DEMO FÜR ALLE im Medienspiegel

dfa_aufmacher - KopiePI berichtete jüngst über die 6. DEMO FÜR ALLE am 21.3.15 in Stuttgart mit einem großen Bild- und Videobericht. Wie berichteten die MSM über die größte Demo gegen die Gender-Ideologie in Deutschland? Wir werfen heute einen analytischen Blick auf die örtlichen Leit-Medien und weitere Akteure, die als Pressevertreter vor Ort waren.

Bild-Stuttgart

Fangen wir mit der Bild-Zeitung an. Diese titelte in ihrer Stuttgarter Lokalausgabe über die DEMO FÜR ALLE in großen Buchstaben: „SO LEGEN DEMOS UNSERE CITY LAHM“. Zudem wurde der Satz: „Bildungsplan-Gegner blockieren die Konrad-Adenauer-Straße“ in das Titelfoto mit den Bildungsplangegnern eingefügt.

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Bevor der Leser irgendeine Information über die Anliegen der Genderkritiker erfahren konnte, wurde ihm schon signalisiert: „die stören“. Derart negativ besetzt werden Leser sich kaum mehr in die Anliegen der Demonstranten hineinversetzen wollen. Durch die Überschrift wurde das Thema schon weg von der Demo, auf eine emotionale Ebene gehievt. Kein Wort davon, dass die Behinderungen in der City allein den linksradikalen Gegendemonstranten zuzuschreiben sind. Durch ihre Blockade waren sie dafür verantwortlich, dass die Bildungsplangegner auf die Straße ausweichen mussten, statt durch den Park, an das Ziel des Demozuges, zum Staatstheater, zu gelangen. Auch findet die DEMO FÜR ALLE nur alle paar Monate statt, während linke Demos jede Woche mehrfach Innenstadt (Stuttgart 21 etc.) und Verkehr, auch an Werktagen lahm legen. Gerade in diesem Zusammenhang ist es irreführend ein Bild der DEMO FÜR ALLE neben der Überschrift „SO LEGEN DEMOS UNSERE CITY LAHM“, abzudrucken.

Stuttgarter Nachrichten

Die Stuttgarter Nachrichten schickten Sascha Maier, einen doch eher stark linkslastigen Journalisten in Feld, der auf seiner Facebook-Seite unter seinen „Favoriten“ Karl-Marx und Jean-Paul Sartre anführt. Über die politische Disposition eines Karl Marx muss hier wohl nicht weiter philosophiert werden und Jean-Paul Satre hat nie einen Hehl daraus gemacht, mit der „linken Volksfront“ und der „RAF“ sympathisiert zu haben. Satre ging oft zusammen mit seiner Partnerin Simone de Beauvoir auf Vortragsreisen ins In- und Ausland. Von de Beauvoir kommt der Ausspruch: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“. Eine sicher nicht mit den Genderkritikern in Einklang zu bringende Position. Noch Fragen?

Eben dieser Maier sprach in seinem Artikel bei den Demonstranten und Gegendemonstranten von Gegnern die getrennt werden mussten. War es nicht vielmehr so, dass die einen vor den anderen geschützt werden mussten, Herr Maier?! Gegen Ende seines Artikels würdigt er noch seinen linken „Freunden“ etwas Aufmerksamkeit und berichtet doch sehr subjektiv. Er schreibt von „Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten aus dem linken Spektrum und einer Reiterstaffel vor der Oper“. Er schließt den Artikel mit dem Satz:

Als unverhältnismäßig beurteilen unbeteiligte Augenzeugen das Verhalten der Reiter.

Nun, wer die Verhältnisse vor Ort kennt, weiß, dass die „Demonstranten aus dem linken Spektrum“ nicht „nur“ beleidigen, sondern auch massiv provozieren und gerne handgreiflich werden – gerade gegenüber der Polizei – so auch an diesem Tag. Wenn Maier hier von „unbeteiligten Augenzeugen“ spricht, ist das schlicht unwahr. Kein Mensch, der in dieser Phase der Demonstration vor Ort war, kann das Attribut „unbeteiligt“ für sich in Anspruch nehmen. Auf Seiten der linksradikalen Störer befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon lange keine zufällig und „unbeteiligt“ umherirrenden Personen mehr.

Im Vorfeld zur Demo wurde Maier von seiner Redaktion wohl auch übertragen, Artikel zur Demo für alle zu verfassen. So schrieb er beispielsweise spalterische Artikel über die AfD bezüglich der Demo und tendenziöse Artikel zu erwarteten Auseinandersetzungen zwischen Demobefürwortern und Gegnern, auf die wir hier nicht im Einzelnen eingehen.

