SPD-Mitglied kehrt aus dem Dschihad zurück

Besser kann man sich als Nachkomme tunesischer Gastarbeiter gar nicht integrieren: Ebrahim B. ist Massagetherapeut, SPD-Mitglied und besuchte in Wolfsburg eine Ditib-Moschee. Also genau die Schiene, die gerne als „Der Islam gehört zu Deutschland“ bezeichnet wird. In einer aufwändig gestalteten multimedialen NDR-Doku dient Ebrahim B. allerdings jetzt als Abschreckungsobjekt.

In der Doku erwähnt er, dass er scharf auf vier Frauen war. Er lässt sich in der Ditib-Moschee für den Islamischen Staat rekrutieren. Im IS angekommen winken sogar 72 Jungfrauen, denn er entscheidet sich für die Abteilung Selbstmordattentat. Allerdings vermisst er sein Shampoo und seine Zahnputz-Utensilien. Offenbar kennt er sich mit Mohammeds Anweisungen zur Körper– und Zahnpflege nicht aus. Sein Kulturbeutel wird ihm im Islamstaat sofort abgenommen.

Durch welche Umstände auch immer: Ebrahim B. kommt beim IS in den Knast. Zusammen mit einer geköpften Leiche. Danach taucht er wieder in Wolfsburg auf. Die Stadt hat de Mazières Sohn wieder. Seine Rückkehr wird offenbar von den Behörden erst nach zwei Monaten bemerkt. Schon das massenhafte Verschwinden der Dschihadisten warf eine Menge Fragen auf.

IS-wolfsburg

Jetzt sitzt er mit einem Kumpel im Gefängnis, aber das ist okay: „Gefängnis in Deutschland ist mir viel lieber als Freiheit in Syrien.“ Dem deutschen Steuerzahler wäre ein Gefängnis in Tunesien für den Gastarbeitersohn wahrscheinlich noch lieber. Man könnte auch Care-Pakete mit Hygieneartikeln schicken.

Mittlerweile wird der IS-Rückkehrer medial vermarktet, gibt bereitwillig Interviews. Er gilt als großer Hoffnungsträger im Kampf gegen den IS, weil er bereit ist, nicht nur Niedersachsen, nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt zu warnen. Mit seiner begrenzten Art tut er einem am Ende schon fast leid. Seine Warnungen sind sicherlich ehrlich, aber dass der IS im Koran angelegt ist, hat er noch nicht verstanden.

Die Medien setzen ihn gekonnt in Szene und wollen genau diesen Mitleidseffekt erzielen. Passend zu de Mazières Söhne-und-Töchter-Propaganda soll der Zuschauer am Ende diesen heimgekehrten „Sohn“ ins Herz schließen. Schließlich riskiert er nun wirklich sein Leben, denn er zeigt Gesicht. Der Staat wird ihn den Rest seines Lebens polizeilich schützen müssen.

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