Video: Muezzinruf in der Pauluskirche Hambach

Neustadt-Hambach. Am Sonntag, den 27.10.13, wurde in der örtlichen evangelischen Pauluskirche eine „Friedensmesse“ aufgeführt. Der Höhepunkt im ersten Teil der Veranstaltung war ein echter Muezzin und Imam, Rai it Altindaay. Er ist Imam der neueröffneten Fatih-Moschee in Neustadt. Wie vom Minarett, tönte über drei Minuten lang sein Gebetsruf „Allahu Akbar…“ durch die Kirche. Die Besucher erstarrten während des „Gebetsgesanges“ förmlich. Alle blickten angespannt nach vorn auf den Muezzin, dem die Möglichkeit von Seiten der evangelischen Kirche gegeben wurde, den Namen Allahs in einer Kirche zu proklamieren.

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Alle Sätze des im Programmheft beschriebenen Gebetsrufes wurden zwei Mal in die Kirche hinein gerufen. Unterstützung erhielt der Muezzin für seine „Mission“ von Pfarrer Ludger Mandelbaum, der Chorleiterin Carola Bischof, dem Landeskirchenrat in Speyer und dem Neustadter Dekan Armin Jung. Die „Friedensmesse“ ungekürzt stattfinden zu lassen, fand auch die Rückendeckung vom Islambeauftragten der evangelischen Landeskirche, Georg Wenz.

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Die Veranstaltung, die immerhin 18 Euro Eintritt kostete, hatte abgesehen von martialischen Bildern wenig Tiefgang. Die Botschaft war: Krieg bringt Zerstörung und Tod – darum wollen wir alle Frieden. Ursache und Wirkung, Lösungsansätze, die für einen Frieden Bedingung sind, konnten die Besucher der „Friedensmesse“ schwerlich entdecken. Einzig Kuschelpädagogen oder linke Ideologen kamen auf ihre Kosten. Ab und zu wurde eine weiße „Friedens“-Taube auf die Leinwand geworfen und der Feind des Friedens blitzte immer mal wieder politkorrekt durch – der böse Amerikaner. Dargestellt durch Präsident G.W. Bush, abwechselnd gezeigt mit dem Portrait von Hitler, und die linke Seele fühlte sich verstanden.

Dass sich nicht jeder mit der „Messe“ einverstanden erklärte, zeigte der Widerstand vor der Kirche. Ca. 40 Aktivisten – quer durch die Bevölkerung – wollten das alles so nicht unwidersprochen hinnehmen.

Unter dem Motto der Mahnwache „Gleiche Rechte für Christen! Kein Muezzinruf in der Kirche!“ wurden die Besucher der „Messe“ durch Plakate, Flyer und in Gesprächen informiert.

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Dass der Gott der Bibel nicht mit dem Allah des Koran gleichzusetzen ist, zeigten diese Teilnehmer.

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Auch einige Mitglieder der German Defence League waren vor Ort und zeigten Flagge.

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Die Teilnehmer der Mahnwache standen entlang des Eingangs, so dass die Besucher die vielen Plakate passieren mussten.

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Zwei Iraner, die wissen, was es heißt, in einer islamischen Gesellschaft Christ zu sein.

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Der Unterschied bezüglich Jesus vs. Mohammed kann nicht größer sein, weiß diese Teilnehmerin.

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Ein irakischer Christ zeigt die vielen Toten, die nach einem Anschlag auf eine Kirche zu beklagen waren.

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Auch die Türkei steht den Christen ablehnend bis feindlich gegenüber.

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Dass nicht alle Besucher der „Friedensmesse“ friedlich beseelt unterwegs waren, zeigte beispielsweise eine Besucherin recht deutlich, indem sie ein Info-Blatt entgegennahm, es demonstrativ zerknüllte und laut in Richtung der Mahnwachenteilnehmer schimpfte. Darauf angesprochen, wie sie es mit ihrer Toleranz und Dialogbereitschaft halte, ließ sie alle Masken fallen. Sie schimpfte noch lauter und ging dann wütend in ihre „Friedensmesse“.

Auch ein älterer Mann meinte Mahnwachenteilnehmer beschimpfen zu müssen. „Eine Schande sei es“, „so was von albern“, schrie er seine Wut heraus.

Viele Besucher nahmen aber sehr interessiert die Informationen entgegen und hatten somit die Möglichkeit, nach der „Messe“ ihre Erkenntnis weiter wachsen zu lassen.

PI-Beiträge zum Thema:

» Protest gegen Proklamation Allahs und Mohammeds (I)
» Protest gegen Proklamation Allahs und Mohammeds (II)
» Mahnwache gegen “Allahu Akbar” in Pauluskirche
» Showdown vor Hambacher Pauluskirche

Kontakt:

» Ev. Pfarramt der Pauluskirche Hambach
Pfarrer Ludger Mandelbaum
Winterbergstraße 25
67434 Neustadt-Hambach
Tel.: 06321-84770
Fax.: 06321-34611
E-mail info@pauluskirche-hambach.de

» Evangelische Kirche der Pfalz
Landeskirchenrat
Kirchenpräsident Christian Schad
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