Nigeria: Wieder 19 Tote bei Attentat auf Christen

Bei einem Massaker in einer evangelischen Kirche sind in Nigeria mindestens 19 Menschen getötet worden. Die mit Kalaschnikows ausgerüsteten Angreifer, bei denen es sich um islamische Fundamentalisten aus den Reihen von „Boko Haram“ handeln soll, blockierten während einer Messe die Ausgänge des Gotteshauses und feuerten anschließend in die Menge. Unter den Todesopfern befindet sich auch der Pastor der Gemeinde.

Das „Neue Volksblatt“ berichtet:

Die Welle der Anschläge und der Gewalt gegen Christen in Nigeria hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Bei einem Angriff auf eine Kirche im nigerianischen Bundesstaat Kogi wurden 19 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die Angreifer hatten die Ausgänge der Kirche versperrt, um die Gläubigen an der Flucht zu hindern. Dann feuerten die mit modernen Schusswaffen ausgestatteten Täter in die Versammlung der Christen.

Nach Angaben von Anrainern soll es sich bei den Angreifern um Mitglieder der radikalislamischen Sekte „Boko Haram“ gehandelt haben. Diese Sekte wird für zahlreiche Anschläge gegen Christen in Nigeria verantwortlich gemacht, allein im heurigen Jahr starben dabei insgesamt mehr als 500 Menschen. Vor allem um das Weihnachtsfest und zu Ostern richtet die Sekte, die auch als „nigerianische Taliban“ bezeichnet wird, immer wieder ein Blutbad an. Inzwischen sind auch manche Christen in Nigeria nicht mehr bereit, im biblischen Sinn „die andere Backe“ hinzuhalten. Die nigerianischen Bischöfe erklärten in einem Schreiben, es sei ein Irrtum zu glauben, dass die Islamisten „das exklusive Anrecht und Monopol auf Aggression und Gewalt haben“.

Wie hoch die Wogen der Empörung wohl schlagen würden, wenn die umgekehrte Täter-Opfer-Konstellation der Fall wäre? So aber ist der Anschlag den meisten Medien nicht mehr als eine Randnotiz wert…