Konfrontation mit Russland

Warum lebte Zelimkhan Khangoshvili in Berlin?

Von MANFRED ROUHS | Alle Welt empört sich – zurecht – über die Ermordung eines 40-jährigen Tschetschenen mit georgischem Pass in Berlin im August 2019: Zelimkhan Khangoshvili. Sein Mörder soll im staatlichen russischen Auftrag gehandelt haben. Deutsche Medien machen Putin persönlich für das Verbrechen verantwortlich.

Beweise für die Behauptung, eine russische staatliche Stelle oder gar Putin selbst hätten den Mord beauftragt, bleiben sie schuldig. Der Attentäter, der in einem deutschen Gefängnis einsitzt, hat nichts entsprechendes ausgesagt.

Der Mann heißt Vadim Krasikov. Er war mit einem gefälschten russischen Pass in Berlin unterwegs. Für gefälschte Ausweispapiere – auch deutsche – gibt es einen blühenden Mark. Sie kosten von einigen hundert bis hin zu tausend Euro und werden auf Originalpapieren mit Originalstempeln im Internet angeboten. Der Pass beweist also keine staatliche russische Aktivität.

Die Debatte über den Mörder und seine möglichen Auftraggeber lässt die spannende Frage in den Hintergrund treten, wer eigentlich Zelimkhan Khangoshvili war.
Der 1979 geborene Tschetschene kämpfte im zweiten Tschetschenienkrieg 1999 bis 2009 als Kommandeur einer radikal-islamischen Terrorgruppe gegen russische Soldaten. Er stand im Verdacht, an der Ermordung einer Vielzahl von Menschen beteiligt gewesen zu sein.

Warum lebte Zelimkhan Khangoshvili bis zu seinem Tod im Sommer 2019 völlig unbehelligt in Berlin? – Ganz einfach: Weil Deutschland ein Zufluchtsort für Terroristen aus aller Welt geworden ist. Und weil es naturgemäß schwierig ist, Einzelheiten eines Kriegsgeschehens zu rekonstruieren und daraus eine Anklageschrift zu fertigen.

Die Ermordung Khangoshvili war eine Unrechtshandlung und ein Skandal. Diesem Skandal ging aber ein anderer voraus: derjenige des Aufenthalts des islamischen Mörders Khangoshvili in Deutschland, der offenbar keine Behelligung durch deutsche Strafverfolgungsbehörden zu befürchten hatte.

Dieser Teil des Skandalfalls Zelimkhan Khangoshvili ist vor allem deshalb politisch bedeutend, weil er die Frage aufwirft: Wie vielen anderen Mördern und Terroristen gewährt Deutschland derzeit Schutz?

Die einzig mögliche Antwort lautet: Wir wissen es nicht. Wir wissen ja noch nicht einmal, wie viele Menschen sich derzeit überhaupt in Deutschland aufhalten. Der Staat hat jeglichen Überblick verloren. Und die Politik unternimmt nichts, um diese unerträgliche Situation zu beenden. Denn ansonsten müsste sie eine drastische Kehrtwende vollziehen und uns Deutschen etwas zurückgeben, was diesen Mordfall und viele andere zuverlässig verhindert hätte: sichere Grenzen.




Heißt die Zukunft der Nato Russland?

Von KONSTANTIN | Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Der französische Präsident Emmanuel Macron öffnet den Mund und es kommt etwas Sinnvolles heraus. Er erklärt die Nato für hirntot und trifft damit voll ins Schwarze. Seine Kritik entzündet sich unter anderem daran, dass mit der Türkei ein Natomitglied einen Angriffskrieg gegen Kurden und Christen in Nordsyrien führt. Zudem stellt Macron den Umgang des Bündnisses mit Russland in Frage.

Es ist auf die richtige Diskussion zur richtigen Zeit. Damit sei es aber genug des Lobes für Macron. Denn die Intentionen des ehemaligen Investmentbankers gehen hauptsächlich in eine Richtung. Macron möchte einen Keil in das Bündnis mit den USA treiben und eine eigenständige EU-Sicherheitsarchitektur schaffen. Wer diese nach dem Austritt der Briten aus der EU dominieren wird, dürfte klar sein. Die Atommacht Frankreich und damit Macron.

Die richtige Antwort für die Nato ist jedoch nicht, die USA zu vergraulen, um so näher an Russland rücken zu können. Wie man hier sieht, verharren immer noch viel zu viele Menschen in ihrer Analyse in der Logik des kalten Krieges. Damals bestand ein sogenanntes Nullsummenspiel zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion. Eine Annäherung an die Sowjetunion wäre damals nur auf Kosten von abgekühlten Beziehungen mit den USA gegangen. Kurz gesagt: man könnte nicht mit beiden Supermächten gleichzeitig befreundet sein. Es hieß: entweder Sowjets oder Amis.

Der Kalte Krieg ist vorbei

30 Jahre nach Ende des kalten Krieges wird es aber Zeit, sich von diesem Ost/West-Denken zu verabschieden. Sowohl die Macht der USA als auch Russlands sind im Weltmaßstab gesunken, um nicht zu sagen geradezu eingebrochen. China schickt sich an, die USA in allen relevanten Bereichen von Wirtschaft, über Militär, im Hochtechnologiebereich von künstlicher Intelligenz bis hin zur Raumfahrt zu überbieten.

Zudem gilt: Historisch gesehen wurde Europa immer aus dem Süden bedroht. So hielten die Mauren Spanien Jahrhunderte besetzt, die Türken verwüsteten Südosteuropa und Russland litt unter der Fremdherrschaft durch die muslimischen Tataren. Es scheint wieder eine Normalität in die Europäischen Verhältnisse zu kommen. Denn mit dem selbsternannten Sultan Erdogan vom Bosporus stehen die Zeichen auf Konfrontation. Erdogan erklärt die Grenzen seines Reiches für ungültig, womit er offen mit der Annektion neuer Gebiete droht. Klar benannt hat er bereits einige griechische Inseln. Nordsyrien ist bereits besetzt. Einmärsche und Angriffe im Irak werden in westlichen Medien bereits gar nicht mehr erwähnt. Aber auch in Bulgarien und auf dem Balkan gibt es aus der türkischen Kolonialzeit noch türkisch-sprachige und oder muslimische Minderheiten, für die sich Erdogan zuständig fühlt. Für die Sicherheit des Kontinentes Europa verheißt dies nichts Gutes.

Die Mitgliedschaft der Türkei in der Nato ist dabei genauso ein Relikt aus dem Kalten Krieg wie das oben beschriebene Ost/West-Denken. Die Aufnahme der von Atatürk geprägten pro-westlichen und säkularisierten Türkei in die Nato war im Kalten Krieg richtig. In Zeiten, in denen die Türkei an der Seite islamischer Milizen kämpft, ist der Rauswurf auf der Tagesordnung.

Von der Nato zur Napto

Die USA, Westeuropa und Russland sind in der heutigen Gemengelage natürliche Verbündete. Konsequent wäre es daher, dass sich Westeuropa sowohl mit den USA als auch mit Russland verbündet. Dies geht natürlich nicht von heute auf Morgen. Die Konflikte in Georgien, Serbien/Kosovo und der Ost-Ukraine müssten politisch und gesichtswahrend für alle Beteiligten gelöst werden. Zudem wäre es eine Erniedrigung für Putin, wenn Russland dem ehemaligen Feindesblock Nato beitreten müsste. Sprachlich und organisatorisch müsste sich der Nordatlantikpakt, also die North Atlantic Treaty Organisation (NATO), wandeln. Ziel müsste eine die Nordhemisphäre umspannende Militär-Organisation sein. Also eine Art North Atlantic and Pacific Treaty Organisation (NAPTO) also auf Deutsch einem Nordatlantik und Pazifik-Pakt (NAPTO).

Diese NAPTO wäre gegenüber China in einer deutlich stärkeren Ausgangsituation. Zudem könnte durch vertrauensbildente Maßnahmen in einem gemeinsamen Bündnis die berechtigte Sorge Russland vor einer Einkreisung durch die Nato begegnet werden. Anstatt Milliarden Euro, US-Dollar und Rubel in einen sinnlosen Rüstungswettlauf in Osteuropa zu investieren könnte die Expansionsbestrebungen der Türkei wirksam eingedämmt werden. Russland ist bereits als Schutzmacht der Christen in Syrien aktiv. Darauf ließe sich doch aufbauen.




