Wahlen in Großbritannien und anderswo in EU

imageMorgen wird das britische Unterhaus gewählt. Kenner sagen, dass die Tories Schottland und Wales bereits aufgegeben haben. Nach der Wahl könnte es sich sowohl bei Labour wie bei Tories nicht mehr um britische, sondern nur noch um englische Parteien handeln. Dies sind aber nicht die einzigen Wahlen, die anstehen:

Im Herbst wählen Portugal, Polen, Dänemark und Spanien, 2017 Frankreich. Nach Syriza wirft Podemos die Frage nach einer neuen Linken und ihrem Einfluss in der EU auf. Mit UKIP und Le Pen stellt sich das gleiche Problem rechts – andere EU-Mitglieder einmal beiseite gelassen. Polen wählt am kommenden Sonntag seinen Präsidenten neu. Kann sich Andrzej Duda von der nationalistischen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gegen den amtierenden Bronislaw Komorowski durchsetzen, wäre es mit dem Reformkurs im florierenden Polen wohl vorbei.

Das alles passiert, bevor Ende 2017 Bundestagswahlen anstehen. Entweder streiten CDU und CSU über den Migrationskomplex dann miteinander oder mit einer wieder wachsenden AfD oder beides. Aber auch Sozialdemokraten, Grüne und Linke werden sich der Debatte über die Grundfreiheiten der EU stellen müssen – eine FDP, die wieder auf den Plan treten kann, erst recht. Dass 2017 weiter alle Parteien dasselbe sagen und die Medien dasselbe schreiben wie heute, ist wenig wahrscheinlich.

Ein Brexit noch vor dem Grexit? Hätte absolut nichts dagegen! Nur noch so werden die Deutschen vielleicht vernünftig!