Die deutschen Freunde der Islamo-Faschisten

Egyptian President Morsi meets with German Foreign Minister WesteÄgypten versinkt in Chaos und Gewalt. Im Moment sieht es eher nach einem beginnenden Bürgerkrieg als nach dem vielbeschworenen demokratischen Neuanfang aus. Niemanden in Ägypten kümmert es, dass Außenminister Guido Westerwelle (Foto, mit Mursi) über die jüngsten Gewaltausbrüche „bestürzt“ ist und „besonnenes Agieren“ sowie Gewaltverzicht fordert. Aber deutsche Journalisten und Lobbyisten stehen auch weiterhin in Nibelungentreue zu den Muslim-Brüdern. Die freuen sich darüber und rufen schon mal eine Intifada aus.

(Von Peter H., Mönchengladbach)

Westerwelles Aussagen sind mehr als Ausdruck von Hilflosigkeit: sie sind ein Beleg für die Lächerlichkeit deutscher Außenpolitik. Anderes oder gar Besseres jedoch dürfte von ihm nicht mehr zu erwarten sein, denn er war zusammen mit US-Präsident Barack H. Obama einer der wichtigsten Unterstützer Mohammed Mursis. Während Mursi & Co. Ägypten Stück für Stück in ein islamo-faschistisches Regime verwandelt haben, während die israelische und ein Jahr später auch die US-amerikanische Botschaft angegriffen wurde, während Christen ermordet und für die Ausrottung der Juden demonstriert wurde, redete Westerwelle immer nur von einer sogenannten „Demokratisierung“, die fortgeführt und unterstützt werden müsse. Fast zwei Jahre lang hat er die Lüge bemüht, dass Politiker und Parteien, die demokratisch gewählt wurden, deswegen auch Demokraten seien. Jeder Deutsche, der einmal in einem Geschichtsbuch gelesen hat, dass auch Hitler demokratisch gewählt wurde, weiß genau, dass das eine Lüge ist. Westerwelle wusste es nicht oder wollte es nicht wissen.

Aber Westerwelle ist mit seiner Unbelehrbarkeit nicht alleine: Journalisten und sogenannte „Experten“ überbieten sich geradezu in der perversen Argumentation, man müsse den Muslim-Brüdern gestatten, ihre islamische Diktatur zu errichten, weil diese sonst das Vertrauen in die Demokratie verlören. Spätestens wenn in der WELT ein Beitrag mit der Überschrift „Für die Demokratie braucht Ägypten auch Islamisten“ erscheint, fasst man sich an den Kopf, führt den rechten Zeigefinger zur Stirn und ist erleichtert darüber, dass Axel Springer, der sich stets gegen jedes totalitäre Gedankengut ausgesprochen hat, solche Schmierereien wenigstens nicht mehr miterleben muss. Aber den Vogel hat wieder einmal der allseits bekannte Islam-Lobbyist Michael Lüders abgeschossen, der bereits Anfang letzter Woche im TV-Sender Phoenix verkündete, man müsse die Muslim-Brüder „einbinden, integrieren und zum Pragmatismus erziehen“. Ein Konzept, das zuletzt Anfang der 1930er-Jahre verfolgt wurde und mit Weltkrieg und Völkermord endete.

Wie es in Ägypten weitergeht, kann derzeit niemand seriös vorhersagen. Aber eines dürfte jetzt schon klar sein: Selbst wenn der drohende Bürgerkrieg noch verhindert werden kann und es die inzwischen für Februar angekündigten Neuwahlen tatsächlich geben sollte, so werden Politiker wie Obama und Westerwelle dafür sorgen, dass auch alle radikal-islamischen Kräfte daran teilnehmen dürfen. Und deutsche Journalisten und Lobbyisten werden das gutheißen. Somit würde es bestenfalls eine neue demokratische Mehrheit für antidemokratische Kräfte geben, egal, ob nun für die Muslim-Brüder oder die Salafisten. Dank seiner deutschen und amerikanischen Freunde wird der ägyptische Islamo-Faschismus nicht mehr aufzuhalten sein.