„Flüchtlinge“ holen Geld doppelt ab

YellowcardEin Asylbewerber kassiert sein Taschengeld (140 Euro je Monat sind vorgesehen) in der Münchner Bayernkaserne und wenige Tage darauf die gleiche Summe gleich noch einmal in der Erstaufnahme-Einrichtung am Fürstenfeldbrucker Fliegerhorst. Eine in Italien gemeldete Asylbewerberin pendelt regelmäßig nach Bruck, um dank ihres zweiten Asylantrags hierzulande Leistungen abzuholen – sie kassiert ebenfalls doppelt. Ein mutmaßlicher Senegalese, der dieser Tage aufgegriffen wurde, hatte sogar Ausweise über drei verschiedene Identitäten bei sich – er könnte sein Taschengeld also dreimal kassieren. Erst gestern – Mittwoch ist im Fliegerhorst in der Regel der Tag der Geldausgabe – kamen drei weitere Fälle dazu.

Im Zentrum der Betrügereien und Betrugsversuche steht die sogenannte Yellow Card. Das ist ein Ausweispapier mit Angaben zur Person, zur Unterkunft, zum erfolgten Gesundheitscheck und Angaben zum Anhörungstermin beim Bundesamt. Vor allem ist die Yellow Card quasi ein Heimausweis, eine Art Berechtigungskarte für den Zutritt zur jeweiligen Erstaufnahme-Einrichtung – im Brucker Fall also zum Fliegerhorst, wie ein Sprecher des Brucker Landratsamts erklärt. Dort leben aktuell 1200 Flüchtlinge. Die Yellow Card gilt als Notausweis bis zur Weiterleitung eines Flüchtlings in die Zuständigkeit einer Kommune respektive des Landkreises. Wird der Asylbewerber einem Landkreis zugeteilt, wird die gelbe Karte eingezogen und durch die Aufenthaltsgestattung (das ist ein rot-grünes Faltblatt) ersetzt. Einige warten auf diese Weiterleitung allerdings monatelang in der Erstaufnahmeeinrichtung.

Offenbar kursieren – möglicherweise aufgrund von Zweitausstellungen oder privater Weitergaben – wesentlich mehr solcher Yellow Cards, als es korrekt wäre. So kommt es zu den Unregelmäßigkeiten, die manchmal bei der Geldausgabe im Fliegerhorst auffallen, öfter aber bei Routine-Kontrollen, wie ein Sprecher der Fürstenfeldbrucker Polizei erklärt. Auf den Yellow Cards sind zwar Fotos der jeweiligen Flüchtlinge abgedruckt. Für Westeuropäer seien gerade dunkelhäutige Menschen aus Schwarzafrika aber oftmals schwer zu unterscheiden. Dazu kommt die schlechte Qualität der Fotos.

Der komplette Artikel über die Zustände im Beute-Land-BRD kann beim Münchner Merkur gelesen werden.

Es geht auch noch dreister:

Bei der Kontrolle eines Fernbusses konnten die Lindauer Schleierfahnder einen Asylbetrug aufdecken. Hier fiel ihnen eine 39-jährige Nigerianerin auf, die laut Computerauskunft vor einem Jahr Asyl für sich und ihre beiden 6 und 11 Jahre alten Kinder in Deutschland beantragt hat. Die weiteren Ermittlungen ergaben, daß sie seit mehr als zehn Jahre in Italien wohnhaft ist. Von den mitgeführten Barmitteln konnte ein mittlerer dreistelliger Betrag für das zuständige Sozialamt einbehalten werden. (Polizeiinspektion Fahndung Lindau)