TV-Tipp: Hamed Abdel-Samad 23:05 Uhr in ARD

hamed.zdf-2Hamed Abdel-Samad ist momentan der Eisbrecher bei der Islam-Aufklärung in Deutschland. Sein Buch „Der islamische Faschismus“ hat medial wie eine Bombe eingeschlagen. Hamed ist Dauergast bei Buchvorstellungen, Lesungen und Diskussionsrunden, auch im deutschen Fernsehen. In der ZDF-Sendung „aspekte“ (Foto oben) konnte er vorgestern seine Sichtweise unzensiert darstellen, wozu anschließend auch der jüdische Dirigent Daniel Barenboim seine positive Einschätzung abgab. Im Video der ZDF-Mediathek ist die Vorstellung von Hamed ab 6:52 zu sehen, bei der der Moderator sogar von „religiöser Gehirnwäsche“ spricht. Der Zuschauer erfährt, dass Hamed Sohn eines ägyptischen Imams ist, den Koran bereits mit vier Jahren auswendig lernte, zeitweise Marxist war und sich später sogar den Muslimbrüdern anschloss, bevor er „vom Glauben zur Vernunft“ wechselte. Die Studiodiskussion beginnt bei 10:55, Daniel Barenboim kommt ab 17:45 hinzu. Dieses Video ist eine gute Einstimmung auf die ARD-Sendung „titel thesen temperamente“ heute Abend um 23:05 Uhr mit Hamed. Jetzt mit Video!

(Von Michael Stürzenberger)

Der Ankündigungstext der ARD ist unter der Überschrift „Islamischer Faschismus? – Provokante Thesen von Hamed Abdel-Samad“ vorsichtig kritisch formuliert:

Muss das sein? Der bekannte Islam-Kritiker Hamed Abdel-Samad spricht in seinem neuen Buch vom „Islamischen Faschismus“. Er zieht Parallelen zwischen der Entstehung des europäischen Faschismus und der Genese des islamischen Fundamentalismus, wie er von Muslimbrüdern, Taliban und Salafisten vertreten wird. Mehr noch: die ganze Religion des Islam habe in ihrem Kern eine faschistische Tendenz. Das provoziert Widerspruch: Schießt da einer übers Ziel hinaus? Wird hier Unvergleichbares verglichen? Und wird so nicht der Dialog der Kulturen mit Totschlagargumenten erstickt? „ttt“ spricht mit Abdel-Samad und seinen Kritikern über Absicht und Wirkung solch steiler Thesen.

Update: Das Video der sechsminütigen Reportage wurde bereits im Internet hochgeladen. Hier auf livingscoop:

Außerdem hat die ARD Hamed in einer knapp fünfminütigen TV-Reportage des Rundfunks Berlin Brandenburg portraitiert, seine Thesen relativ unaufgeregt dargestellt und die Todesfatwa aus Ägypten beschrieben.

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Hameds Auftritt im Münchner Literaturhaus am vergangenen Mittwoch (auf dem Foto im Kreise von Münchner Islam-Aufklärern) war eine wahre Offenbarung. Nur ein Moslem und Migrant darf in Deutschland eine solch klare Islamkritik öffentlich äußern, ohne dass ein empörter Aufschrei durch die Medienlandschaft geht. Daher ist die Aufklärungsarbeit von ihm, Sabatina James, Nassim Ben Iman, Barino Barsoum und Necla Kelek so unschätzbar wertvoll. Ihnen hört man zu, ihnen nimmt man ihre Beurteilung ab, denn schließlich kommt sie aus dem Islam heraus.

Hier ein weiteres Video aus der Veranstaltung in München, in der Hamed homorvoll und geistreich über den „Empörungsknopf“ als Reaktion auf Islamkritik spricht, den Spruch „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ als eine Selbstlüge der islamischen Welt darstellt und ironisch meint, nur die deutsche Linke habe den Islam offensichtlich „richtig“ verstanden:

(Videobearbeitung: theAnti2007; Foto: Epitaph; Kamera: Michael Stürzenberger)