Sehnsucht nach dem ganz Anderen

Joseph Ratzinger (l.) und Max HorkheimerDankt mit Benedikt XVI. ein echter 68er ab? Der feinfühlige Benedikt hat das Wesen der „Moderne“ besser verstanden als die meisten „Modernisten“, hat sich tiefsinnigere Gedanken über die moderne Welt gemacht als jene, die ihm vorwerfen, hinter den „Mauern des Vatikans“ den Bezug zu eben dieser modernen Welt verloren zu haben. Der hier verlinkte Beitrag spiegelt die auf den ersten Eindruck für unversöhnliche Gegensätze stehenden Denker Joseph Ratzinger (l.) und Max Horkheimer (r.) aneinander und zeigt Gemeinsamkeiten der beiden Kritiker der „instrumentellen Vernunft“ auf – was das holzschnittartige Weltbild der Alt- und Post-68er womöglich etwas überfordert.

In diesem Zusammenhang ist auch die Enzyklika „spe salvi“ zu empfehlen, auf die im Text mehrmals hingewiesen wird und in der Papst Benedikt – man höre und staune – die linken Vordenker Horkheimer und Adorno als „die großen Denker der Frankfurter Schule“ ausdrücklich erwähnt. Ob Claudia Roth das wohl weiß? (siehe insbesondere Kapitel 16-23, 30 und 42-43).

Unseren an derlei Themen interessierten Lesern für eine sonntägliche Muße- und Philosophiestunde dringend ans Herz gelegt.