Wer ist hier „geistiger Brandstifter“?

report_freySehr geehrte Damen und Herren des zwangsfinanzierten Staatsfernsehens, sehr geehrter Herr Pistorius, es ist ein bedeutender Unterschied, ob Medien sich über freiwillig geschaltete Anzeigen mit ehrlicher Arbeit finanzieren oder komfortabel über Zwangszahlungen finanziert werden. Ausgerechnet im zwangsfinanzierten Staatsfernsehen (SWR-Magazin „Report Mainz“) wurde wieder einmal versucht, mit üblen Diffamierungen („geistige Brandstifter“, „gehetzt“, „rassistische Parolen“, „fremdenfeindliche und rassistische Theorien“, „Haß auf andere“) einen Anzeigenboykott gegen oppositionelle Medien („Junge Freiheit“, „PI-News“ etc.) zu initiieren. Wer ist hier „geistiger Brandstifter“?

(Von P.R.)

Als Mitglied einer einst ehrwürdigen Partei, werter Herr Pistorius, deren Existenz einst durch den Widerstand gegen Diffamierungen, Boykotthetze und Boykott sowie Unterdrückung und Verfolgung geprägt war, sollten Sie ein Mindestmaß an politischem Augenmaß und Anstand gerade in der Auseinandersetzung mit Andersdenkenden wahren und mäßigend auf Fernsehjournalisten einwirken, die lediglich „mit den Wölfen heulen“ – statt sie in ihrem Eifer auch noch zu befeuern.

Unliebsame (Neusprech: „umstrittene“) Publikationen mangels politischer Argumente durch wirtschaftliche Schädigung mundtot zu machen, wird aber glücklicherweise Ihnen allen nicht gelingen. Denken Sie an den vollkommen mißratenen Versuch, die AfD durch eine Änderung des Parteienfinanzierungsgesetzes wirtschaftlich zu zerstören. Diese blamable Aktion dürfte der AfD zu Recht zahlreiche neue Unterstützer und Mitglieder beschert haben. Ihre Aktion wird Ähnliches bewirken. Den Bedrängten wird geholfen. Das ist erfreulich!

Ärgerlich aber ist, dass der zwangsfinanzierte SWR oppositionelle Medien „mehrere Wochen lang beobachtet“ und – vermutlich hinter ihrem Rücken – Werbekunden anschreibt und zum Werbeboykott aufstachelt. Solch Tun gehört wahrlich nicht zu den Aufgaben zwangsfinanzierter Fernsehsender, sondern unterminiert die Pressefreiheit – unser Recht, uns vielseitig aus verschiedensten und gerade auch unabhängigen (!!) Medien zu informieren.

Offenkundig haben Sie alle erhebliche Probleme mit der Idee der Pressefreiheit. Namentlich die unabhängige Wochenzeitung „Junge Freiheit“ und die Redaktion das Internetportals „PI-News“ haben sich in dem links bis linksextrem dominierten Diskurs mit offener und vertuschungsfreier Berichterstattung große Verdienste erworben. Die „Junge Freiheit“, die sich durch eigene ehrliche (!) Arbeit finanziert, erfreut sich zudem einer stetig steigenden Auflage, und das bei einem hohen Abonnenten-Anteil! Die meisten Blätter der „Lügenpresse“ können davon nur träumen – kein Wunder nach all den Vertuschungen und Verdrehungen. Beispiel: Sie sagen auch in der beanstandeten Fernsehsendung „umstritten“ und meinen „mißliebig“, mithin „zu unterdrücken“…

Hoffentlich finden Sie alle baldmöglichst aus den Niederungen diffamierender Boykottaufrufe zu demokratischen Formen politischer Auseinandersetzung zurück. Streiten Sie sich gern, beispielsweise mit Herrn Stein, dem Herausgeber der „Jungen Freiheit“ – aber offen, öffentlich, ehrlich und mit fundierten Argumenten. Das wäre gelebte Demokratie.

Oder haben Sie den Wettstreit mit Argumenten längst verlorengegeben?

Kontakt:

» fritz.frey@swr.de
» claudia.butter@swr.de
» Boris Pistorius: poststelle@mi.niedersachsen.de


Hier noch einmal der schäbige Bericht von Report Mainz (SWR):