Studie: Europas Moslems sind Fundamentalisten

Religiöser Fundamentalismus unter Muslimen ist in Westeuropa kein Randphänomen. Zu diesem Ergebnis kommt Migrationsforscher Ruud Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in seiner Auswertung einer repräsentativen Befragung von Einwanderern und Einheimischen in sechs europäischen Ländern. Zwei Drittel der befragten Muslime halten demnach religiöse Gesetze für wichtiger als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. Drei Viertel von ihnen finden, es gebe nur eine mögliche Auslegung des Korans. Fast 60 Prozent der befragten Muslime lehnten Homosexuelle als Freunde ab, 45 Prozent denken, dass man Juden nicht trauen kann, und ebenso viele glauben, dass der Westen den Islam zerstören will.

(Von L.S.Gabriel und Kewil)

Der obere Text wurde kompiliert aus dem Jura-Forum. Interessant ist, was der Mihigru-Forscher Ruud Koopmans vor sechs Jahren absonderte. Damals hielt er unsere Moslems schon für ziemlich gut integriert. Und jetzt das? PI braucht übrigens keine Studien, um zu wissen, was los ist. Man muß nur die Augen offenhalten!

Aber schauen wir sie uns trotzdem etwas genauer an: In der Studie, für die Einwanderer und Einheimische in sechs europäischen Ländern – Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Österreich und Schweden – befragt wurden, stellt Koopmans den gravierenden Unterschied zwischen dem religiösen Fundamentalismus der Islamanhänger und dem der Christen dar. Er bewertet die Erkenntnisse seiner Arbeit alarmierend. Immerhin sind für etwa 2/3 der Moslems religiöse Regeln wichtiger als säkulare Gesetze. 44 Prozent vereinen alle Merkmale des religiösen Fundamentalismus und stellen islamische Regeln eindeutig über die staatlich säkulare Gesetzgebung.

Interessantes Detail ist, dass unter türkischstämmigen Sunniten 45 Prozent allen drei Aussagen, die den religiösen Fundamentalismus begründen, zustimmen, bei solchen mit marokkanischen Wurzeln sind es gar 50 Prozent. Hingegen bekennen sich nur 15 Prozent der Aleviten zu den fundamentalistischen Überzeugungen.

In der Studie heißt es wörtlich:

Da sich die demografischen und sozioökonomischen Profile der muslimischen Einwanderer und der einheimischen Christen stark unterscheiden, und da es aus der Literatur bekannt ist, dass sich marginalisierte Menschen der Unterschicht stärker von fundamentalistischen Bewegungen angezogen fühlen, wäre es natürlich möglich, dass diese Unterschiede auf die soziale Klasse und nicht auf die Religion zurückzuführen sind. Die Ergebnisse der Regressionsanalyse unter Berücksichtigung von Bildungsniveau, Arbeitsmarktstatus, Alter, Geschlecht und Familienstand zeigen, dass einige dieser Faktoren Variationen beim Fundamentalismus innerhalb der beiden religiösen Gruppen erklären; sie erklären jedoch nicht die Differenz zwischen Muslimen und Christen, ja, sie verringern sie nicht einmal. Ein Grund zur Sorge ist die Tatsache, dass fundamentalistische Haltungen unter jungen Muslimen ebenso weitverbreitet sind wie unter älteren, während sie bei jungen Christen sehr viel seltener anzutreffen sind als bei älteren Christen.

Entgegen der Annahme, dass der Fundamentalismus eine Reaktion auf die Ausgrenzung durch das Gastland ist, finden wir den niedrigsten Grad an Fundamentalismus in Deutschland, wo der Islam bisher nicht gleichberechtigt mit christlichen Glaubensrichtungen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt wurde und Muslime auch ansonsten weniger religiöse Rechte genießen als in den anderen fünf Ländern. Doch selbst unter deutschen Muslimen sind fundamentalistische Ansichten weitverbreitet: 30 Prozent der Befragten stimmen allen drei Aussagen zu. Vergleiche mit anderen deutschen Studien zeigen bemerkenswert ähnliche Ergebnisse auf. So stimmten 2007 in der Studie „Muslime in Deutschland“ 47 Prozent der befragten deutschen Muslime der Aussage zu, das Befolgen der Regeln der eigenen Religion sei wichtiger als die Demokratie, genauso viele, wie der Anteil jener in unserer Studie, die meinten, dass die Regeln des Koran wichtiger sind als die deutschen Gesetze.

Fazit:

Islamischer religiöser Fundamentalismus in Westeuropa ist mitnichten ein Randphänomen und unterscheidet sich gravierend vom christlichen Fundamentalismus. Da Moslems in Europa aber immer noch in der Minderheit sind, sind zwar die prozentuellen Unterschiede mehr als bedenklich, in tatsächlichen Zahlen aber noch beinahe gleichauf mit andersreligiösen Fundamentalisten. Angesichts der Geburtenrate unter der Korantreuen werden diese Zahlen bald schon auch im tatsächlichen Wert mit denen der Studie übereinstimmen. Wenn die Zeit bis dahin nicht genutzt wird, um dieser verheerenden Entwicklung Einhalt zu gebieten, wird sich der islamisch religiöse Fundamentalismus Europas bemächtigen und es wird keine Christen und Juden mehr geben, die man in einer eventuell künftigen Studie berücksichtigen wird müssen.