Was man über Ossis und Putin schreiben darf – und was nicht

Von PETER BARTELS | BILD stirbt? Alter Hut! Wer die Auflage von mehr als fünf auf weniger als eine Millionen versaubeutelt, stirbt eben. Warum aber Selbstmord noch schöner als die Angst vor dem Tod ist, begreift nicht mal mehr Gevatter selbst…

Da soll ein ehemaliger DDR-Bürger und Redakteur schreiben, warum ausgerechnet die Ossis Putin mehr lieben als die Wessis. Er schreibt es. Einleuchtend. Plausibel. Deutsch. Alle können es auf BILD ONLINE lesen. Und dann stolpert man über BILD Papier… Und da fehlen plötzlich vier lange Absätze. Erhellende, erklärende, wichtige Absätze. Irgendeiner hat sie einfach gestrichen. Sie passten nicht in die schöne, neue linke Welt von BILD…

Pfingstmontag, 16.44 Uhr schrieb Ralf Schuler auf BILD ONLINE, Schlagzeile: „Warum stehen die Ostdeutschen so auf Putin“. Die BILD-Papier-Version heute, Dienstag: „In der DDR gab es keine Russen“. Ebenfalls schon Pfingstmontag, aber 22.36 Uhr, gerade noch vor „Andruck“, hatte  ein Julian Röpcke  Schuler noch schnell im Kommentar hinterher gehechelt: „Falsches Verständnis“. „Wer die falsche Rücksicht mit Putin rechtfertigt oder hinnimmt, macht sich mitschuldig.“ … Von seinem gehorsamen Kommentar wurde natürlich nix gestrichen. Von Schulers 65 Zeilen-Report wurden fast 30 Zeilen wegzensiert. Hier Ralf Schuler ONLINE komplett Schlagzeile:

Warum sind Russland und sein Präsident Wladimir Putin im Osten so beliebt, während in den alten Bundesländern viele das Putin-Reich als bedrohlich und böse empfinden?

Schuler zensiert / gestrichen:

Warum treten gerade Politiker aus dem Osten wie etwa Matthias Platzeck (SPD) oder jüngst Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) trotz Krim-Annexion und besetzter Ost-Ukraine immer wieder für das Ende der Russland-Sanktionen ein?

Am jahrzehntelang eingeübten, „freundschaftlichen“ Umgang mit Russen in der DDR kann es nicht liegen. In der DDR gab es faktisch keine „Russen“. Es gab nur „Sowjetbürger“. „Russland“ stufte im Verständnis der SED die ‚ruhmreiche Sowjetunion“ auf die vorrevolutionäre, zaristische Nation zurück. Das Wort „Russe“ war verpönt, galt als ehedem von den Nazis benutztes Schimpfwort, wenn (hoffentlich) keiner zuhörte für paradierende, einmarschierende (Berlin 1953, Budapest 1956, Prag 1968 …) Truppen mit dem roten Stern oder wenn ältere Frauen in Andeutungen über die Massenvergewaltigungen im Nachkriegsberlin redeten.

Physisch, menschlich, nachbarschaftlich begegnete man Russen/Sowjets im DDR-Alltag viel weniger, als die Allgegenwart von Reste-Soljanka und die massenhafte Mitgliedschaft in der „Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“ (DSF/6,4 Mio. Mitglieder 1988) vermuten lassen.

Im DDR-Alltag sah man „die Freunde“ (zwinker!), wie die Vertreter des „großen Bruders“ gern hintersinnig genannt wurden, selten. Die einfachen Soldaten (1991: 338 000 Mann) kamen aus den Kasernen nicht raus und wurden bewusst abgeschottet. Kontakte ergaben sich allenfalls bei Verkehrsunfällen, Erntehilfe durch Rotarmisten oder gelegentlich verordnete „Freundschaftstreffen“ der DSF.

Schuler zensiert / gestrichen:

Das „Haus der sowjetischen Wissenschaft und Kultur“ in der Berliner Friedrichstraße war immer leer, weil es kaum etwas zu sehen gab, außer den bekannten bemalten Holzlöffeln, Matrjoschkas, Kosmonauten und einem Dnepr-Motorrad, das eine nachgemachte Boxer-BMW war. Im Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft (heute Palais am Festungsgraben) absolvierten Schulklassen ihre Pflichtausflüge in die Kasachische Teestube, bekamen klebriges Konfekt und bei Gelegenheit auch Kosaken-Ensembles und einen tiefen Blick in die russische Seele auf der Balalaika gezupft.


Die in der Schule oft gezielt angebahnten Brieffreundschaften mit sowjetischen Schülern schliefen in der Regel irgendwann wieder ein, die Pflichtnachmittage bei der DSF versuchte man so gut es ging zu schwänzen. Ansonsten hatten Russen Tellermützen, hießen Breschnew oder Gagarin und waren weit weg.

Schuler zensiert/ gestrichen:

Auch bei gemeinsamen Manövern der NVA mit der „Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ übte man meist ohne direkten Kontakt. „Die Freunde“ galten als gnadenlos hart gedrillt, fuhren schon mal ohne Sicherungsseile mit ihren Panzern durch die Elbe. Bei der NVA zählten wir jede Patrone, mussten die leeren Hülsen wieder abgeben, „die Koljas“ bekamen Munition als Schüttgut ins Käppi und schossen dementsprechend hemmungslos. Wer sich bei denen unerlaubt von der Truppe entfernte, hatte keine guten Aussichten. Einen, den sie erwischt hatten, schleiften sie als blutiges Bündel davon. Sowas vergisst man nicht.

Wer vom „Reisebüro der DDR“ eine organisierte Reise in die UdSSR bekam, konnte dem straffen Besichtigungsprogramm von Mahnmalen und Sehenswürdigkeiten mit etwas Glück auch hinreißend gastfreundliche „normale Russen“ kennenlernen, auch wenn diese in Wahrheit Kasachen, Ukrainer oder Georgier waren und auch so genannt werden wollten.

Schuler zensiert / gestrichen:

Es ist schwer zu sagen, ob der obligatorische Russischunterricht (regulär ab der 5. Klasse, Russischklassen ab der 3.) mehr zur Verständigung zwischen den Völkern beigetragen oder mehr Aversionen geweckt hat. Ich selbst habe das Bimsen der sechs Fälle (die auch auf Zahlen, Namen etc. angewendet werden), in keiner guten Erinnerung. Der Zwang führte zur Ablehnung, auch wenn ich heute erstaunlicherweise im entspannten Umgang mit der Sprache mehr Russisch verstehe, als ich dachte.

Vieles spricht dafür, dass nicht die verordnete deutsch-sowjetische Freundschaft aus DDR-Zeiten die Russland-Liebe der Menschen im Osten prägt, sondern ein eher aktueller Trotz gegen die gegenwärtige Politik: Ist man gegen Merkel und die etablierten Parteien, dann ist man automatisch für Putin, für Orban, gegen Klimahysterie und Migration… Das Russland-Thema hat seinen Platz zwischen den Frontlinien der polarisierten Debatten gefunden. Ganz ohne Kasatschok und Kalinka.

Kurz vor Andruck, schnell …

… der Kommentar von Julian Röpcke, hier leicht gerafft. Natürlich hat BILD-Chef Julian Reichelt, der Tee-Held von Damaskus, ihn aus der Pfingst-Ferne diktiert, redigiert:

Die Menschen im Osten hätten „eine eigene Meinung zum Thema Russland“, erklären Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer und andere …

30 Jahre nach dem Mauerfall muss ich mir als Ostdeutscher also sagen lassen, wie „wir“ Ossis allesamt denken und fühlen in Bezug auf Russland?

Fakt ist: Wladimir Putins Russland bricht konstant das Völkerrecht, es marschiert in fremde Länder ein, manipuliert Wahlen und bombardiert gerade wieder Schulen und Krankenhäuser in Syrien.

Darüber sollten Kretschmer und Co. anprangern. Stattdessen verschanzen sie sich quasi zur Entschuldigung hinter irgendwelchen Befindlichkeiten bestimmter Bevölkerungsgruppen in Ostdeutschland.

