"Willkommensrausch" einmal wörtlich genommen

Was der Alkoholspiegel und die Migrationsstatistik gemeinsam haben

Von EUGEN PRINZ | Auf der Geburtstagsfeier wird kräftig gebechert. Zuerst Bier, dann kommen die harten Sachen. Unser Protagonist, nennen wir ihn Michel, will seine Trinkfestigkeit beweisen und schaut besonders tief ins Glas, bis er schließlich vom Stuhl fällt. Die besorgten Zechkumpane verständigen den Rettungsdienst. Der Notarzt hört sich von den anderen Gästen an, was Herr Michel im Laufe des Abends so alles in sich hinein geschüttet hat. Der kommt inzwischen wieder zu sich. „Machen Sie sich keine Sorgen, es zählt nur das, was sie in den letzten 60 Minuten getrunken haben und damit kommen Sie nur auf 0,4 Promille“, beruhigt ihn der Mediziner grinsend und flößt ihm noch einen Schnaps ein.

Absurde Geschichte? Nur auf den ersten Blick, denn das ist genau das, was uns die Bundesregierung und ihre gleichgeschaltete Medienlandschaft mit dem Migrationsbericht 2019 gerade verkaufen wollen. Ihr Tenor: Wir brauchen uns keine Sorgen mehr zu machen, denn  2018 sind ja „nur“ noch 162.000 gekommen…

Die Entlarvung dieser Realitätsverzerrung mit Hilfe eines bildhaften Vergleiches

Nehmen wir den Ausdruck „Willkommensrausch“ einmal wörtlich und setzen 100.000 Zuwanderer mit 0,3 Promille gleich. Dann sehen wir uns an, wie viele Asylerstanträge seit  2015 gestellt wurden:

Unserem bildhaften Vergleich folgend ergibt das von 2015 bis 2018 folgende Werte:

  • 2015: 444 000 Zuwanderer = 1,33 Promille
  • 2016: 722 000 Zuwanderer = 2,16 Promille
  • 2017: 198 000 Zuwanderer = 0,59 Promille
  • 2018: 162.000 Zuwanderer = 0,49 Promille

Über den genannten Zeitraum sind das insgesamt 4,57 Promille. Doch halt, wir wollen im Gegensatz zu den Mainstreammedien alle Fakten auf den Tisch legen und nichts unterschlagen. Der Alkohol baut sich, hauptsächlich über die Leber, mit einer Geschwindigkeit zwischen 0,1 und 0,2 Promille pro Stunde gleichzeitig auch wieder ab.

Gibt es bei unserem Gleichnis ein Äquivalent zu diesem Abbau? Ja, gibt es: Abschiebungen und freiwillige Ausreise.

Quelle

Wieder legen wir 0,3 Promille pro 100.000 Asylbewerber zugrunde. Das sieht dann folgendermaßen aus:

  • 2015: 69.429 Abschiebungen/Rückkehrer = 0,2 Promille
  • 2016: 93.523 Abschiebungen/Rückkehrer = 0,28 Promille
  • 2017: 60.637 Abschiebungen/Rückkehrer = 0,18 Promille
  • 2018: 22.930 Abschiebungen/Rückkehrer = 0,07 Promille (erstes Halbjahr 2018)

Nachdem die Statistik für 2018 nur das erste Halbjahr erfasst, sind wir großzügig und setzen den Abbau auf das ganze Jahr hochgerechnet mit 0,2 Promille an. Damit ergibt sich für den Zeitraum von 2015 bis 2018 einen Rückgang um 0,86 Promille.

Lebensgefährlicher Alkoholspiegel

Im Blutkreislauf des willkommensberauschten Michels zirkulieren also zu Jahresbeginn 2019 immer noch 3,71 Promille in der Blutbahn. Ab 3,5 Promille kann es bereits lebensgefährlich werden.

Hinzu kommt, dass unser Herr Michel ein regelmäßiger Blutspender ist. Bevor er zum Saufen geht, gibt es noch einen ordentlichen Aderlass. In unserem bildhaften Vergleich sind dies jene hochqualifizierten Deutschen, die auf Nimmerwiedersehen unser Land verlassen.

Quelle

Sicher, da kehren wieder welche nach Deutschland zurück und wir bekommen auch den einen oder anderen qualifizierten Einwanderer. Aber unterm Strich sieht es schlecht aus. Brain Drain nennt man das, wenn unter den Zugewanderten mehr Analphabeten sind als unter den ausgewanderten Deutschen, um es mal sehr moderat zu formulieren.

Ja, und jetzt torkelt er, der Michel. Die Wohnungsnot ist groß, die Mieten explodieren, der Sozialhaushalt steigt, ebenso Gewaltkriminaltät und Terrorismus. Am Sinken sind nur der Lebensstandard und das Sicherheitsgefühl. Aber wir brauchen uns keine Sorgen zu machen: Wir haben ja die Politiker und deren Medien, die uns erzählen, dass weniger Zuwanderer kommen. Ist ja nur eine Großstadt jährlich…  Zu all den anderen der letzten Jahre dazu.

Und der Michel? Wenn er so weitersäuft, gibt es ihn bald nicht mehr.