Feuert die Bundeswehr bald nach Syrien?

Am heutigen Montag könnte die Türkei eine offizielle Bitte um Hilfe an die Nato richten und zum Schutz vor Syrien Flugabwehrraketen vom Typ „Patriot“ anfordern. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am Wochenende bereits, daß dies der Fall sein werde. Dann soll die Bundeswehr mit einer oder zwei Patriot-Staffeln und bis zu 170 Soldaten nach Anatolien und auf Kurden und Jesiden schießen, denn genau die sitzen an der Grenze. Oder will man unter türkischem Oberbefehl nach Damaskus reinballern? Unsere gestörte Regierung steht anscheinend bereit. 

Die Türkei lügt doch, daß sich die Balken biegen. Zu einer Hilfe im Rahmen der NATO gehört, daß man bedroht ist. Wo ist die Türkei von Syrien bedroht? Ganz im Gegenteil. Nachdem die syrische Terror-Opposition zwei oder drei Raketen in die Türkei geschossen hat, um die Türken reinzuziehen,  – Assad war es nicht, er ist doch nicht blöd, und will noch die Türkei als zusätzlichen Gegner – feuerte Erdogan gerne zurück, um sich dort unten als Großmacht zu brüsten.

Auch ein syrisches Passagierflugzeug wurde widerrechtlich zur Landung in Istanbul gezwungen. Außerdem wurde Syriens Luftraum verletzt. Ein türkisches Kampfflugzeug wurde im syrischen Luftraum abgeschossen. Auch das könnte eine Provokation gewesen sein, um einen türkischen Einmarsch zu rechtfertigen.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, die Türkei ist nirgends aktuell bedroht oder gar vor dem Untergang. Es gibt nur eine langfristige Bedrohung, und das sind die Kurden im eigenen Land in Anatolien, im Irak, Iran und eben in Syrien. Die grenzen aneinander (siehe Landkarte) und wollen schon ewig einen eigenen Staat. Und jetzt soll die Bundeswehr das verhindern und auf Kurden ballern. Geht’s noch!