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China: Systematische Verfolgung im großen Stil

Aktivisten in London, Paris und San Francisco demonstrieren gegen die Menschenrechtsverletzungen in China, wo vom 8. bis 24. August 2008 die olympischen Sommerspiele stattfinden sollen, während das olympische Feuer Peking immer näherkommt. Besonders betroffenen von den Verfolgungen in China sind Andersdenkende und Christen: Im Vorfeld der Spiele hat eine regelrechte Angriffswelle begonnen. „Chinesische Dissidenten und Aktivisten wie Hu Jia suchen sich ihre Menschenrechtsthemen nicht wie aus einem Salatbüffet aus.”

Christiannewswire und Opendoors schreiben über die aktuellen Verfolgungswellen: Gemäß Aussagen des chinesischen Menschenrechtlers Chen Guangcheng werden in China bis zum achten Schwangerschaftsmonat Zwangsabtreibungen durchgeführt und dabei oft sogar bereits vollständig lebensfähige Babies mutwillig getötet. Auch Zwangssterilisationen gehören in China zur Tagesordnung.

Am 3. April 2008 wurde der chinesische Menschenrechtsaktivist Hu Jia zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, nicht nur wegen seines Umweltschutz-Engagements und seines Einsatzes für AIDS-Patienten, wie die Mainstream-Medien berichtet haben, sondern auch weil er sich aktiv für die Christen und gegen die Zwangsabtreibungen eingesetzt hat.

Opendoors über die Situation der Christen in China vor den Sommerspielen:

– Untergrundpastoren in den Austragungsstädten sprechen von andauernden Razzien und Verhaftungen in Hausgemeinden. Sie werden mit gezielten Einschränkungen konfrontiert, zu denen auch Reise¬verbote gehören. …

– Eine beispiellose Verhaftungswelle für nordkoreanische Flüchtlinge ist in den letzten Wochen eingetreten. Die chinesische Regierung versucht offensichtlich, noch vor den Olympischen Spielen so viele illegale Flüchtlinge wie möglich aufzuspüren und nach Nord¬korea abzuschieben. Gleichzeitig wird die Grenze zu Nordkorea durch Zäune systematisch abgeriegelt. Es wird angenommen, dass es ab Mitte 2008 kein sichtbares „Flüchtlings¬problem“ mehr geben soll. …

– In den vergangenen Monaten sind über 100 ausländische Christen des Landes verwiesen worden. Die Regierung will gezielt den Kontakt mit nicht offiziell eingeladenen ausländischen Christen im Lande reduzieren.

Aber selbstverständlich sind die olympischen Spiele ein sportliches Ereignis, das man nicht einfach so boykottieren sollte – oder wie ging der Satz schon wieder? Liebe Politiker und Sportfreunde: China hat auch ohne Tibet ein gravierendes Menschenrechtsproblem.

(Spürnase: Christian)