Blau statt schlau in Brandenburg

Templin: „Betreutes Saufen“ als Experiment in der Schule

Nach Pornounterricht im Rahmen der frühkindlichen Sexualisierung von Sechs- bis Zehnjährigen sollen unsere Kinder nun auch noch saufen lernen in der Schule. Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg will mit einem steuergeldfinanzierten Projekt Schülern im Unterricht das „richtige“ Trinken von Alkohol beibringen.

Wie der Nordkurier berichtet meldeten sich Anfang der Woche empörte Eltern bei der Redaktion. Ihre Kinder hätten aus der Schule ein Blatt zur Einwilligung für ein „Schulexperiment“ mit nach Hause gebracht. Darin sollten die Eltern sich per Unterschrift einverstanden erklären, dass ihren minderjährigen Kinder im Rahmen eines „Trinkexperiments“ im Unterricht Alkohol verabreicht werde.

Die Oberschule von Templin in der Uckermark lädt für dieses „Experiment“ rund 90 Schüler der 9. Klassen zum betreuten Blauwerden ein!

Es wurde erklärt, dass für unter 16-Jährige maximal drei Trinkeinheiten (TE) geeignet seien. Das entspricht, gemäß der Beschreibung, rund 0,6 Liter Sekt oder Wein. Der höchste Wert, der verabreicht würde seien vier TE (bis zu 0,8 Liter Wein oder 1,3 Liter Bier), die die Jugendlichen „unter Aufsicht“ trinken sollten.

Obwohl Schulleiterin Barbara Liedtke eingesteht, dass sie selber nach einem Liter Bier „flachliegen“ würde, verteidigt sie den Saufunterricht. Denn es ginge ja nur darum die Folgen zu beobachten.

Die Schüler sollen also fürs Land die Laborratten spielen.

„Erst sollen wir unsere Kinder über Schäden durch Alkohol und Drogen aufklären. Und jetzt wird ihnen schon in der Schule Alkohol von Lehrern angeboten!“, so eine erboste Mutter.

Diese Einverständniserklärung sollten die Eltern unterschreiben (zum Vergrößern anklicken).

Auch die Krankenkasse (DAK) meldet Bedenken an. Rüdiger Scharf, Sprecher der DAK ist empört: „Kinder sind keine Versuchskaninchen“, so etwas ginge auch ohne Alkohol. Bei einem ähnlichen Projekt der DAK bekämen die Probanden eine Rauschbrille aufgesetzt, die einen hohen Promillepegel simuliere, erklärt Scharf.

Laut den Verantwortlichen diene dieses gemeinsame schulische Besaufen auf Kommando dem „verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol“.

In der Regel sind Schüler der 9. Klasse 14 oder 15 Jahre alt, einige davon haben noch nie Alkohol getrunken. Auch sollte man wohl bedenken, dass gerade bei Jugendlichen der Gruppenzwang sehr groß ist und vielleicht einige auch gegen den Willen ihrer Eltern (mit gefakten Unterschriften) am Projekt teilnehmen werden, um nicht als das Weichei der Klasse dazustehen.

Schülern dieses Alters inmitten des Klassenverbandes mehr als eine Flasche Wein oder mehr als einen Liter Bier anzubieten grenzt an Körperverletzung und Missbrauch von Schutzbefohlenen. Als nächstes werden dann vielleicht „zur Prävention“ Haschkekse, Joints oder als weiterführender Unterricht eine kurze Koksline angeboten. Alles für die Ideologie. Na dann: Prost-Mahlzeit! (lsg)

Kontakt:
Oberschule Templin
Schulleiterin: Barbara Liedtke
Dargersdorfer Straße 14, 17268 Templin
Tel.: 03987 40295
Mail: Oberschule-Templin@t-online.de


(Hinweis an unsere Leser: Wir bitten Sie bei Schreiben an die Kontaktadresse, trotz aller Kontroversen in der Sache, um eine höfliche und sachlich faire Ausdrucksweise.)