AfD führt auch am Mittwoch Altparteien im Bundestag vor

Von INXI | Über den wahrlich gelungen Einstand der jungen AfD-Fraktion am Dienstag hat PI-NEWS bereits ausführlich berichtet. Nun kam am Mittwoch Teil 2 an die Reihe, hauptsächlich ging es um die Verlängerung der verschiedenen Bundeswehreinsätze um jeweils drei Monate.

Auch bei dieser Thematik gelang es den Rednern der AfD-Fraktion hervorragend, den Finger in die Wunde zu legen und die Kartellparteien vorzuführen. Kein Wunder, schließlich sind ein gutes Dutzend der 92 Fraktionsmitglieder ehemalige Offiziere der Bundeswehr. Aber auch Nichtsoldaten erwiesen sich als Kenner der Region und der Materie.

So sprach etwa Uli Oehme aus Chemnitz zum Thema Irak. Er warf Merkel & Co. vor, einen neuen Bürgerkrieg in dem Land anzuheizen, weil Deutschland die Regierung in Bagdad und die kurdische Peschmerga gleichermaßen unterstützt. Seit dem Unabhängigkeitsreferendum der Kurden bekämpfen sich beide Seiten – jeweils mit deutschen Waffen. Oehme klagte an, dass ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik weggebrochen ist: Keine Waffen in Krisengebiete liefern!

Alle diese ruhig und sachlich vorgetragenen Fakten und Argumente prallten freilich an der Fönwelle, die noch Verteidigungsministerin spielen darf, ab. Nach deren Rede mußte der interessierte Zuhörer den Eindruck gewinnen, Deutschland möchte die vakante Rolle des Weltpolizisten übernehmen. Vakant deswegen, weil Präsident Trump die USA nicht mehr in dieser Rolle sieht. V.d. Leyen fabulierte über angebliche Erfolge in Afghanistan, Mali, Sudan und anderswo. Sie freute sich regelrecht über die vielen Millionen und Millarden Euro deutsches Steuergeld, die in allen Teilen der Welt verschleudert werden. Kein Wort vom teils desolaten Zustand der Bundeswehr. So hat die Marine derzeit kein einziges einsatzfähiges U-Boot. Entsprechend versteinert waren die Mienen der uniformierten Gäste auf der Tribüne.

Feindbild AfD

Alle Störversuche vor der Wahl, alle Verunglimpfungen und Angriffe des Kartells liefen ins Leere; die AfD ist im Deutschen Bundestag angekommen! Noch vor wenigen Wochen tönten die Kartellparteien, man wolle die AfD inhaltlich und sachlich „stellen“. Nun, genau das Gegenteil ist der Fall. Selbst die gleichgeschaltete Journaille ist irritiert; hatte man doch Pöbeleien oder zumindest verbale Ausfälle der AfD-Redner in hämischer Vorfreude erwartet. Welch eine Enttäuschung! Man versuchte, sich wenigstens auf ein Foto zu stürzen, das MdB Pohl (Thüringen) vom Plenum machte und das die vielen leeren Sessel der Kartellparteien zeigte, während die AfD vollzählig angetreten war. Dümmlicher Kommentar der Lückenpresse: Dieses Foto sei eine Augenblicksaufnahme! Nun ja, das soll in der Natur eines Fotos liegen…

Pöbeleien gab es selbstredend auch – von Seiten der Linken allerdings. Eine Rednerin bezeichnete die AfD als „rassistische, nationalistische und militaristische Partei“. Kein Einschreiten von Schäuble. Erst als Dr. Baumann, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, vehement intervenierte, sah sich der Bundestagspräsident zu einem halbherzigen Statement gezwungen, in dem er der linken Krähe auch noch unterschwellig zustimmte.

Ebenfalls sehenswert die Rede von Dr. Gottfried Curio aus Berlin zum Top 13 „Entwurf eines Einwanderungsgesetzes“:

Hier die weiteren Reden der AfD-Bundestagsabgeordneten am Mittwoch:

– Dr. Alexander Gauland: „Nur um eine Debatte über Jamaika-Scheitern zu verhindern“
– Armin Paul Hampel: „Wir fordern eine Außenpolitik im deutschen Interesse“
– Rüdiger Lucassen: „Sie wiederholen in Mali dieselben Fehler“
– Dr. Götz Frömming: „Im Bereich der Bildung brauchen wir Freiheit und Wettbewerb“

Fazit

Einstand gelungen, weiter so, bitte mehr!