Bürgermeister Neufahrns begrüßt „religiöse Pluralität“ und heißt Christenfeinde willkommen

IMG_4208Am Pfingstmontag demonstriert DIE FREIHEIT gegen die Eröffnungsfeier des Erweiterungsbaus der Ahmadiyya-Moschee in Neufahrn, die jetzt auch ein Minarett besitzt (Foto). Der GRÜNE Bürgermeister hat im Trio Infernale zusammen mit dem katholischen und evangelischen Gemeindepfarrer bereits seinen heuchlerischen Protest veröffentlicht. Ausgerechnet im Umgang mit den faschistoiden Ahmadiyya, die sowohl das Christen- als auch das Judentum eliminieren und den Islam an die weltweite Herrschaft bringen wollen, möchten sie „religiöse Pluralität“ und „weltanschauliche Toleranz“ zeigen.

(Von Michael Stürzenberger)

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurde sogar zwischenzeitlich eine Gegendemonstration erwogen. Dies würde DIE FREIHEIT aber zu sehr aufwerten, daher habe man diese Idee nicht in die Tat umgesetzt. Die Doppelmoralisten wussten wohl zu gut, dass sie dann mit unerwünschten Fakten nur so zugeschüttet worden wären.

Im SZ-Artikel ist zu lesen, dass sich „die Bürger“ auf die Eröffnung der Moschee der Ahmadiyya Muslim Gemeinde „freuen“ würden. Welche Bürger? In der Lohnschreibstube der Alpen Prawda meint man wohl die beiden Pfarrer, den Grünen Bürgermeister, die SPD-Ortvorsteherin und noch einige weitere bunt-tolerant-realitätsverschließende Politikerwirrköpfe.

Viele Bürger auf der Straße denken hingegen anders, das haben wir am Freitag bei einer fünfstündigen Flugblatt-Verteilaktion in Neufahrn erlebt. So beschweren sie sich über türkisierte Teile ihres Ortes, die sie als „Klein-Istanbul“ bezeichnen. Nur ein Beispiel von vielen: Hier wohnt gerademal noch ein Deutscher unter elf Türken..

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Die Ahmadiyya-Moslems seien in Neufahrn bisher zwar noch unauffällig, aber ein gesundes Misstrauen ist in der Bürgerschaft durchaus vorhanden, vor allem nach der Verteilung von 1500 Info-Flugblättern. Und an der frisch erweiterten Moschee prangt die Kampfansage an Christen:

„Niemand ist anbetungswürdig außer Allah“

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Da können sich die Neufahrner noch auf etwas gefasst machen, wenn sich diese Moslems erst einmal so richtig breitgemacht haben in ihrem Ort. Die SZ berichtet weiter:

Womit die Neufahrner nun von Seiten der „Freiheit“ genau rechnen müssen, ist noch unklar. Von 17 Uhr an will die Partei am Pfingsmontag demonstrieren, 15 Teilnehmer sind angemeldet, und sie wollen laut Landratsamt wohl die Zufahrt zum Oskar-Maria-Graf-Gymnasium nutzen. Denn in der Aula der Schule beginnt um 18 Uhr der offizielle Festakt zur Moschee-Eröffnung. Zahlreiche Gäste werden erwartet, darunter auch Landes- und Bundestagsabgeordnete – die Aula wird sicher voll sein. Schließlich wird auch Kalif Hadhrat Mirza Masroor Ahmad da sein, das Weltoberhaupt der Ahmadiyya Muslim Gemeinde. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend berichtete Bürgermeister Franz Heilmeier von den Demo-Plänen und machte unmissverständlich klar: Man wolle „die Freiheit der Religion in unserem Ort nicht in Misskredit bringen lassen“. Das betonte der Rathauschef und Theologe ausdrücklich.

