Marokko: Schwimmende Abtreibungsklinik verjagt

Es gibt nicht viel, was an der arabischen Welt für den Westen Vorbildcharakter hat – der Schutz ungeborenen Lebens gehört jedoch eindeutig dazu. So sind vorgeburtliche Kindstötungen in den meisten islamischen Ländern von Sonderfällen abgesehen verboten. In Marokko wurde nun ein unter niederländischer Flagge segelndes Abtreibungsschiff des Hafens verwiesen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

Marokkanische Behörden haben das Abtreibungsschiff der niederländischen Organisation Women on Waves aus dem Hafen der Küstenstadt Smir vertrieben. Wie die Organisation mitteilte, sei der Eingang des Hafens im Nordwesten des Landes zunächst durch Kriegsschiffe versperrt gewesen. Es habe ein massives Polizeiaufgebot gegeben. Dennoch sei es den Aktivistinnen gelungen, in den Hafen einzufahren. Die Behörden hätten jedoch niemanden an Bord gelassen und das Schiff schließlich aus dem Hafen eskortiert, teilte die NGO mit. Die Organisation will in internationalen Hoheitsgewässern vor der Küste Abtreibungen bis zur siebten Schwangerschaftswoche nach niederländischem Recht anbieten. In Marokko ist Schwangerschaftsabbruch strafbar.

In Deutschland steigt die Zahl der gemeldeten Abtreibungen derweil  wieder an. Auch die Zahl der Spätabtreibungen, die bei einer Behinderung des Ungeborenen zulässig sind und mit einer Giftspritze in dessen Herz vollzogen werden, hat sich innerhalb von zehn Jahren fast verdreifacht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik nach offiziellen Angaben mindestens 108.867 Kinder abgetrieben.

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