Peter Kohl: Aussagen des Vaters wirken kaltschnäuzig

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Altkanzler Kohls Sohn, Peter (Foto) kritisiert in einem Interview die Haltung seines Vaters zur Türkei und findet, sein Umgang mit dem Thema wirke „kaltschnäuzig“. „Viele Türken fühlen sich durch solche Äußerungen – wie ich finde, zu Recht – ausgegrenzt. Das verbittert sie“, sagt er.

Helmut Kohl hatte 1982 gegenüber Margaret Thatcher geäußert, dass es notwendig sein werde die Zahl der Türken um 50 Prozent zu reduzieren. Er sagte auch, die Türken kämen aus einer sehr andersartigen Kultur und seien „nicht integrationsfähig und auch im Übrigen nicht integrationswillig“. Nun will sein Sohn das nicht „unkommentiert“ stehen lassen, „ansonsten wirkt es kaltschnäuzig“, zumal er die Meinung seines Vaters nicht teile, berichtet  Spiegel online.

Kein Wunder, ist Peter Kohl doch mit der Türkin Elif Kohl, geb. Sözen (im Bild, links oben) verheiratet, was laut seinen Aussagen auch des Vaters Blick auf die moderne Türkei differenzierter werden haben lassen. Dennoch sei man noch immer nicht ganz einer Meinung.

Wenn man bedenkt, dass Erdogan, in den vergangen Jahren, die Zeit in der Türkei rückwärts laufen lässt und hart daran arbeitet einen islamischen Gottesstaat daraus zu machen, kann niemand, der mit gesundem Menschenverstand gesegnet ist, die Türken als in Europa integrierbar ansehen.