Wer die falsche Rücksicht mit Putin im Osten rechtfertigt oder hinnimmt, der holt keine Wähler zurück. Der macht sich mitschuldig.

Im Westen geht die Sonne unter …

Natürlich wissen der Herr und’s Gescherr, dass fast 40 Prozent der Ostdeutschen längst AfD wählen, seit Chemnitz sogar noch mehr. Und die meisten mögen eben Putin mehr als Moslem-Merkel … Und natürlich wissen sie auch, dass im Osten schon immer die Sonne aufging, nicht erst seit 1989 in Leipzig. Und schon immer im Westen unterging. Besonders seit Merkels und Meute …

BILD über Ossi Schuler: „Der Autor, Jahrgang 1965, hat bis zum Mauerfall in der DDR gelebt“. Jau: Abi ging noch, dann aber Metallverarbeitung … soweit die Füße im Arbeiter und Bauernstaat halt trugen. Erst in Deutschland Journalist von der Pike … BILD über Ossi Röpcke: Nichts. Aber PI-NEWS:  36, Berlin, Humangeographie, Soziologie, Eltern Geographielehrer … Ein Netz-Bösewicht über ihn: „Seine kühne Behauptung, er sei Journalist, scheint er einzig und allein aus seiner hobbymäßigen Tätigkeit als Blogger und seinem eifrigen Twittern zu generieren“.

Noch Fragen? Keine, Euer Ehren Deutschland.


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor; inzwischen mehr als 4 Mio. Bartels ist zu erreichen über FB und seinen Blog bartels-news.de.




Kampagne gegen Manuel Ochsenreiter

Von MANFRED KLEINE-HARTLAGE | Wir leben bekanntlich in einem Land, in dem eine ganze Industrie von Meinungsmachern daran arbeitet, jeden als „rechtsextrem“ zu verschwefeln, der sich der Agenda etablierter, global agierender Eliten und ihrer politischen Satrapen widersetzt: jeden also, der gegen ungehemmte globale Migrationsfreiheit, gegen die Kastration demokratisch legitimierter Politik zugunsten supranationaler Monstren, gegen die Anmaßungen einer imperialistischen Supermacht und gegen den Tsunami an Propaganda, Zensur und Denunziation ankämpft, mit dem all dies abgesichert werden soll.

Wer also vom ideologischen Arm des herrschenden Kartells nicht als „rechtsextrem“ verteufelt wird, lebt verkehrt.

Das Nachrichtenmagazin „Zuerst!“ mit seinem Chefredakteur Manuel Ochsenreiter ist eine der wichtigsten Stimmen der anti-globalistischen Opposition in Deutschland, wird folgerichtig von der Meute als „rechtsextrem“ verbellt und gehört damit eindeutig zu denen, die richtig leben. Zudem ist die „Zuerst!“ eines der wenigen Nachrichtenmagazine in Deutschland, in deren Spalten man keine Lügen findet.

Was man findet, sind jede Menge zutreffende Informationen, die, wenn sie in einem Blatt von der Reichweite des „Spiegel“ stünden, dazu führen würden, dass wir in drei Monaten eine andere Republik hätten.

Genau deshalb stehen sie ja nicht im „Spiegel“.

Genau deshalb schreibe ich selbst Kolumnen für die „Zuerst!“.

Manuel Ochsenreiter ist ein Vollblutjournalist: einer, der nicht Agenturmeldungen umformuliert, sondern an die Krisenherde dieser Welt reist, dorthin, wo es wehtut und wo schon deshalb keine Belobigungen von offiziöser Seite zu ernten sind, weil sein riesiges, in jahrelanger Arbeit aufgebautes Kontaktnetz ihm Informationen zuträgt, die das Desinformationskartell der Herrschenden gerne unter der Decke halten möchte. Einer, der sich (und uns!) aus erster Hand informiert und nicht aus fünfter.

Zu seinen besonderen Verdiensten gehört, dass er kompetent und faktengesättigt gegen die unablässige antirussische Hetze der Kartellmedien anschreibt und damit die Kreise amerikanischer beziehungsweise US-affiner Elitenseilschaften stört, die Russland gerne dem Machtbereich des globalistischen Systems einverleiben würden.

Da sie aber wissen, dass sie Ochsenreiter mit Wahrheiten nichts anhaben können (er ihnen aber schon), verlegen sie sich auf ihr ureigenstes Feld: auf die Lüge.

In Polen stehen zur Zeit drei mutmaßliche Terroristen aus dem dortigen rechtsextremen Milieu vor Gericht, die von den Massenmedien mal als Faschisten, mal als Neonazis bezeichnet werden. In jedem Fall stammen sie aus einem Milieu, dessen hiesiges Äquivalent Parteien hervorgebracht hat, die man nicht verbieten kann, weil ihre Funktionärskader zu einem erheblichen Teil aus Agenten des Inlandsgeheimdienstes bestehen. Ich gehe davon aus, dass sich dies in Polen auch nicht viel anders verhält. Sie stehen unter der Anklage, im Februar 2018 einen Brandanschlag in der Ukraine verübt zu haben, der das Ziel gehabt haben soll, dort ethnische Spannungen zu entfesseln.

Diese Leute also behaupten, Manuel Ochsenreiter habe sie zu dem Anschlag angestiftet und ihnen sogar 1500 Euro dafür bezahlt. Und natürlich lassen sich die etablierten Medien dieses gefundene Fressen nicht entgehen, serviert von Leuten, denen sie normalerweise kein Wort glauben, die sie nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden. Von Leuten, die sich selbst der Bereitschaft bezichtigen, für 1500 Euro Brände zu legen und Menschenleben zu riskieren. Von Leuten, die zweifellos Anlass haben, sich auf jeden Deal einzulassen, den staatliche und staatsnahe Instanzen ihnen anbieten.

Das sind so die Quellen, deren die Textbausteinmonteure und Agenturmeldungsjunkies des etablierten Propagandaapparats nötig haben, sich zu bedienen. Eines Propagandaapparats, der sich regelmäßig nicht entblödet, die tausendmal besser fundierten Zweifel an offiziellen Verlautbarungen über NSU oder MH-17 als „Verschwörungstheorien“ lächerlich zu machen, über die eine Diskussion sich gar nicht lohne.

Nun verbreiten sie selber etwas, was in der Tat eine Verschwörungstheorie im pejorativen Sinne des Wortes ist, und zwar eine von besonderer, ja geradezu erlesener Dummheit, Plumpheit und Unglaubwürdigkeit.

Da muss die Not ja wirklich groß sein.




Dämon Putin und der junge Herr Frohnmaier

Von WOLFGANG HÜBNER | Niemals werden die deutschen Relotius-Medien ihrer beliebtesten Hassfigur Donald Trump verzeihen, nicht durch dunkle Machenschaften der Russen amerikanischer Präsident geworden zu sein. Allerdings wird das Trump auch herzlich wenig interessieren. Das erzeugt natürlich noch mehr Frust bei den Edel- und Abschreibefedern im Merkel-Land. So müssen sie sich nach der bitteren US-Pleite wieder ihrer zweitliebsten Hassfigur zuwenden, also dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Doch da Putin trotz aller heldenhaften Bemühungen der Atlantikbrücken-Seilschafften und von „Pussy Riots“ noch immer im Amt ist und einfach nicht weichen will, versucht man nun, sich am jungen AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier gütlich zu halten.

An allen deutschen Zeitungskiosken ist seit Samstag das Titelbild der aktuellen Ausgabe des Fake News-Magazins „Der Spiegel“ zu sehen. Wir sehen eine schwarze Hand mit schwarzen Fingern, von denen dünne schwarze Fäden herunter gehen, an denen die drei Buchstaben „AfD“ sowie ein geschwungener roter Pfeil hängen. Darunter in großer Schrift „Putins Puppen“, in kleinerer Schrift „Wie der Kreml die Rechtspartei für seine Zwecke benutzt“. Vier Seiten weiter in Inhaltsverzeichnis lesen wir allerdings eine weit vorsichtigere Formulierung: „E-Mails aus dem Staatsapparat zeigen, wie Russland versucht, sich die AfD für seine Zwecke zunutze zu machen“.

