Schweizer Abzockerinitiative elektrisiert auch deutsche Neidhammel

Der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß sieht die Schweiz als gutes Beispiel und fordert eine EU-Richtlinie zu Manager-Gehältern.In einer Volksabstimmung nahmen gestern die Schweizer die sogenannte „Abzocker-Initiative“, mit der Manager-Abfindungen eingeschränkt werden, mit 68% der Stimmen an. Die linken deutschen Medien sind enthusiastisch, ihre Leser sind es auch. Damals bei der Minarett-Initiative beschimpfte man das Schweizervolk als dummen Pöbel. Jetzt jubilieren die linksversifften ZEIT-Leser zum Erbrechen. Dabei ist die Abzocker-Initiative nichts anderes als tatsächlich ein weiterer Schritt Richtung Sozialismus. Darum geht es. Ein paar Klarstellungen: 

Die hohe Schweizer Zustimmung kam auch dadurch zustande, daß der abtretende Novartis-Boss Vasella gerade eine Steilvorlage geliefert hatte, aber das ist eigentlich unerheblich. In der Schweiz gibt es eben auch genügend Linke, die das Land bewußt und unbewußt schwächen. Die laufende Abschaffung des Bankgeheimnisses ist nur einer der aktuellen Sargnägel. Trotzdem ist die gewonnene Abstimmung noch mindestens ein Jahr kein Gesetz, es ist nicht bekannt, wie der genaue Wortlaut sein wird, und bei vergangenen Volksabstimmungen haben Regierung und Gerichte oft den Volkswillen verzögert, verwässert und mißachtet.

Der Unternehmer Minder, der die Abzocker-Abstimmung initiierte, merkt nicht, daß er von SP-Chef Levrat und dessen Sozis nur als Stimmungsmacher für weitere Initiativen in dieser Richtung mißbraucht wurde. Schon gibt es eine Initiative, die dem Höchstbezahlten in einer Firma nur noch das Zwölffache des Schlechtbezahltesten genehmigen würde. Außerdem sollen alle möglichen anderen Gleichmachereien bei der Entlohnung initiiert werden, womit wir bei Deutschland sind.

Der große Jubel hierzulande ist nichts als Neid. Es geht den Staat und seine Bürger aber gar nichts an, wer in welcher Firma wie bezahlt wird. Weder die Regierung noch die EU haben da mitzumischen. Bei einer AG sollten das die Aktionäre sein, aber Privatleute als Aktionäre gibt es nicht mehr, man hat sie jahrelang mit immer neuen Steuern und Propaganda vergrault, solange bis der DAX endlich fest in ausländischen Händen lag. Im übrigen ist es ein Witz, wie ausgerechnet in unserem Land das GEZ-Imperium, das sich mit beim Bürger eingetriebenen Milliarden von Zwangsgeldern ernährt, irgendwelchen AGs vorschreiben will, wen sie wie entlohnen. Erst die GEZ abschaffen!

Zweitens versuchen jetzt deutsche Politiker, auf diesen Abzocker-Zug aufzuspringen. Die perfide Logik dahinter: Hass auf Manager steigern und so tun, als ob die Finanzkrise deren Schuld sein, Der doofe Pöbel glaubt das. Dabei ist die Eurokrise einzig und allein ein durch die Politik verursachtes Schuldenproblem. Daß wir 2,5 Billionen Euro Schulden haben, daß die EU so um die 12 Billionen Schulden hat, daß die meisten Euro-Länder de facto pleite sind, was hat das mit einer Millionenabfindung in einer Bank zu tun? Rein gar nichts!

Und auch in Deutschland gilt: solche Initiativen wären erst der Anfang. Am Ende steht der Einheitslohn auf HartzIV-Niveau für allle. Für alle? Nein! Für Politiker natürlich nicht. Dazu braucht man sich nur Orwells „Farm der Tiere“ anzusehen!

(Foto oben: Der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß sieht die Schweiz als gutes Beispiel und fordert eine EU-Richtlinie zu Manager-Gehältern)