Stuttgarter Zeitung

Wider besseres Wissen schrieb die Stuttgarter Zeitung „von knapp 1000 Personen“, die auf dem Schillerplatz zusammen kamen. Tatsächlich wurden durch Zähltore exakt 2416 Teilnehmer ermittelt. Durch die Nennung des Mottos der Gegendemonstranten: „Gegen rassistische und homophobe Strömungen“ wurde versucht diese Parolen den Bildungsplangegnern indirekt zuzuschreiben. Und auch hier die irrige Behauptung, dass die Polizei „beide Lager voneinander trennen“ musste. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die Aggression ging allein von den Gegendemonstranten aus, wie die Videos von den Berichten zur Demo eindrucksvoll und zweifellos zeigen. Weiterhin suggestiv ist im Artikel der Stuttgarter Zeitung ein Satz der Gegendemonstranten zu lesen, dessen Inhalt unkommentiert den Gender-und Aktionsplankritikern zugeschrieben wird, dass angeblich „Stimmung gegen Homosexuelle, Flüchtlinge und Muslime!“ gemacht wurde. Kein Wort im Artikel, dass sogar eine Muslima und ein ehemaliger Flüchtling auf der Bühne der Bildungsplangegner standen und Reden hielten. Auch ist im Artikel kein Wort darüber zu finden, dass Homosexuelle weder angefeindet wurden noch dass sie überhaupt Kern der Reden waren. Was in den Artikeln, nicht nur der Stuttgarter Zeitung zu bemängeln war, ist der Umstand, dass häufig nicht einmal die Namen der Redner und Organisationen genannt wurden. Es sollte eben unter keinen Umständen der Eindruck entstehen, hier ist die Mitte der Gesellschaft auf der Straße. Gäbe es kein Internet, würde diese Taktik tatsächlich aufgehen, so aber muss es sich die Presse leider immer noch gefallen lassen, mit „Lügenpresse“ beschimpft zu werden.

Regio-TV

Regio TV berichtete zur DEMO FÜR ALLE suggestiv über Homophobie und sprach, wie viele andere Medien auch, wahrheitswidrig von nur 1000 Teilnehmern bei der DEMO FÜR ALLE, obwohl auch diese Pressevertreter die Zähltore passiert haben dürften. Die Teilnehmerzahl von 2400 Personen, die gegen Ende der Demo bekannt gegeben wurden, hätte unter „Veranstalterangaben“ genannt werden müssen.

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SWR

Aber auch auf positive Entwicklungen wollen wir den Blick lenken. So berichtete der SWR im Vergleich zu den vorangegangenen Demos verhältnismäßig ausgewogen von der Demo und sendete auch O-Töne aus dem Schnitt des Teilnehmerfeldes und interviewte zudem die Veranstalterin Hedwig von Beverfoerde, die mit einem Statement zu Wort kam. Leider konnte es sich der Sender aber nicht verkneifen am Ende der TV-Berichterstattung Vertreter der Gegendemo von „Stuttgart ist und bleibt bunt“ Unwahrheiten verbreiten zu lassen und in diesem Zusammenhang in der Anmoderation von „Rassismus, Sexismus und Homophobie“ zu sprechen.

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Ein Teilnehmer der Gegendemo formulierte das „Schlusswort“ der Reportage, in dem er der DEMO FÜR ALLE „eine Spalterei der Gesellschaft unterstellt“ und „der Versuch eine Minderheit zu unterdrücken“. Vorwürfe, die absurd und leicht widerlegbar sind, wäre der SWR seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen und hätte Abschnitte aus den Reden von DEMO FÜR ALLE gesendet. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine objektive Berichterstattung. Der Staatssender setzte in den letzten Szenen seiner Reportage aber noch eins drauf und sprach wahrheitswidrig von friedlichen Demonstrationen. Das traf für die DEMO FÜR ALLE zweifelsohne zu. Die Gegendemonstranten zeigten hingegen während der Kundgebung ihre demokratiefeindliche Grundhaltung durch Störaktionen (Trillern, Stinkbomben) eine rechtswidrige Blockade (Demozug konnte nicht geplante Route laufen) und aggressives und beleidigendes Verhalten gegenüber Demonstranten und Polizeikräften. Auch kein Wort darüber, dass bei den Gegendemonstranten massenweise Vermummungsmaterial (Sturmhauben), Pfefferspray und Messer sichergestellte wurden. Somit bewegte sich der SWR unter dem Strich leider weiterhin abseits einer wirklich objektiven Berichterstattung.

Linksextreme „Presse“

Berichtete die Presse über illegale Aufrufe das Versammlungsrecht Andersdenkender zu verhindern? Nein! Auch hätten die Behörden bei diesen eindeutigen Aufrufen gegen die ihnen bekannten Initiatoren (Antifa und Co.) und später auch Träger der Banner tätig werden können und müssen. Man vergleiche den Banner der Gegendemonstranten und den gleichartigen Internetauftritt. PI sind die Initiatoren bekannt – Presse und Staatsanwaltschaft nicht?

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Natürlich gab es auch eine ganze Reihe linksradikaler „Pressevertreter“ diverser Internet-Portale. Wir zeigen hier nur beispielhaft eine Person. Als „Pressevertreter“ getarnt mit einer Presse-Weste unterwegs (siehe Pfeil). Auf der 2. Demo, im März letzten Jahres noch in der Rolle des Randalierers (siehe BILD vom 3.3.14).

Licht am Ende des Tunnels?

Einen erfreulich sachlichen Beitrag lieferte am 22.3.15 die „Schwäbische Zeitung“ mit ihrem Kommentar: „Die Gegner liegen richtig“ von Klaus Nachbaur. In diesem wird klargestellt, dass es sich bei den Demonstranten nicht um „Homohasser“ sondern um Menschen handelt, die sich gegen die wie er sagt: „Pseudowissenschaft“ der Gender-Ideologie richten. Bezug nehmend zur Gender-Ideologie schließt er seinen Kommentar mit den Worten:

Man muss weder links noch rechts noch grün sein, um diesen Irrsinn als Irrsinn zu entlarven. Die Bildungsplangegner liegen richtig.

» Presseschau zur 6. DEMO FÜR ALLE vom 21.3.15