Doch die folgende neunseitige Titelgeschichte, verfasst von nicht weniger als zehn hochbezahlten Redakteuren, verkündet dann wieder eine Gewissheit: „Moskaus Marionetten“. Liest man allerdings den Text, dann dreht sich alles nur um eine einzige „Marionette“, eben den 28-jährigen Markus Frohnmaier. Über ihn soll es Beweise seiner engen Zusammenarbeit mit russischen Stellen geben. Vom „Spiegel“ wird das im modernen „Stürmer“-Stil auf Seite 11 in einer demagogischen Fotomontage mit einem finster sinnenden Putin, Frohnmaier mit düster schwarzumrandeten Augen sowie einer rotglühenden Reichstagskuppel illustriert.

Wer so plump Stimmung machen muss, hat in aller Regel an Fakten und Argumenten nicht viel anzubieten. Und das ist auch diesmal der Fall. Denn was der „Spiegel“ an Beweisen dafür präsentiert, dass Frohnmaier angeblich ein „unter absoluter Kontrolle“ Russlands „stehender Abgeordneter im Bundestag“ sein soll, stammt aus einer besonders trüben Quelle. Bei dieser handelt es sich nämlich um ein sogenanntes „Dossier Center“ in London, das – welch ein Zufall – von dem Exilrusssen Michail Chodorowski finanziert wird. Chodorowski ist bekanntlich der Oligarch und ehemals reichste Russe, der seit seiner Haftstrafe in der alten Heimat der erbittertste all der zahllosen Putin-Feinde ist. Doch was lesen wir auf Seite 10: „Der SPIEGEL hat das Material gemeinsam mit seinen Medienpartnern inhaltlich und technisch geprüft und hält es für authentisch.“

Abgesehen davon, dass diese Aussage seit dem Relotius-Fall von ganz speziellem Reiz ist, gibt die Formulierung „hält es für authentisch“ doch sehr zu denken. Denn wer die Informationen des von Chodorowski finanzierten Dossier Centers nur für authentisch „hält“, aber nicht für authentisch erklärt, „hält“ sich ganz bewusst ein Hintertürchen offen, um nicht demnächst in die nächste große Blamage des Qualitätsjournalismus zu geraten. Allerdings muss niemand Putin-Fan, AfD-Sympathisant oder Frohnmaier-Freund sein, um in den Spiegel-„Enthüllungen“ eine ebenso schäbige wie durchsichtige Kampagne gegen die meistgehasste Partei des politisch-medialen Komplexes zu erkennen.

Was jedoch weit schlimmer und auch gefährlicher ist: Mit solchen Kampagnen wird in unverantwortlicher, aber absichtlicher Weise die Feindschaft zu dem Staat befeuert, der als größter ideologischer, politischer und militärischer Störfaktor für den „Vielfalt“-Imperialismus der deutsch-französisch dominierten EU betrachtet wird. Wer in besagter Illustration den Verdacht nahelegt, der Berliner Reichstag stehe in Flammen, weil der junge Frohnmaier mit dem allmächtigen Dämon Putin verbandelt ist, der scheut vor keiner Infamie und Unwahrheit zurück.

Es bedarf wirklich keiner übersteigerten Fantasie, um so kurz vor der von den etablierten Mächten gefürchteten EU-Parlamentswahl einen Versuch zu vermuten, mit antirussischer Hysterie ein Feindbild zu verbreiten, das Angst und Unsicherheit verbreiten soll. Allerdings ist es lächerlich, ja von absurder, Verzweiflung verratender Komik, die Russland-Kontakte des jungen Frohnmaier zu einem Risiko für Deutschland und Europa aufzublasen. Denn selbst wenn alle erhobenen Vorwürfe stimmen würden: Wie erbärmlich schwach wären unsere Wertedemokraten auf der Brust, sich davon ernsthaft gefährdet zu empfinden?

Ein guter Tipp noch für die Relotius-Medien: Frohnmaier ist bekennender Israel-Freund. Vielleicht ist er sogar auch noch Mossad-Agent? Und sowas auch noch im Bundestag?! Schnell an die Arbeit, Lohnschreiber und Lobredner Helldeutschlands!


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




„Gaskompromiss“ Nord Stream 2 zu Lasten der Verbraucher

Von WOLFGANG HÜBNER | Einmal mehr kommt die EU den von ihrer Regierung verratenen und verkauften Normal- und Geringverdienern in Deutschland teurer zu stehen. Denn die vom EU-Europaparlament und EU-Ministerrat nun durchgesetzten Auflagen für die Ostseepipeline Nord Stream 2 werden die künftig über diese Transportlinie erfolgenden Gaslieferungen aus Russland erheblich teurer machen. Es kann sogar sein, dass mit den Brüsseler Entscheidungen, die von der Merkel-Regierung gegen jede ökonomische und soziale Vernunft hingenommen wird, das Nord Stream 2-Projekt sogar noch platzt.

Damit ist klar, dass Macrons Erpressung, über die von PI-NEWS vor einigen Tagen berichtet wurde, Erfolg beschieden ist. Der französische Präsident hatte sich „überraschend“ auf die Seite jener Kräfte in der EU und den USA geschlagen, die daran Interesse haben, aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Kosten für das deutsch-russische Gasgeschäft so hoch wie möglich zu treiben. In Deutschland wurde Macrons schmutzige Attacke von allen russenfeindlichen Kreisen, besonders aber den Grünen bejubelt.

Die Partei der Besserverdiener und Staatskneteabhängigen hat damit erneut demonstriert, dass es für sie nicht nur kein Volk gibt, sondern die Grünen das deutsche Nicht-Volk zutiefst verachten und nach Strich und Faden lustvoll ausbeuten, gerne auch im Bündnis mit dem französischen Volksfeind Macron. Wer grün wählt, schadet in jedem Fall und zu jeder Zeit tatsächlichen deutschen Interessen.

Die Merkel-Regierung, die im Gegensatz zu Frankreich auf Atomstrom schon verzichtet hat und nun einen irrsinnig teuren Verzicht auf die einzige reichlich vorhandene deutsche Energiequelle, also Kohle, in Angriff genommen hat, wird mit ihrer faktischen Kapitulation im Nord Stream 2-Konflikt künftig Energie für deutsche Verbraucher noch mehr zur Luxusware machen. Keine andere Regierung auf der Welt schadet ihrem Volk (bzw. Nicht-Volk) so sehr wie die derzeitigen Berliner Machthaber. Aber zu viele Michels sind noch willig zahlende Masochisten, um das ändern zu wollen.

» Rede von Leif-Erik Holm zu Nord Stream 2: Deutschland muss endlich souverän handeln!


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Nur Irrsinnige sind gegen Nord Stream 2

Von KEWIL | Nur Hirntote sind gegen die Nord Stream 2 Gas Pipeline direkt von Russland nach Deutschland. Alle Gründe sprechen dafür, keiner dagegen.

Im Jahr 2022 soll das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet werden und bis 2038 die Kohle. Womit will Deutschland dann noch heizen oder Strom erzeugen?

In der Zwischenzeit könnte eigentlich der letzte grüne Depp wissen, dass bei Nacht keine Sonne scheint und bei Windstille sich keine Windmühlen drehen. Große Speichertechnologien haben wir auch keine. Gas ist also ein wichtiger Energieträger und wird es bleiben. Warum sollten wir darauf freiwillig verzichten?

Für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sind außerdem verschiedene Energiequellen sinnvoll und notwendig, die nicht alle zur gleichen Zeit ausfallen. Warum soll ohne Not Gas gestrichen werden.

Gerade Gaskraftwerke können auch schnell aus- und angeschaltet werden und eignen sich bestens als Ausgleich für den grünen Zappelstrom von Sonne und Wind.

Warum sollen wir kein Gas mehr per Pipeline aus Russland beziehen? Wir haben damit eigentlich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Selbst wenn uns Russland eines Tages die Pipeline – vorübergehend – abstellen sollte, hätten wir von Staat zu Staat jahrzehntelang die Möglichkeit, uns juristisch dagegen zu wehren.