Die Neufahrner Politiker und Kirchenvertreter sollten mal mit Sedat Cakir sprechen, dem Integrationsbeauftragten des Kreises Groß-Gerau im südlichen Rhein-Main-Gebiet Hessens, der das scheinbar friedliche Verhalten der Ahmadiyya als „Tarnung“ bezeichnet, wie die Main-Spitze am 15. Mai berichtete:

„In Wahrheit wollen die Ahmadiyya in Ruhe gelassen werden. Sie erkennen die deutschen Gesetze nicht an und wollen die Scharia einführen, also islamisches Recht.“

Cakir sei misstrauisch geworden, als er in einem Hinterzimmer der Moschee ein Matratzenlager für 20 Personen entdeckt habe. Etwa für eingeschleuste Moslems aus Pakistan? Seit er die Ahmadiyya öffentlich kritisiere, sei er von den zuvor so friedlichen Moslems plötzlich angefeindet worden und sie hätten Lügen über ihn verbreitetet. Absurderweise haben die Ahmadiyya in Hessen die Zulassung für islamischen Religionsunterricht erhalten. Der ehemalige Rüsselsheimer CDU-Stadtrat und Islamkenner Horst Kriz bewertet das so:

„Das ist ungefähr so, als würde christlicher Religionsunterricht von den Zeugen Jehovas erteilt.“

Kriz ist sich bewusst, dass die Ahmadiyya zwar eine nach außen friedliche, aber fundamentalistische Lesart des Islam vertreten. Dazu gehört nunmal der Endsieg des Islam über alle anderen Religionen. Johannes Kandel von der Friedrich-Ebert-Stiftung erachtet das Menschenrechtsverständnis der Ahmadiyya für nicht kompatibel mit den Standards der UN und meint:

„Es gibt eine große Sehnsucht bei Politikern, Muslime zu finden, die angepasst sind und keine Probleme machen. Wenn man etwas tiefer gräbt, dann muss man aber doch feststellen, dass es Probleme gibt. Politiker wären gut beraten, das anzusprechen.“

In Neufahrn ist man von von kritischer Diskussion weit entfernt. Laut SZ wolle man mit der Islam-Aufklärung der FREIHEIT nichts zu tun haben:

Zentrale Figur in der Partei „Die Freiheit“ ist Michael Stürzenberger, der früher Sprecher der Münchner CSU unter Monika Hohlmeier war, inzwischen als Islamhasser gilt und Moslems wüst beschimpft. Nun will er offenbar in Neufahrn aktiv werden. „Wir wollen ihn nicht hier haben“, betonte SPD-Ortsvorsitzende Beate Frommmhold-Buhl in der Jahreshauptversammlung der örtlichen Sozialdemokraten, und ähnliche Äußerungen sind überall zu hören.

Ein solcher Ahmadiyya-Aufmarsch wie 2013 in der hessischen Kleinstadt Flörsheim am Main mit dem weltweiten Oberhaupt Hadhrat Mirza Masroor Ahmad und dem Deutschland-Chef Abdullah Uwe Wagishauser steht den Neufahrner Bürgern morgen bevor.

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Aus den Berliner Akademiegesprächen einige wissenswerte Fakten über diese islamische Sekte:


Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft ist eine muslimische Sondergruppe („Sekte“) aus dem nordindischen Raum. Hier sammelte der aus dem Dorf Qadian (Provinz Pandschab) stammende Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908) eine immer größer werdende Anhängerschar, die ihm am 4. März 1889 den Treueid („bay’a“) leistete. Ahmad nahm für sich in Anspruch, ein von Gott erwählter „Prophet“ zu sein, das „geistige Ebenbild des Heiligen Propheten“ Mohammed.

Er behauptete, in ihm verkörperten sich die erwarteten Heilsbringer aller Religionen, d.h. der als Messias verheißene Jesus (Isa), der Hindu Gott (Vishnu-Avatar) Krishna sowie der zoroastrische Mesio Darbahmi (Ahura Mazda, Mazdak). Er sei auch als der von Muslimen erwartete „Mahdi“ (der „Rechtgeleitete“) gekommen, um die Menschheit vor dem Jüngsten Gericht zum wahren Islam zu bekehren.

Das Kalifat gilt den Ahmadis als die „zweite Manifestation“ Allahs. Er habe den Ahmadi Muslims das Kalifat zugesprochen, das bis zum Ende der Zeiten dauern wird.

