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Imame haben null Ahnung von Deutschland


Wer nichts wird, wird Wirt? Nein, das war vielleicht früher mal so – heute wird man in einem solchen Fall Imam: Dafür braucht man keinerlei theologische Ausbildung und auch von sonst nichts besonders viel Ahnung. Ein deutsch-türkischer Soziologe hat für eine Studie 21 Imame befragt – und zieht ein beunruhigendes Fazit: Viele behindern die Integration und wissen weder etwas über Deutschland noch haben sie eine Ausbildung für den Beruf, den sie ausüben. Zahlreiche Imame in Deutschland unterrichten und predigen ohne jede Grundlage völlig an der Lebensrealität ihrer Zuhörer vorbei.

SpOn schreibt über die fremd anmutende deutsch-imamische Lebenswirklichkeit, die sich etwa 1400 Jahre vor unserer Zeitrechnung befindet, am Beispiel eines 36-jährigen Imams aus Südanatolien mit deutschem Pass und zwei Frauen.

Er hatte gerade mal einen Grundschulabschluss, als er mit 16 Jahren nach Deutschland kam. Über das fremde Land wusste er gar nichts – und richtig viel erfahren hat er auch später nicht mehr. Mit dürftigen Deutschkenntnissen schlug er sich als Taxi- und Fernfahrer durch, konsumierte Drogen und ging in Discotheken. „Ein schlechtes Leben“, nennt Hasan das heute. „Danach habe ich, Gott sei Dank, den wahren Weg gefunden.“

Irgendwann, so sagt er, habe er über einen türkischen Buchversand einen Koran bestellt und zwei „Kaplancis“ kennengelernt, extremistische Anhänger des Kalifatstaat. Heute ist Hasan ein selbsternannter Imam einer unabhängigen Gemeinde.

Taner Hasan (Name von SpOn geändert) wirft dabei kein gutes Bild auf die Imame: So ist für den autodidaktischen Prediger Demokratie beispielsweise nichts Gutes, sondern ungerecht – die Lebensform der Unwissenden. Oder: „Wenn ich meine Sympathie für Osama Bin Laden öffentlich machen würde, dann würde man mir die deutsche Staatsbürgerschaft auf der Stelle entziehen“, sagt Hasan. Dabei sei Bin Laden ein gerechter Mann und „kein Terrorist, wie im Westen oft zu hören ist“. Er kämpfe nur gegen den Terrorismus des Westens und für Gerechtigkeit. „Das ist meine Meinung.“

Die meisten Imame sprechen schlecht deutsch und predigen an der Realität vorbei. Die Untersuchung kommt zum Ergebnis:

Extremistische und rückwärtsgewandte Prediger wie Imam Hasan seien eher die Minderheit. Doch die Mehrzahl der muslimischen Prediger in Deutschland habe wie er keine theologische Ausbildung. Anders als beim Priesteramt im Christentum, wo sie Voraussetzung ist, müssen sie nicht unbedingt einen wissenschaftlichen Zugang zu ihrem Beruf haben. Jeder reife, koranfeste Moslem kann die Rolle des Vorbeters einnehmen.

(Mit bestem Dank an alle Spürnasen)