Schlechte Erfahrungen gab es in kalten Wintern nur deshalb, weil bisher das russische Gas zu uns auch durch andere Länder wie die Ukraine lief. Und die Ukraine zahlte den Russen ihre Rechnungen nicht, wollte die Pipeline anzapfen und erpresste im Endeffekt uns und Russland gleichzeitig. Denn Russland konnte der Ukraine das Gas nicht abstellen, ohne es auch uns abzustellen.

Warum wollen also die Gegner von Nord Stream 2, dass die Leitung durch die Ostsee nicht direkt zu uns kommt und möchten sie wieder durch die Ukraine leiten? Natürlich, diese Leute wollen uns weiter erpressbar haben und erpressen. Und das soll gut für uns sein?

Immer wieder wird penetrant auch vor Putin gewarnt. Warum? Hat uns der jemals boykottiert – oder boykottieren wir nicht blöderweise ihn seit Jahren?

Ist Russland gleich Putin? Kann noch (Gottseidank) ein paar Jahre sein, aber doch nicht ewig. Wir schließen mit dem russischen Staat und Staatsunternehmen die Verträge ab. Wir haben nur die besten Erfahrungen, was deren Vertragstreue angeht.

Was wären die Alternativen? Teures Flüssiggas per Schiff aus den USA. Warum nur? Oder Flüssiggas aus den brennenden Ölfeldern in Nahost? Oder Gas aus dem Iran, dass uns die USA das gleich wieder verbieten können, und wehe, wir folgen dem Boykott nicht? Oder gar eine Pipeline aus Afrika? Wir wären meschugge. Auch Großbritannien und Norwegen fallen als Lieferanten aus.

Und dann noch eine wichtige Frage: Was geht eine direkte Pipeline von Russland nach Deutschland eigentlich Frankreich, Malta oder die EU an? Was haben sich da EU-Kommissare oder EU-Gerichte oder Merkels Busenfreund Macron einzumischen? Dürfen wir gar nichts mehr allein entscheiden? Sind wir nicht souverän?

Anscheinend hat Macron heute nachgegeben, aber es gibt noch mehr Geistesgestörte und dubiose Typen in Presse und Politik, die gegen die Pipeline sind, sei es wegen der Atlantik-Brücke oder aus anderen feindlichen Interessen. Es ist geradezu ein Wunder, dass Merkel noch für Nord Stream 2 ist. Wie lange noch, bis sie wieder dem Irrsinn folgt?




Nord Stream 2: Muss Deutschland wegen Iran bald frieren?

Von DR. VIKTOR HEESE | Zwei Nachrichten von der Kältefront beunruhigen. Einerseits soll es bald wieder den Jahrhundertwinter geben, andererseits wird just in time die alte „Pipeline-Karte“ gezogen und Nord Stream 2 von verschiedenen Seiten massiv attackiert. Die Störer wettern mit Pseudoargumenten (juristisch bedenklich, unwirtschaftlich, unsolidarisch, umwelt- und wettbewerbsschädlich) und hoffen auf Trump. US-Botschafter Richard Grenell drohte diesbezüglich bereits deutschen Projektfirmen mit Sanktionen im US-Geschäft. Werden wir bald frieren, wenn das bedrängte Russland irgendwann den Gashahn zudreht oder wir kapitulieren?

Der Krimi in fünf Akten: Nicht Russland, sondern Deutschland soll wegen Iran getroffen werden

Zu Nord Stream 2 wurden schon massenweise Storys geschrieben, die von Erbsenzählerei bis zum globalen Rundumschlag reichen. Wie wäre es mit folgendem Szenario, das viele für eine Verschwörungstheorie halten mögen. Na und, es ist genauso wahrscheinlich oder utopisch wie die anderen Storys. Halt Glaubensfrage.

Hier die einzelnen Akte eines möglichen Coups aus dem Weißen Haus:

Akt 1:    Trump merkt, dass er allein gegen das Trio China-EU-Russland in der Iran-Frage – auch die NATO-Frage und die Seidenstraße ärgern ihn – nicht ankommt und attackiert das schwächste Mitglied, die EU. Es geht ihm nicht um die Bestrafung des „aggressiven Russlands“ wegen der Ukraine usw. Er weiß, Putin kann er nicht schaden, weil die Russen ihr Gas überall loswerden. Auch die Exporte des überteuerten US-Flüssiggas nach Europa spielen hier keine Rolle.

Akt 2:    Er greift das politisch schwächste Glied im Trio, namentlich das EU-Deutschland und seine Großkonzerne an. Außer ein paar Protesten des BDI-Präsidenten wird da schon nicht viel passieren – das weiß er. Das Pikante dabei, die Russen wissen von seinem Plan und „dulden“ ihn im Stillen. Ihnen wäre eine Mullah-Atommacht Iran auch nicht geheuer.

Akt 3:    Der kluge Donald hofft, dass der deutsche Michel irgendwann wegen Iran gegen die eigenen Konzerne und Mittelständler protestieren wird. Sehr gefällt ihm ist das pseudo-ökonomische Argument vom „antieuropäischen Charakter“ der Nord Stream 2-Pipeline.  Auch die deutsche Politik könnte auf das Argument aufspringen und gegen die Wirtschaft handeln. Das hatten wir schon.

Akt 4:     Wird Nord Stream 2 trotzdem gebaut, gibt es US-Sanktionen und den Verlust von Arbeitsplätzen, bei BASF, E.ON, Uniper, OMV (Österreich) und ihren Zulieferanten. Wenn die Pipeline nicht betrieben wird, werden wir zwar nicht frieren (siehe unten), aber die Energiekosten verteuern sich signifikant. So oder so sitzen die Ex-Exportweltmeister – so lobten wir uns in guten Zeiten – in der Klemme.

Akt 5:    Auf das einzig wirksame Medikament gegen Trumps Angriff, das Wirtschaftsgebaren der großen US-Konzerne in der EU steuerlich und kartellrechtlich etwas rigoroser unter die Lupe zu nehmen, wird das „feige Duo“ Brüssel & Berlin nicht eingehen. Da fehlt den Bürokraten der Mumm.

Happy End – das kann es auch geben, wenn Iran völlig fallen gelassen wird. Auch von den deutschen Mittelständlern ohne US-Geschäft. Die Pipeline ist so gut wie fertig. Nach einem vorübergehenden Lieferstopp – bis der Michel zur Besinnung kommt und „artig“ wird – kann sie ja wieder in Betrieb genommen werden. Donald wird es zulassen. Zollkrieg hin, NATO her, bei anderen Fragen ist Trump eher kompromissbereit als bei Iran.

Damit obiges Szenario für den Leser mehr an Glaubwürdigkeit gewinnt, werden unten exemplarisch zwei Thesen aus der obigen „Beweisführung“ mit Fakten unterlegt.

1. Russland ist von westlichen Gaseinnahmen abhängig

Russland braucht keine westlichen Devisen, um „zu überleben“. Auch ein Totalausfall aller Energieexporte in diese Region würde das Land nicht besonders schwächen. Ungeachtet der Sanktionen und Ölpreis-Delle hat Moskau seit 2014 sein Devisenpolster auf 400 Mrd. € aufgestockt und zieht wieder Investoren an. Moskau verbesserte sich 2017 im Weltbank-Index „Doing Business“ auf Platz 31 (Deutschland 24), baute Wirtschaftsbeziehungen zu China aus und plant neue Pipelines mit der Türkei und in Südeuropa (South Stream). Russland erwirtschaftet jährlich einen Außenhandelsüberschuss von 100 Mrd. USD, das Meiste aus dem Erdölexport. Es wird bald Deutschland als die stärkste Volkswirtschaft Europas überholen. Nachweise zu diesen Fakten sind im Internet zu finden. Nur ein Laie kann glauben, die zehn bis 15 Mrd. € Einnahmeausfall aus deutschen Gaslieferungen täten dem Ostriesen weh.

2. Deutschland ist von russischen Energielieferungen nicht abhängig, deutsche Großkonzerne aber vom US-Geschäft!

Auch Deutschland ist von russischen Energielieferungen nicht so hoffnungslos abhängig wie andere Länder (Österreich, Finnland, Ukraine, Osteuropa, Baltikum, Türkei). Nur etwa ein Drittel der Gaslieferungen kommt über bestehende „alte“ Pipelines aus dem Osten. Diese Abhängigkeit wird zudem sukzessive abgebaut. Nord Stream 2 würde die Lieferung über den Landweg überflüssig machen. Das passt vielen Akteuren nicht und es gibt mehrere Störer. Jeder weiß, dass die Transitländer Polen und Ukraine ihre „Mitkontrolle“ bei Oberlandpipelines behalten wollen. Die bankrotte Ukraine soll früher sogar Gas abgezapft haben. Wenn es um die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen ging, war es leider schon immer so, sowohl in Zeiten der Hanse (Handel Nowgorods mit Lübeck) als auch heute.