Die Organisation der Ahmadiyya ist streng hierarchisch und autoritär strukturiert. Darin unterscheidet sie sich nicht von anderen Sekten. Mitglied wird man durch Leistung des Treueides („ba’ya“) gegenüber dem Kalifen in schriftlicher Form und Anerkennung der zehn Beitrittsbedingungen. Ein Ahmadi ist danach ein strenggläubiger Mensch, dem sein Glaube mehr wert sein soll als „Leben, Eigentum, Ehre, Kinder und alles Liebe.“

Er soll sich selbst disziplinieren, demütig, bescheiden, fröhlich und sanftmütig sein und danach streben „der Menschheit nach dem Besten seiner Gottgegebenen Fähigkeiten und Kräfte Wohl zu erweisen.“

Punkt 10 der Beitrittsbedingungen fordert den Gehorsam „bis zum Tod“ gegenüber dem Kalifen. Dieser Gehorsamsschwur „bis zum Tod“ ist ein typisches Sektenelement, sichert sie der Führungselite doch tiefgreifende Kontrolle über die Gläubigen. Die Gläubigen sind ferner verpflichtet, einen Teil ihres Einkommens an die Organisation abzugeben. Die Höhe dieses Beitrages ist nicht bekannt.

Die Ahmadis vertreten – entgegen christlicher Lehre – die Auffassung, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben sei. „Jesus war ein Gesandter Gottes und ein begünstigter und heiliger Mensch. Es ist der Gipfel der Ungerechtigkeit anzunehmen (…) dass solch ein Auserwählter an das Kreuz gehängt wurde und, an ihm sterbend, zu einem Verfluchten wurde. Die Ahmadiyya erzählt eine andere Geschichte: Jesus sei vom Kreuz abgenommen worden und nach Kashmir ausgewandert. Hier habe er viele Jahre gepredigt, sei mit 120 Jahren gestorben und in der Nähe von Srinagar begraben.

Die Ahmadiyya erhebt den Anspruch, den „wahren Islam“ gegen Verfälschungen und Verdrehungen durch Muslime und Andersgläubige (d.h. Juden und Christen) wiederherzustellen. Die „ganze Menschheit“ soll zu diesem „wahren Islam“ zu bekehrt werden. Unter der „Herrschaft des Islam“ wird die Menschheit zu dauerhaftem Frieden und harmonischem Zusammenleben bis zum Jüngsten Tag finden.

Gleichwohl lässt sie gleichzeitig ein ultraorthodoxes bis fundamentalistisches Koranverständnis erkennen. Sie geht von der vollständigen Widerspruchsfreiheit und Gültigkeit des Koran in seinem geoffenbarten Wortlaut aus.

Die Ahmadiyya lehnt sich an die hanafitische Rechtsschule an, wonach bei strittigen Rechtsfragen zunächst der Koran, dann die Sunna und schließlich die „Hadithe“ (d.h. Mitteilungen über Reden, Lebensweise und Handlungen des Propheten Mohammed) konsultiert werden sollen.

Die Ahmadiyya sieht im Kalifat, d.h. in der Herrschaft eines weisen und gerechten Kalifen, der Gottes Gebote (die Scharia) konsequent umsetzt, das erstrebenswerte Ideal eines islamischen Staates. Ihre Vision ist die Durchsetzung der Herrschaft des Islam – weltweit – unter Führung eines ihrer künftigen Kalifen.

Der Vierte Kalif Mirza Tahir Ahmad erklärte:

„Ein Studium des Heiligen Qur’an zeigt, dass (…) Religionen durch göttlich ernannte Reformer entstehen und wiederbelebt werden (…). Dann geschieht es, dass die göttliche Vorsehung entscheidet, dass sie bereit sind, weltliche Macht zu übernehmen.“

Die wirkliche Herrschaft im islamischen Staat kommt nach Auffassung der Ahmadiyya allein Gott zu. In der Scharia, so heißt es in einer Schrift des Vierten Kalifen der Ahmadiyya Mirza Tahir Ahmad, seien „die essentiellen Richtlinien für die Gesetzgebung enthalten und keine demokratisch gewählte Regierung kann diesen ausdrücklichen Willen Gottes ausschalten (…) Kein legislativer Prozess ist gültig, wenn er im Widerspruch zu den (…) Prinzipien“ der Scharia steht. Alle Rechtsgelehrten seien sich einig, „dass Gesetzgebung das Vorrecht Gottes ist“.

