Bonn: OB erweist Rechtgläubigen die Reverenz

Al-Muhajirin-MoscheeAnlässlich des Tages der Vereinten Nationen gegen Rassismus hat Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch von der SPD (kleines Bild) die Moschee Al-Muhajirin in Bonn-Tannenbusch besucht. In einer Ansprache vor der Gemeinde betonte er, die neu gebaute Moschee sei ein gutes Beispiel für Dialog und Integration. Erst kürzlich hatte in der Moschee eine von zahlreichen Institutionen unterstützte Veranstaltung über Ausbildung und Berufsfindung für diskriminierte, jugendliche Muslime stattgefunden (PI berichtete).

(Von Verena B., Bonn)

Nimptsch kam damit seiner Pflicht nach, wonach er am UN-Tag gegen Rassismus auf Anordnung des Interkulturellen Rats in Deutschland und des Koordinierungsrats der Muslime sowie anderer öffentlicher Personen eine Moschee besuchen musste, um ein Signal gegen die wachsende Islamfeindlichkeit zu setzen, die von rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien gezielt geschürt werde. Unter den anwesenden Gästen waren mit Sicherheit eine ganze Reihe Mitglieder der Islamischen Bruderschaft Milli Görüs, der Muslimbruderschaft, der Grauen Wölfe und des Verbands der islamischen Kulturzentren, die allesamt Anspruch auf gesellschaftliche Dominanz erheben und nach der Vorherrschaft des Islams in noch nicht unterworfenen Ländern streben. Da Nimptsch aber nur deutsche rechtsradikale Parteien, nicht aber muslimische rechtsradikale Parteien kennt, wusste er nicht, was er tat. Sein Auftritt in der Moschee kurz vor den bevorstehenden Kommunalwahlen diente verständlicherweise auch dazu, den Korangläubigen Honig um den Mund zu schmieren, damit sie seine SPD und um Gottes willen nicht die „rechtsradikalen“ Parteien wählen, die die Umwandlung Deutschlands in einen Gottesstaat verhindern wollen.

Nimptsch betonte, dass Menschen auch in Bonn wegen ihrer Herkunft oder Religion immer noch Diskriminierung und Ablehnung erleben würden. Dies bezieht sich wahrscheinlich hauptsächlich darauf, dass mit Kopftuch ausgerüstete Damen, mit Häkelmütze und Nachthemd bekleidete Herren und kriminelle Jugendliche mit dunklem Teint nicht so leicht eine Stelle finden. Alle diese Menschen würden zur religiösen Vielfalt im internationalen Bonn beitragen. Vergessen hatte Nimptsch dabei, dass die religiöse „Vielfalt“ in Bonn immer mehr den Bach runtergeht, da zum Beispiel die evangelische Epiphaniaskirche abgerissen wird, die ebenfalls im muslimischen Stadtteil Tannenbusch (wahrscheinlich bald „Sharia Controlled Zone“) liegt.

Bei jeder neuen Moschee, die gebaut wird (obwohl es kein Recht auf den Bau einer Moschee gibt), bei jeder Kirche, die in eine Moschee umgewidmet oder abgerissen wird, wächst die religiöse und kulturelle Vielfalt, und wer das anders sieht, ist ein Rechtsrassist, wie Herr Yildiz von der BIG-Partei immer so schön sagt. Und der muss es wissen, denn er ist ein strenggläubiger Moslem, der der einzig wahren Religion auf dieser ansonsten gottlosen Welt angehört.

Normalerweise wird bei den Kommunalwahlen auch der Bürgermeister neu gewählt. Das ist in Bonn nicht der Fall, denn Nimptsch macht sich ein Gesetz zunutze, wonach der OB noch ein weiteres Jahr im Amt bleiben kann, wenn er das wünscht. Er wird die Bürgerschaft also noch ein weiteres Jahr mit Korruption, Misswirtschaft und Islambuckelei erfreuen.