Was ist zu tun: EU und Grüne & Co. vom Projekt fernhalten

Da kann Berlin ausnahmsweise geraten werden, hart zu bleiben. Wenn Deutschland russisches Gas bekäme, die beiden Schreihälse jedoch nicht, vielleicht werden sie dann gegen Russland weniger hetzen. Polen erkennt den Ernst der Lage und will eigene Atomkraftwerke bauen. Gefährlich wären weiterhin Einmischungen der EU, die neues Zuständigkeitsfeld entdeckt, und der Grünen & Co., die mit gerichtlichen Stopps drohen könnten. Ginge es nach Steueraversen, würden sie das Projekt wahrscheinlich stoppen und den Schaden deutschen Betreibern ersetzen. Natürlich aus Steuergeldern.


(Der Autor Dr. Viktor Heese kommt aus Masuren und betreibt die Blogs prawda24.com und finanzer.eu)




Kriegsrecht Ukraine: Die Krim ist und bleibt russisch!

Von KEWIL | Wegen den Zusammenstößen zwischen russischer Küstenwache und ukrainischer Marine am Eingang zum Asowschen Meer hat die Ukraine jetzt das Kriegsrecht verhängt und im Westen wieder einige kalte Krieger angetörnt, von New York bis zur Bildzeitung in Berlin.

Auf Befehl von Trumps Sicherheitsberater, dem notorischen Kriegstreiber im Irak-Krieg, John Bolton, wurde gleich die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, vorstellig, und besonders verhaltensgestört zeigte sich wieder einmal der höchst aggressive norwegische NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, der immer auf Krieg gebürstet ist, anstatt sich diplomatisch im Zaum zu halten. Natürlich durfte auch der korrupte ukrainische Staatschef Poroschenko, der Liebling der EU, was fordern, auf dessen Wunsch die NATO Kriegsschiffe gegen Russland schicken soll.

Hier bei uns fiel auf, dass sich zwanghaft wieder Kanzlerin Merkel (CDU) und der schmalbrüstige Außenminister Maas (SPD) in Rekordzeit einmischen mussten, aber auch die Befehlshaberin unserer Schrottmarine, Ursula von der Leyen (CDU), konnte den Mund nicht halten, genauso wenig der CDU-Hampelmann Röttgen, der gleich neue Sanktionen gegen Moskau forderte.

Denen allen sei gesagt, dass die Krim russisch ist und zu Recht immer bleiben wird, dass auch ein dummer Krieg des Westens und jahrelange Sanktionen daran nichts mehr ändern werden. Der einzig seriöse und verlässliche Politiker ist auch diesmal Putin und nicht der ignorante Hühnerhaufen im Westen.

Wir haben das ganze Schlamassel in der Ukraine angerichtet. Wer hat die NATO immer weiter nach Osten vorgerückt? Wer hat in totaler Verkennung der Realitäten der Ukraine den EU-Beitritt in Aussicht gestellt? Wer stand alles mit Neonazis und bewaffneten Banden auf dem Maidan mitten in Kiew? Sah man da nicht vom Milliardär Soros bezahlte westliche NGO-Häuptlinge und den verstorbenen US-Senator John McCain? Marschierten da nicht auch der damalige Bundespräsident Joachim Gauck und Außenminister Westerwelle auf? Was hatten die dort verloren? Auch Merkel legte auf dem Maidan einen Kranz nieder für Opfer, die sie selbst zu verantworten hat.

Höchste Zeit für die dumme Presse, die Fake News über Putin einzustellen und die Realitäten anzuerkennen. Die Krim bleibt bei Russland, und wir beenden endlich die dämlichen und sinnlosen Sanktionen gegen Moskau, die uns nur selbst schaden, ziehen die NATO von den russischen Grenzen ab, und benehmen uns vernünftig.

(Hier ein äußerst kenntnisreicher Artikel von Professor Reinhard Merkel – nicht verwandt -, warum 2014 die Krim keine Annexion, sondern eine Sezession war!)




Schröder auf ukrainischer Fahndungsliste

Von DAISY | Für Alt-Kanzler Gerhard Schröder läuft es derzeit nicht gut. Erst hat SPD-Chefin Andrea Nahles angekündigt, dass sich die Genossen von seinem Lebenswerk Hartz IV verabschieden werden, dann steht er auch noch auf einer ukrainischen Fahndungsliste. Aber immerhin hält seine fünfte südkoreanische Frau Soyeon Schröder-Kim felsenfest zu ihm und legt sich sogar seinetwegen mit Außenminister Heiko Maas an.

Schröder wird laut WELT vorgeworfen, einen neuen EU-Russland-Pakt vorgeschlagen zu haben. Erst im vergangenen März hatte der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin Sanktionen gegen Schröder gefordert. Der Altkanzler gilt in der Ukraine als „Staatsfeind“.

Sinnigerweise gegenüber dem SPD-geführten Redaktionsnetzwerk Deutschland (Madsack-Gruppe) erhebt Frau Schroeder-Kim schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung. Sie sei sehr enttäuscht darüber, dass eine deutsche Regierung und ein sozialdemokratischer Außenminister nicht den Mut finde, der ukrainischen Regierung klarzumachen, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel sei. „Ich bin als Ehefrau sehr besorgt und empört. In meinem Land und in meiner Kultur verstehen wir derartige Angriffe gegen einen demokratischen Politiker, insbesondere den ehemaligen Bundeskanzler, nicht.“

Demnach werden dort Namen und teilweise Adressen von angeblich anti-ukrainischen Personen gelistet – etwa Separatisten, Politiker und Journalisten, von denen einige bereits Mordanschlägen zum Opfer gefallen sein sollen.

Schröder wechselte nach seiner Zeit als Bundeskanzler zur Nord Stream AG, die vom russischen Staatskonzern Gazprom dominiert wird. Spätestens seit seiner Aussage, Russlands Präsident Wladimir Putin sei ein lupenreiner Demokrat, gilt Schröder in den Augen vieler Kritiker als wichtigster Lobbyist Russlands.




Putins Syrien-Rückführungsprogramm

Von ARENT | Putin und Assad bieten Westeuropa gerade so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau an. In einer detaillierten Broschüre machen sie ein ganz schlichtes Angebot: Ihr gebt uns Geld für den Wiederaufbau Syriens, dafür nehmen wir euch alle(!) illegalen Einwanderer ab.

Die Lektüre der Originalbroschüre lohnt sich durchaus. Da sind Flugpläne, Siedlungsgebiete, geschätzte Anzahl der illegalen Einwanderer und geschätzte Materialien für Häuserbau und Infrastruktur. Im Grunde genommen können sich deutsche Baufirmen schon mal anstellen.

Was sofort auffällt: Die Zahlen der „syrischen Flüchtlinge“ sind die UN-Zahlen. Sie schließen also unzählige Leute ein, die lediglich behaupten, Syrer zu sein, aber von überall her stammen. Offenbar plant Putin, uns selbst diese Typen abzunehmen, wenn wir ihn nur gut genug dafür bezahlen.

Die Kosten? Stehen nicht da, dürften aber ein Schnäppchen sein – angesichts der Sozialkosten in Europa und der Toten von Bataclan, Freiburg, Berlin, Kandel.

Das Ganze ist natürlich durchaus aus Not geboren. Wirtschaftlich stehen weder Russland noch Syrien besonders gut da. Trumps Sanktionen dürften dazu beigetragen haben. Aber wenn Putin die Leute aus Europa zurückführt, wird Trump sicher nichts dagegen haben, wenn ihm dafür Milliarden gezahlt werden.

Das eigentliche Problem liegt woanders. Die illegalen Einwanderer werden in Westeuropa gebraucht. Immerhin geht es nicht darum, tatsächlichen Flüchtlingen zu helfen, sondern darum, die alten Nationalstaaten zu zerstören.