Hier zeigt sich das vordemokratische, absolutistische Staatsverständnis der Ahmadiyya in aller Deutlichkeit. Jede Kritik am Kalifen wird nicht nur durch das Fehlen entsprechender Institutionen praktisch unmöglich gemacht, sondern auch noch durch ein typisch sektiererisches, jeden Einwand immunisierendes Argument erstickt. So schreibt Mustafa Sabet, dass bei möglichen Fehlentscheidungen des Kalifen in Bezug auf die Gläubigen „Allah selbst“ diese Fehler korrigieren und „ihre Konsequenzen zum Guten“ wende werde.

Die Ahmadiyya vertritt im Blick auf Menschenrechte und Demokratie Positionen, die, gemessen an kritischen innermuslimischen Diskursen zu diesen Fragen, ultraorthodox, ja fundamentalistisch sind. Hadayatullah Hübsch hält in Verkennung der neuzeitlichen Entstehungsgeschichte universaler Menschenrechte den Islam für eine frühe Menschenrechtsbewegung.

Die Ahmadiyya unterstreicht zwar die Gleichwertigkeit der Geschlechter vor Gott, begründet aber gleichzeitig aus Koran und Sunna eine rigide Moral des Gehorsams der Frau gegenüber dem Mann und der Geschlechtertrennung. So schreibt Muhammad Zafrullah Khan: Der Frau sei „die glorreiche Ehre der Krone der Mutterschaft“ vorbehalten. Sie wird auf Haus und Familie beschränkt: „Das Heim ist das normale Haupttätigkeitsgebiet der Frau in ihrer Eigenschaft als Ehegattin und Mutter.“

Die Frau schuldet dem Mann jederzeit Gehorsam, auch in sexueller Hinsicht. Kommt sie ihren Pflichten nicht nach, besteht grundsätzlich ein Züchtigungsrecht des Mannes nach Sure 4,34. „Wenn die Ehegattin ständig widerspenstig ist, so dass der Friede und die Harmonie der Familie bedroht sind, sollte der Mann sie ermahnen. Sollte sich die Ermahnung als wirkungslos erweisen, darf er sich vorübergehend vom Ehebett zurückziehen. Als letzte Zuflucht darf er auf eine leichte Züchtigung zurückgreifen (4:34).“

Das Beharren auf dem Züchtigungsrecht ist allerdings keine Spezialität der Ahmadiyya, sondern stellt die herrschende Meinung in der maßgeblichen islamischen Rechtsauslegung dar.

Die Polygamie wird als grundsätzlich zulässig, ja als „kulturelles Sicherheitsventil“ bezeichnet.

Die Ahmadiyya achtet auf strenge Geschlechtertrennung und positioniert sich entschieden gegen die westliche Gesellschaft, die als sexbesessen und verderbt dargestellt wird: Das „schrankenlose und ungehemmte Zusammensein von Männern und Frauen ist das Gift der westlichen Gesellschaft geworden“

Sie unterstützt Abmeldungen von Mädchen vom Schwimm-, Sport- und Sexualkundeunterricht. Die Ahmadiyya achtet auf strikte Endogamie: Ahmadis dürfen nur Frauen aus der eigenen Gemeinde heiraten. Die Heirat mit einem Nicht-Ahmadi zieht den Ausschluss aus der Gemeinde nach sich. Ehen werden arrangiert, Mädchen von klein auf in der muslimischen Gehorsamskultur erzogen. Das Kopftuch gilt als selbstverständliche Bekleidungspflicht. (..)

Gleichwohl enthalten die Schriften ihres „Verheißenen Propheten“ Mirza Ghulam Ahmad deutlich herabsetzende Aussagen in Bezug auf Christentum und Judentum. „Ich bin gekommen, das Kreuz zu brechen und das Schwein zu töten“. Das „Schwein“ steht hier für die Juden. Antijüdische und antichristliche Polemik ist allerdings keine Besonderheit der Ahmadiyya.


Und so eine faschistische Sekte darf in Hamburg und Hessen Religionsunterricht erteilen, wird auch noch als Körperschaft des Öffentlichen Rechts anerkannt und ist damit den Kirchen gleichgestellt. Morgen freuen sich 300 Gäste im Neufahrner Gymnasium, darunter Bundestags- und Landtagsabgeordnete, über die wunderbare moslemische Bereicherung. Hier der gesamte faktenreiche Text der Berliner Akademiegespräche über die Ahmadiyya.

(Fotos: Michael Stürzenberger)