgebäude lassen, auch wenn der nur von einem benachbarten Kuhstall her weht?

Fakt ist, dass eine Demokratie sich anhand der neu auftretenden Probleme immer wieder modernisieren muss, wozu auch die Entstehung neuer Parteien gehört. Wenn aber nach den GrünInnen nun die nächste neue größere „Bewegung“ der letzten 30 Jahre nur Probleme schafft und keine löst, ist irgendwann unsere Staatsform an sich in Gefahr.

Während aber die GrünInnen immerhin noch Antwort auf das reale Problem der Ressourcen-Verknappung und Umweltzerstörung geben wollten (womit sie freilich kläglich gescheitert sind), sind bei den Piraten schon die meisten bisher bekannt gewordenen Anliegen der blanke Hohn. Schließlich ist es für „Informationsschaffende“ (auch bei PI!) ein echtes Problem, wenn die Menschen daran gewöhnt werden, dass Informationen allgemein kostenlos verfügbar sind. Auch haben sie – so wenig wie die GrünInnen – begriffen, dass es sehr wohl Gründe gibt, unser Land nicht durch Masseneinwanderung noch weiter „in der Weltbevölkerung aufgehen zu lassen“. Dass es darüber hinaus nicht sinnvoll ist einer Liberalisierung der Drogenpolitik oder einer Abschaffung des Verbots des Verwandtenbeischlafs das Wort zu reden, sollte eigentlich auch jedem verantwortungsbewußten Bürger klar sein.

Übrigens ist es auch eine Mär, dass man ausgerechnet im Internet den größten Handlungsbedarf hätte, unsere Freiheit zu schützen. Tatsächlich ist dies immer noch der einzige Bereich, in dem man sich der „Medienselbstkontrolle“ oder staatlicher Sanktionierung von Meinungen einigermaßen entziehen kann. Und sei es nur durch die Verwendung eines Servers, der in einem noch wirklich freien Land steht. Viel dringender wäre dagegen die „Reconquista“ langsam der Scharia anheim fallender Stadtviertel, wie z.B. Berlin-Neukölln oder Duisburg-Marxloh. Da ist aber freilich der Spaßfaktor für die lieben Nerds gering, wovon die Bürger in Wut, die FREIHEIT, PRO oder die Republikaner mehr als ein Liedchen singen können.

Ansonsten wird „die große Schlacht für die Freiheit“ im Moment gegen die Gängelung unliebsamer Meinungen durch die EU, die Bundesregierung und die linkshörigen Medien geschlagen, die alle zusammen den „gesunden Menschenverstand“ als „Rechtspopulismus“ ausschalten wollen. Und diese Schlacht wird wenig virtuell bei öffentlichen Veranstaltungen aller Art, in den Schulen und dazu im Fernsehen, den Printmedien und deren Internetablegern ausgefochten. Gegen diese immer stärkere Einengung des zulässigen Meinungskorridors hat man freilich noch kein Piraten-Fähnchen „fertig machen zum Äntern“ schreien gehört. Gleiches gilt – wie gesagt – für die wirklichen Probleme unseres Landes.

Wenn Deutschland sich in Zeiten von Islamisierung, demographischem Niedergang und anstehenden Staatsbankrotten den Piraten zuwendet, kann man daher nur sagen: Wir haben ein echtes Luxusproblem!

Germania quo vadis?