Wenn die illegalen Einwanderer alle wieder nach Syrien zurückkehren, wären die Deutschen quasi wieder unter sich. Die feuchten Träume vom „Ausdünnen“ und „Einhegen“ bestimmter ethnischer Gruppen würden zerplatzen.

Noch schlimmer: Die Konflikte und Probleme, die die Linken 2015 herbeigeführt haben, würden ausgerechnet von Putin und seinen Verbündeten, den Rechtspopulisten, gelöst werden. Was natürlich wieder mehr Stimmen für diese Parteien bedeuten würde.

Nein, so etwas darf keinen Erfolg haben. An eine Rückführung darf nicht mal gedacht werden.




Merkel sucht Schutz bei „Intimfeind“ Putin

Von WALTER EHRET | Am Samstag Abend ging auf Schloss Meseberg das zweite deutsch-russische Treffen binnen dreier Monate zu Ende. Entspannungspolitik nennt man so etwas. Präsident Putin konnte nach drei Stunden voller Zufriedenheit nach Moskau zurückreisen. Die Angst vor einem Umsturz geht um, im politischen Berlin.

Dass nichts verlogener ist als die Politik, ist eine altbekannte Weisheit. Und ebenso bekannt ist, dass Kanzlerin Merkel für ihren Machterhalt bedenkenlos über Leichen zu gehen bereit ist. Vor diesem Hintergrund sollte es also niemanden verwundern, wenn die inzwischen „meist gehasste Frau Europas“ vor dem Druck aus den USA in die starken Arme von Russlands Präsident Putin zu flüchten versucht.

Regime change aus den USA

Und die deutsche Kanzlerin tut gut daran sich zu fürchten. Denn aus den USA droht Deutschland ganz real ein Sturz der Regierung, mittels eines sogenannten soft Regime changes, also eines geplanten politischen Umsturzes, ohne den Einsatz militärischer Mittel.

Faktisch belegen lässt sich das durch die neuen Anti-Regierungsaktivitäten von US-Seite gegen Deutschland. Beispielsweise durch die unverhohlenen Absichtserklärungen des neuen US-Botschafters in Berlin, Richard Grenell. Oder auch durch die mit Milliarden versehene Gründung einer Stiftung des Trump-Vertrauten Stephen Bannon zur Stärkung der „konservativen Kräfte in Europa“. Sprich, der Unterstützung der nationalen Oppositionskräfte, vor allem in Deutschland. Den Kriegszug des amerikanischen Präsidenten gegen die deutsche Wirtschaft, der nach den US-Zwischenwahlen im November wie angekündigt voll entbrennen wird, muss man dabei gar nicht mehr gesondert erwähnen.

Doch auch wenn Merkel nun den durchaus richtigen Schulterschluss mit Russland sucht, weil gegen Russland in Europa nun einmal keine Politik zu machen ist, und der russische Präsident diesem Werben aus wirtschaftlichen Erwägungen entgegenkommt, muss man sich doch die Frage stellen, ob die deutsche Kanzlerin inzwischen einen vollständigen Realitätsverlust erlitten hat.

Wer als Bittsteller gegenüber Moskau auftritt, sollte es doch tunlichst unterlassen mit völlig irrsinnigen Forderungen wie den Stationierungen von Blauhelmen in der Ukraine oder des Regimewechsels in Syrien aufzutrumpfen. Denn die Kanzlerin, ebenso wie Deutschland als Ganzes, hat nichts in der Hand, mit dem sie ihre politischen Narreteien untermauern könnte.

Deutschland international vollständig isoliert

Die gegenwärtigen Realitäten sehen so aus: Deutschland ist in der Welt vollständig isoliert und hat sich nahezu jede Macht zum Feind gemacht. Die USA ebenso wie Russland. Und auch unter europäischen Staatslenkern ist aufgrund der dominanten deutschen Finanzpolitik niemand verhasster als die Kanzlerin. Doch ohne militärisches Gewicht und bei schwindendem wirtschaftlichem Einfluss ist jedewede politische Arroganz nichts anderes als eine außenpolitische Dummheit.

Wenn Präsident Putin am Samstag Abend deshalb Berlin nach nur drei Stunden mit der Zusicherung des Erhalts von Nord-Stream 2 und der deutschen Unterstützung des Wiederaufbaus in Syrien verließ, dann in dem Bewusstsein, seine Ziele in vollem Umfang durchgesetzt zu haben. Und zwar ohne der deutschen Kanzlerin auch nur einen Schritt aus der politischen Klemme geholfen zu haben, in die sie sich international hinein manövrierte.

Zu glauben, Präsident Putin würde auch nur in Erwägung ziehen, Merkel vor dem Zorn aus den USA zu beschützen, dürfte der größte Irrtum der jüngeren Geschichte sein. Auch in Moskau wird man es sicher als Genugtuung empfinden, wenn die deutsche Regierungschefin über ihre grenzenlose Selbstüberschätzung zu Fall kommt. Denn ebenso wie für die deutschen Bürger gilt inzwischen auch in Moskau, Washington und in den Hauptstädten Europas: Alles was nach Angela Merkel kommt, kann nur besser werden.




Russlands Außenminister Lawrow und Armeechef Gerassimow bei Merkel

Von INXI | Letzten Dienstag fand im Kanzleramt ein hochbrisantes Geheimtreffen statt.

Die Protagonisten:

– Merkel, Noch-Kanzlerin
– Maas, dem Vernehmen nach Außenminister
– der russische Außenminister Sergej Lawrow
– der russische Generalstabschef  Waleri Gerassimow

Allein die Teilnahme von Waleri Gerassimow zeigt die Brisanz dieses Treffens, weil der ranghöchste General Russlands auf der Sanktionsliste der EU steht und somit nicht einreisen dürfte. Durch eine Ausnahmegenehmigung des deutschen Außenamtes wurde seine Einreise dennoch ermöglicht.

Entgegen der üblichen Vorgehensweise wurde dieses ranghohe Treffen durch die Bundesregierung im Vorfeld nicht angekündigt. Auch über den Inhalt der Gespräche schweigen Merkel & Co. MdB Ulrich Oehme von der AfD berichtete als erster über die Hintergründe.

Worum ging es also?

Fernhalten von iranischen Milizen in Syrien und von der israelischen Grenze

Selbstredend ein legitimes Anliegen. Dafür spricht auch, dass Lawrow und Gerassimow direkt aus Israel kommend nach Berlin geflogen sind. Nur, was wollen sie von Deutschland in dieser Frage? Deutschland hat längst keinen so großen außenpolitischen Einfluss mehr, schon gar nicht auf den Iran. Sollen deutsche Truppen in Syrien eingreifen? Eher unwahrscheinlich – die desolate Truppe würde nicht mal die Logistik meistern können, geschweige denn von militärischem Nutzen sein. Zumal Russland das Problem sehr wohl allein lösen kann. Was also dann? Das bringt uns zu Thema Nummer Zwei:

Rückführung von „Flüchtlingen“ über Russland

Die BILD brachte einen spärlichen Artikel zu diesem Geheimtreffen, später kam nichts mehr. Laut den uns vorliegenden Informationen soll Russland ein Abkommen mit Jordanien, dem Irak, dem Iran und Syrien zur Rückführung von „Flüchtlingen“ aus Europa in großem Stil planen. Dafür soll neben der nötigen Logistik auch die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Das muss man erst mal sacken lassen! Natürlich ein absolut begrüßenswertes Vorhaben, keine Frage. Die Frage ist, wie weit wird die deutsche Totengräberin gehen, um ihre runzlige Haut zu retten? Abkehr von den unsäglichen Russland-Sanktionen und dann Sonderzüge mit „Flüchtlingen“ gen Osten? Eigentlich kaum vorstellbar; alle rot/grün Versifften würden sich auf die Gleise werfen, die ANTIFA liefe Amok.

Was also dann, was braut sich hier zusammen?

Aufklärung der der Bürger durch die Bundesregierung wäre mehr als wünschenswert. Solche Treffen werden nicht über Nacht aus einer Laune heraus geplant, diese Geheimgespräche sind schon länger vorbereitet und wohl nicht zufällig in die Sommerpause terminiert worden.

