Imam Idriz outet sich als Erdogan-Fan

idrizImam Bajrambejamin Idriz, von dem entweder naive oder eiskalt berechnende Politiker wie Münchens Oberbürgermeister Ude und der CSU-OB-Kandidat Schmid behaupten, er sei der Vertreter des sagenumwobenen „moderaten Euro-Islam“, nahm an einer Pro-Erdogan-Demonstration teil, wie auf diversen facebook-Fotos zu sehen ist. Idriz bekennt sich also öffentlich zu einem fundamental-islamischen Regierungschef, der freiheitsliebende Demonstranten mit Wasserwerfen, Gummiprojektilen und Tränengas beschießen lässt. Und der 1998 in der damals noch laizistisch geprägten Türkei für seinen Ausspruch „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“ zehn Monate in den Knast geworfen wurde.

Was Erdogan für ein fundamentalistischer Scharia-Fan ist, lässt sich auf Wikipedia nachlesen (Hervorhebungen durch PI):

Die Wohlfahrtspartei nominierte Erdogan 1994 gegen den Willen Erbakans als Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters von Istanbul. Er gewann überraschend die Wahl. In der frühen Phase seiner Amtszeit verfolgte er eine konservative Politik, die der Ausrichtung seiner im religiös-konservativen Milieu verhafteten Wählerschaft entsprach. So wird seit seiner Amtszeit in städtischen Lokalen kein Alkohol mehr ausgeschenkt (in der privaten Gastronomie ist dies jedoch weiterhin möglich). In seine Zeit als Bürgermeister fällt eine viel zitierte Aussage Erdogans bei einer Pressekonferenz: Laizistisch und gleichzeitig ein Moslem zu sein, sei nicht möglich (Hem laik hem Müslüman olunmaz). In einem Interview mit der Zeitung Milliyet bezeichnete er sich als Anhänger der Scharia.

Weitere religiöse Vorhaben betrafen die Einführung gesonderter Badezonen für Frauen oder getrennter Schulbusse für Jungen und Mädchen. (..)

Seine außenpolitische Einstellung zum EU-Beitritt während seiner Zeit als Bürgermeister unterscheidet sich deutlich von seiner späteren Politik als Ministerpräsident. 1994 äußerte er sich gegen einen Beitritt zur EU. Dazu beschrieb er die EU als eine „Vereinigung der Christen“, in der die Türken nichts zu suchen hätten.

Im Januar 1998 verbot das türkische Verfassungsgericht die Wohlfahrtspartei. Ihr wurden Sympathien zum Dschihad und zur Einführung der Scharia vorgeworfen, was dem staatlichen Grundprinzip des Laizismus widersprach.

Der Gründer der Wohlfahrtspartei, Necmettin Erbakan, wurde mit einem fünfjährigen Verbot politischer Betätigung belegt. Erdogan wechselte daraufhin in die Nachfolgepartei Tugendpartei, in die fast alle Abgeordneten der bisherigen Wohlfahrtspartei eintraten und für deren Vorsitz er als ernsthafter Kandidat galt, den letztlich aber Recai Kutan übernahm.

Zwischen Erbakan und seinen Parteifreunden, so auch Erdogan, und der türkischen Armee bestand ein tiefes gegenseitiges Misstrauen. Das türkische Militär sah sich als Hüter der laizistischen Ordnung und als Wahrer der Prinzipien von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, die eine strikte Trennung von Religion und Staat vorsehen, wohingegen Erdogan sich inzwischen jedwede Einmischung in politische Angelegenheiten verbittet und klarstellt bzw. postuliert, dass „der Generalstab der Befehlsgewalt des Ministerpräsidenten“ unterstehe.

Im April 1998 wurde Erdogan vom Staatssicherheitsgericht Diyarbakir wegen Missbrauchs der Grundrechte und -freiheiten gemäß Artikel 14 der türkischen Verfassung nach Artikel 312/2 des damaligen türkischen Strafgesetzbuches (Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden) zu zehn Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot verurteilt. Anlass war eine Rede bei einer Konferenz in der ostanatolischen Stadt Siirt, in der er aus einem religiösen Gedicht, das Ziya Gökalp zugeschrieben wurde, zitiert hatte:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Am 24. Juli 1999 wurde Erdogan aus der Haft entlassen. Manche Beobachter sind der Ansicht, er habe sich seinerzeit von seinem politischen Ziehvater Erbakan gelöst. Kritiker werfen Erdogan und seiner AKP dagegen vor, sie wollten die „Herrschaft des Islam“ in der Türkei durchsetzen.

Als die Tugendpartei am 22. Juni 2001 aus den gleichen Gründen wie ihre Vorgängerin verboten wurde, sammelte Erdogan demokratische Reformkräfte unter den Religiösen und gründete wenig später die AKP, die sich von den politischen Überzeugungen Erbakans deutlich absetzte.

Der Wolf fraß offensichtlich Kreide, um an die Macht zu kommen. Und jetzt wird die Türkei von ihm gnadenlos islamisiert. Freiheitlich und mordern eingestellte Demonstranten, die sich dagegen aussprechen, lässt er rücksichtslos von der Polizei attackieren und diffamiert sie als „Terroristen“. Die grüne Bundestagsabgeordnete Claudia Roth hat dies mit einer Ladung Tränengas ins Gesicht hautnah miterlebt. Und so einen Religionsfaschisten findet Imam Idriz offensichtlich vorbildlich, wie auch den Nazi-Waffen-SS-Militär-Imam Husein Djozo oder den Mütter von Selbstmordattentäter segnenden tunesischen Islam-Fundamentalisten Rached al-Ghannouchi, der jetzt sogar verdächtigt wird, für zwei Auftragsmorde an tunesischen Oppositionspolitikern in diesem Jahr verantwortlich zu sein.

Aber sicherlich war die Teilnahme von Idriz an der Pro-Erdogan-Demo „nur ein Missverständnis“, vielleicht hat er sich ja auch nur verlaufen. Wir warten auf die nächste Unterlassungserklärung seines Rechtsanwaltes Braun. Aktuelle informationen zu der Auseinandersetzung mit dem „Traumduo“ Braun-Idriz in diesem PI-Artikel.

Auf einem anderen Foto auf facebook ist zu sehen, wie sich Idriz offensichtlich junge muslimische Mädchen vorstellt:

kinder

Nichts Neues bei Idriz. Er hatte in seiner Penzberger Moschee auch schon Besuch von der Muslimischen Jugend, die laut Bayerischem Verfassungsschutz den Muslimbrüdern nahestehen soll. Dies und noch viel mehr hochbedenkliche Informationen über diesen Wolf im Schafspelz sind in der 20-minütigen Video-Dokumentation „Die Akte Idriz“ zu sehen. Höchst aufschlussreich vor allem seine vertrauten Telefongespräche mit dem heimlichen Chef der Muslimbrüder in Deutschland, Ibrahim el-Zayat, dessen Befehle Idriz auch brav ausführte (zu sehen und zu hören ab 8:00):

Heute veranstaltet DIE FREIHEIT von 10 – 18:30 Uhr eine Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz.