"Rassismus"-Debatte in der Bundesliga

Mein Abschied vom Fußball

Von WOLFGANG HÜBNER | Sich von einer fast lebenslangen Liebe verabschieden zu müssen, ist nie leicht, sondern stets schmerzlich. Aber nun hat mich ein Alexander Nübel, Torwart und neuer Kapitän der Profimannschaft von Schalke 04, endgültig davon überzeugt, diesen Abschied endlich zu vollziehen. Nübel, gerade 22 und damit ein Kind der Generation Merkel, hat sich zu den umstrittenen Äußerungen seines Vereinspräsidenten Tönnies hinsichtlich hoher afrikanischer Reproduktionsfreudigkeit laut einem hoffentlich seriösen Pressebericht so zu Wort gemeldet: „Dass man das, was Herr Tönnies gesagt hat, nicht sagen, und auch nicht einmal denken darf, ist in meinen Augen unstrittig.“

Ich habe es in den letzten Jahren noch zähneknirschend ertragen, wenn Spieler, Trainer und Funktionäre allerlei dummes Zeug zum Beweis ihrer demütigen Unterwerfung unter die Gebote der „politischen Korrektheit“ im deutschen Gesinnungsstaat abgesondert haben. Vor nicht langer Zeit habe ich bereits mit „meinem“ Verein Eintracht Frankfurt innerlich brechen müssen wegen eines geistig und sittlich limitierten Antidemokraten als Präsidenten. Und nach meinem in Moskau, Sotchi und Kasan selbst miterlebten blamablen Ausscheiden einer arroganten DFB-Truppe, die weder National noch eine Mannschaft war, stand meine einstige Fußballbegeisterung ohnehin auf der Kippe.

Auf meine späten Tage nun auch noch Kickern vom Schlage „nicht einmal denken“-Nübel bei der Arbeit zuzuschauen – nein, das tue ich mir nicht mehr an. Dann lebe ich lieber mit der wunderbaren Erinnerung an jenen 4. Juli 1954, als ich als knapp achtjähriger Bub mit meinem Vater und vielen Landsleuten in einem Frankfurter Lokal vor einem winzigen Bildschirm den sensationellen 3:2 WM-Sieg über die hochfavorisierte ungarische Elf miterlebte. Und unvergessen bleibt die Erinnerung daran, wie still und doch voll von tiefer, echter Dankbarkeit der Menschen es danach in der noch von Kriegstrümmern gezeichneten Stadt war.

Niemand kann mir all die Freuden und Leiden wegnehmen, die mit so vielen Fußballerlebnissen in meinem Leben verbunden sind. 1959 wurde die Eintracht, die „launische Diva“, sogar Deutscher Meister – welch ein Triumphzug danach! Schließlich, es war der Schlussakkord, noch 2014 Götzes Traumtor in der Verlängerung und der vierte Welttitel. Ich sage voraus: Trotz Özil war das 2014 die letzte deutsche Fußballmannschaft bei einer WM, die als solche gewertet werden kann.

Was künftig kommt, ist so divers, tätowiert und angepasst, dass die Habecks und Kippings darüber jubeln mögen, aber nicht – falls noch mit Herz und bei Verstand – die Müllers und Maiers. Ich melde mich jedenfalls jetzt ab. Das wird dem Multimilliardengeschäft mit den selbstverliebten Jungmillionären gewiss nicht schaden. Aber mir halt auch nicht – kurze Rückfälle natürlich nicht ausgeschlossen.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.