Selbstredend wird die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag am Ball bleiben.  PI-NEWS wird bei neuen Erkenntnissen berichten.




Diese WM ist Gift für Russland-Hasser

Von WOLFGANG HÜBNER | Friedrich Schmidt erfüllt seit 2014 in Moskau einen besonderen Kampfauftrag: Als Korrespondent der FAZ führt er in jedem seiner zahlreichen Beiträge unablässig Krieg gegen den russischen Präsidenten Putin und gegen alles, was im Interesse des flächenmäßig größten Landes der Erde ist. Denn solche Interessen können ja nicht im Sinne des „Westens“ und seiner transatlantischen Elite sein, jedenfalls nicht aus der Sicht von Schmidt und seinen Geldgebern. Man darf annehmen, dass sich der 1980 in Kiel geborene studierte Jurist deswegen der besonderen Gunst des eingefleischtesten Russenverächters und Putin-Hassers erfreut, nämlich von FAZ-Mitherausgeber Berthold Kohler. Schmidt darf also getrost noch auf eine weitere Karriere in der Redaktion hoffen.

Derzeit allerdings durchleben sowohl Schmidt als auch Kohler eher unangenehme Wochen. Denn die seit einem sonnigen Mittwoch in Kasan ohne deutsche Beteiligung stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in Russland gilt weltweit als überragender Erfolg für die Veranstalternation, die sich zudem noch über das unerwartet gute Abschneiden ihrer eigenen Mannschaft begeistern konnte. Auch unter den deutschen Besuchern, die in Moskau, Sotschi und Kasan die schlappe DFB-Truppe vergeblich zu unterstützen suchten, gab und gibt es bis auf ganz wenige Ausnahmen ausschließlich positive bis begeisterte Reaktionen auf das für die allermeisten unter ihnen erste russische Erlebnis.

Es sind keineswegs nur die fantastischen hypermodernen Stadien, die reibungslose Organisation, die hohe, aber keineswegs mit allzu rigiden Methoden erzwungene Sicherheit, die ausgelassen völkerverbindende und jederzeit friedliche Stimmung vor und in den Spielstätten, die großen Eindruck bei den deutschen Besuchern hinterlassen haben. Nicht weniger zählt, dass sie einem Land und seinen Menschen begegnet sind, die kulturell und zivilisatorisch untrennbar zu jenem Europa gehören und gehören wollen, das sehr im Gegensatz zu Russland in einigen Teilen derzeit akut von der Invasionsflut aus dem islamischen Kulturkreis und Afrika bedroht ist.

Wer, wie der Verfasser dieses Textes, aus „Vielfalt“-Frankfurt nach Moskau, Sotschi, Kasan und St. Petersburg anlässlich der WM gereist war, der konnte ohne jede Schönfärberei feststellen, selbst in der stark moslemisch geprägten tatarischen Metropole Kasan keine einzige Frau gesehen zu haben, die halb oder gar ganz verhüllt durch die Straßen lief, von fehlenden Kopftüchern in den anderen Orten ganz abgesehen. Und wer trotz mangelnder Sprachkenntnisse auf beiden Seiten Kommunikation mit ganz normalen russischen Menschen nicht scheute, konnte schnell in Erfahrung bringen, wie populär Putin im eigenen Land ist und warum die Rückkehr der Krim zu Russland im ganzen Volk als eine Herzensangelegenheit gilt.

Es bleibt zugleich unvergesslich wie beschämend, wie mich die sympathische jungen örtlichen Reiseleiterin, die später von einem mehrwöchigen Aufenthalt im schönen Tübingen schwärmte, auf dem Flughafen in Sotschi mit den Worten begrüßte: „Wir Russen sind doch ganz normale Menschen wie Sie“. Davon konnten sich bis zum frühen Ausscheiden der Löw-Versager tausende Deutsche auf dem Roten Platz in Moskau, auf der langen Strandpromenade von Sotschi oder in der Baumana-Fußgängerzone im Herzen von Kasan selbst überzeugen. Die notorischen Russenhasser Kohler/Schmidt sollten insofern froh über die rasche Fußballpleite der DFB-Auswahl sein, ansonsten wären nämlich noch viel mehr deutsche Besucher mit positiven Eindrücken „infiziert“ worden.

Selbstverständlich gibt es in Russland erhebliche soziale und politische Probleme, der Alltag für die meisten Menschen dort ist härter als in Deutschland. Denn das einstige Mekka des Kommunismus hat sich in eine kapitalistische Gesellschaft verwandelt, in der es oft deutlich robuster zugeht als derzeit noch in Sachsen oder Hessen. Doch ist in Moskau oder jedem anderen Spielort der WM allen Einwohnern sehr bewusst, in der langen Regierungszeit von Putin dem traumatischen Chaos der neunziger Jahre glücklich entkommen zu sein und nun wieder ein besseres Leben führen zu können.

Doch genau das ist den notorischen Russland-Hassern und Putin-Dämonisierern von FAZ, BILD oder ARD/ZDF ein bleibendes Ärgernis. Die höchst gelungene WM hat ihre Negativpropaganda allerdings spektakulär blamiert. Vielmehr ist – auch ohne „Kabinenbesuch“ von Angela Merkel – schon vor dem Finale in Moskau der größte europäische Staat namens Russische Föderation der wahre Sieger des Turniers. Friedrich Schmidt wird sich gewaltig anstrengen müssen, um den verbliebenen FAZ-Lesern weis zu machen, dass halt nur total rechts- oder linkspopulistisch verblendete Putin-Bewunderer zu einem solchen Fazit gelangen können.


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der 71-jährige leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




15.000 Buren planen aus Südafrika nach Russland auszuwandern

15.000 Buren planen laut Medienberichten aus Südafrika nach Russland auszuwandern. Dieser Schritt wird nach einer Reihe von Morden erwogen, zu denen die südafrikanische Regierung ermutigt haben soll. Die Opferzahl unter Südafrikas Weißafrikaner steigt monatlich an — oft grausam abgeschlachtet und verstümmelt bei Hassverbrechen. Daher erwägen 15.000 von ihnen die Masseneinwanderung nach Russland.

Russlands humanitäre Aufnahme der Flüchtlinge wird aufgrund einer Mordserie in Erwägung gezogen, wobei die Regierung Südafrikas beschuldigt wird, diese Morde zu ermutigen. Der Beruf eines Farmers in Südafrika ist einer der tödlichsten Berufe der Welt.

Die Morde an Südafrikas Farmern, die meist Mitglieder der weißen Afrikaans sprechenden Minderheit des Landes sind, werden oft in extrem brutaler Weise ausgeführt, mit langdauernden Folterungen.

Über die Morde wird selbst innerhalb Südafrikas wenig berichtet — die Regierung hat die Polizei seit 2007 angewiesen, keine Informationen über die ethnische Zugehörigkeit der Opfer mehr herauszugeben.

Der südafrikanische Missionar Charl Van Wyk teilte World Net Daily in einem Interview mit: „Oft zählen sie nur den Farmer als Mordopfer, und nicht seine Ehefrau und die Kinder, die auch ermordet oder angegriffen wurden.“

Breitbart berichtet, dass von 1998 bis zum Ende des Jahres 2016 insgesamt 1187 Farmer, 490 Familienmitglieder, 147 Farmangestellte und 24 Farmbesucher ermordet wurden — obwohl die wahren Zahlen zwischen 3000 und 4000 geschätzt werden.

Die weißen Südafrikaner fürchten, dass die Morde die Unterstützung des herrschenden afrikanischen Nationalkongresses (ANC) haben; denn der bis 2018 amtierende südafrikanische Präsident Jacob Zuma verteidigt das Singen des Revolutionsliedes ‘Killt den Farmer, Killt die Boer’; einer seiner Parlamentsabgeordneten rief bei einer Parlamentsdebatte: „Begrabt sie lebendig!“

Der Generalsekretär des afrikanischen Nationalkongresses (ANC) Gwede Mantashe sagte: „Diese Lieder können nicht als Hassrede betrachtet werden, noch als nicht verfassungsgemäß.“ Ein solche Verurteilung sei unbrauchbar und sei nicht praktisch.

Film von Lauren Southern „FARMLANDS“ (2018) Official Documentary