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Israel zum deutsch-iranischen Gasgeschäft

Der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Aharon Abramovich (Foto), hat sich im Radio-Interview mit Reshet Bet zu dem Gasgeschäft des deutschen Unternehmens SPG mit dem Iran geäußert. Würde Europa sich ernsthaft um Israel scheren, käme gar niemand auf die Idee, solche Geschäfte abzuschließen. Israel hofft immer noch auf die Annullierung des deutschen Gas-Deals. Doch „einige Länder sind eben entschlossener als andere“.

„Sie [die deutsche Regierung] haben gesagt, dass die internationalen Sanktionen dieses Geschäft nicht betreffen, dass es ein normales kommerzielles Geschäft sei, das ein Unternehmen abschließen kann, und die deutsche Regierung so ein Geschäft nicht zu stoppen vermöge; es sei kein 100-Millionen-Dollar-Geschäft, sondern ein bisschen kleiner; und so weiter, alle Arten von Entschuldigungen.

Wir haben ihnen gesagt: Meine Damen und Herren, es geht hier nicht nur um die Frage, ob diese oder jene Sanktionen formal anwendbar sind. Es sollte die Absicht bestehen, speziell auf Seiten eines führenden europäischen Staates wie Deutschland, jegliche kommerziellen Geschäfte mit dem Iran zu beenden.

Es muss eine passende Atmosphäre geschaffen werden, damit sie solche Geschäfte gar nicht abschließen wollen. Dies ist die Botschaft, die wir ihnen übermittelt haben. Ich hoffe noch immer, dass das Geschäft infolge unserer Gespräche mit den Deutschen annulliert wird. Aber es handelt sich hier nicht um einen einmaligen Schritt; es ist ein langes Ringen. Wir glauben, dass es ein Ringen der internationalen Gemeinschaft ist. Einige Länder sind in diesem Ringen entschlossener als andere.“ (Außenministerium des Staates Israel, 04.08.08)

» Abramovich nahm auch zu den aktuellen Entwicklungen des internationalen diplomatischen Konflikts mit dem Iran Stellung. Das vollständige Interview findet sich hier.