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Köllewood: Kooperierte WDR mit „Klischeenazis“?

[1]Sie waren für die Medien der „Hingucker“ bei der Pro Köln-Kundgebung auf dem Barmer Platz: die beiden Klischeenazis (Foto l.), nennen wir sie einfach mal „Dick und Doof“, die sich – sobald Fotografen und Kameraleute auftauchten – unnatürlich exponiert verhielten. Auffallend: Immer in der Nähe war WDR-Kameramann Oliver Köhler, der die beiden für seinen Bericht für die Aktuellen Stunde [2] gleich dreimal filmte – am Bahnsteig in Siegburg (0:05 Sek.) und dann noch zweimal während der Kundgebung (0:35 Sek. und 2:00 Min.).

Die beiden waren erst etwas später (gegen 12 Uhr) zur Kundgebung gestoßen und fielen mehreren Teilnehmern unangenehm auf. Nicht nur, weil sie sich medienwirksam gleich in die erste Reihe vor das Podium stellten, ohne Rücksicht auf diejenigen zu nehmen, die sich bereits länger dort aufhielten, sondern in erster Linie wegen ihres auffälligen Erscheinungsbildes, das sich stark von dem aller anderen Teilnehmer unterschied.

Dick [3]„Dick“, der unrasierte mit der hohen Stirn und dem ausgeprägten Doppelkinn, trug einen Pulli der rechtsextremistischen Berliner Band „Deutsch – Stolz – Treue“ (D.S.T.). Darunter prangerte in roter Schrift „Ave & Victoria“ (Heil & Sieg) und auf der Rückseite “Eure Galgen werden schon gezimmert…”. Beim Abspielen der Nationalhymne verhielt er sich übertrieben pathetisch.

Doof [4]„Doof“, der kleinere von den beiden, hatte einen kahlrasierten Kopf und übernahm damit den erwünschten Part des klassischen Neonazis – allein die Springerstiefel als auffälliges Merkmal fehlten. Doof wirkte in seinem ganzen Auftreten ziemlich nervös, beim Abspielen der Nationalhymne hielt er sich wie sein Pendant Dick die rechte Hand auf die Brust.

Für die Medien waren Dick & Doof die perfekten Klischeenazis, um Pro Köln in ein zwielichtiges, extremistisches Licht zu setzen. Entsprechend stürzten sich – speziell beim Abspielen der Nationalhymne – die Fotografen auf die beiden agents provocateurs:

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Hier ein 5 Sekunden-Video der zwei während der Kundgebung:

Dabei fallen die unkoordinierten Armbewegungen der beiden auf, die auf eine gewisse Unsicherheit schließen lassen. Verdächtig: Doof fasst sich an sein rechtes Ohr. Muss er vielleicht seinen Kopfhörer richten? Wenn ja, warum trägt er während einer Kundgebung, bei der man normalerweise den Rednern zuhört, Ohrstöpsel?

Ihren „stärksten“ Einsatz hatten Dick & Doof, als sich Gegendemonstranten auf den Kundgebungsplatz begaben und provozierten. Natürlich gesellten sie sich mitten rein und pöbelten in schlechtem Deutsch lauthals in die Mikrofone:

„Geh doch zu Hause, Du alte Scheiße!“

Der Kölner Express schnappte diese Steilvorlage auf und präsentierte sie seinen Lesern als Video [6].

Skurril: Auch dem Ehrenfelder Pro Köln-Fraktionsvorsitzenden Jörg Uckermann fielen die beiden Provokateure auf und er ersuchte die Polizei, sie vom Kundgebungsgelände zu entfernen. Die Polizei lehnte ab mit der Begründung, dass dies nur der Veranstaltungsleiter – in dem Fall Manfred Rouhs – veranlassen könne. Also holte Uckermann Rouhs herbei, der sich zu dem Zeitpunkt auf der Bühne befand, und schwupps – hatte der Express das gewünschte Bild: der durch seine Vergangenheit vorbelastete Rouhs auf einem Foto mit den beiden Klischeenazis. „Doof“ musste übrigens nach Rouhs‘ Intervention eine Jacke über seinen Pulli ziehen.

So stand die Story dann am Sonntag im Kölner Express:

Express

Auch der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichte in seiner Bildergalerie [7] ein Foto der beiden.

Alles Zufall?

Inzwischen haben sich auch Markus Beisicht und Jörg Uckermann zu dem Vorfall geäußert:

Sachdienliche Hinweise unserer Leser bitte an: pi-team@blue-wonder.org [8]

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