Islam-Anschlag

Pressekonferenz des Innensenators und der Polizei zum Attentat in Hamburg

UPDATE: JETZT MIT VIDEO DER PK | Nach der Messerattacke gestern in einem Supermarkt in Hamburg-Barmbek (PI-NEWS berichtete hier und hier) geben die Behörden nun Details zum Täter bekannt. Der 26-jährige Moslem, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren ist, soll in einer Flüchtlingunterkunft in Hamburg Langenhorn gelebt haben. Innensenator Andy Grote (SPD) und Vertreter der Polizei äußern sich derzeit auf einer Pressekonferenz zu dem Fall. Der Täter sei den Sicherheitsbehörden als sogenannter „Islamist“ bekannt gewesen sagte Grote. Es gebe einerseits „islamistische“ Motive und andererseits Hinweise auf eine psychische Labilität – wie könnte es anders sein .. Hier geht’s zur Pressekonferenz.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Pressekonferenz:

Der Täter wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren, ist ein sogenannter „Palästinenser“. Die behördliche Staatsangehörigkeit konnte immer noch nicht geklärt werden. Man fragt sich, wie da das Asylverfahren lief?

Er war 2015 über Norwegen nach Deutschland eingereist meldet sein Asylverfahren in Dortmund an,  von wo er weitergeleitet wurde nach Hamburg. Dort beantragte er im Mai 2015 Asyl, der Antrag wurde im November 2016 abschließend abgelehnt, seither war er ausreisepflichtig.

Die Behörden sprechen von einem „Einzeltäter“, der Alkohol- und wohl auch Drogenprobleme hatte. In der Unterkunft, in Hamburg Langenhorn, wo er gemeldet war, soll er immer wieder auffällig geworden sein. Zur Tat selber äusserte sich der Moslem bisher nicht. Er war allerdings in den vergangen Monaten Mitbewohnern durch eine fortschreitende Veränderung in Richtung Radikalisierung aufgefallen. Und er war der Staatsanwaltschaft Hamburg diesbezüglich bekannt. Man sei aber nicht dazu gelangt, ihn als „gefährlich“ einzuschätzen. Im April 2017 fiel er durch Ladendiebstahl auf, das Verfahren wurde eingestellt. Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge.

Video der Pressekonferenz: