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Die EDL bekennt sich zu Israel

Nach der gestrigen Demonstration der English Defence League vor der israelischen Botschaft in London dürften die letzten Zweifel beseitigt sein. Die islamkritische englische Bewegung bekennt sich voll und ganz zu Israel. Schon zu Beginn der Veranstaltung setzte Kevin Carroll, Pressesprecher der EDL, ein Zeichen.

In seiner Rede machte er von Beginn an deutlich, wo sich die EDL im Nahost-Konflikt positioniert:

Ich stehe heute hier, um einige wichtige Dinge klarzustellen. Die Menschen fragen uns immer, warum wir Israel unterstützen? Es gibt Leute, die uns vorwerfen, Zionisten zu sein oder die Neue Weltordnung zu unterstützen, die nur darauf aus ist, die Gesellschaft zu spalten. Den Verschwörungstheoretikern werde ich nun ein für allemal sagen: Wir unterstützen das Existenzrecht Israels! Wir glauben, dass Israel das Recht hat, sich gegen die islamistische Aggression zu verteidigen! Wenn mich diese Ansichten nun zum Zionisten machen, dann bin ich gerne Zionist!

Zugleich erteilte er antisemitischen Verschwörungstheoretikern eine deutliche Absage. Der Ansicht von Neonazis, Linksextremen und Islamisten, das „internationale Finanzjudentum“ (welch schreckliche Wortwahl) würde die Weltwirtschaft kontrollieren, setzte er das Bekenntnis zu Israels Existenzrecht entgegen.

Hauptredner der Demonstration war der in New York ansässige Rabbi Nachum Shifren, der sich dort ebenfalls gegen die Einführung der Scharia einsetzt. Er ist nicht nur durch seine Religionszugehörigkeit für das Thema prädestiniert, sondern auch durch seine Mitgliedschaft in der Teaparty-Bewegung. Der Rabbi wird möglicherweise ein wichtiger Unterstützer der englischen und somit auch der europäischen Counterdschihad-Bewegung, der er gegebenenfalls auch finanziell (PI berichtete) unter die Arme greifen kann. Hier seine Rede:

Die English Defence League ist nun endgültig über jeden Zweifel erhaben. Sie steht Seite an Seite mit den Vereinigten Staaten und Israel für das jüdisch-christliche Wertefundament der westlichen Zivilisation. Selbst Mainstream-Medien und linke Schickeria, die versuchen, die Bewegung in die rechtsextreme Ecke zu schieben, werden zunehmend mit der traurigen Realität konfrontiert. Einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Islamisierung können sie sich nicht mehr entziehen.

So titelte der Telegraph am vergangenen Freitag: „London borough becomes islamic republic“. Dabei geht es um einen Islamisten, der es nun bis ins Bürgermeisteramt des Londoner Bezirks Tower Hamlets geschafft hat und über ein Budget von 1 Milliarde Euro (!) verfügt. Es war sozusagen eine legale Machtergreifung der Islamisten und ein kleiner Vorgeschmack auf das, was in Europa noch auf größerer Ebene kommen wird – die Besetzung öffentlicher Ämter und die Aushebelung unserer Gesetze und Wertemaßstäbe. Wir Westler müssen uns immer über eines im Klaren sein: Die Demokratie wird von den Islamisten als Diktatur angesehen. Die Demokratie als von Menschen gemachtes Recht hat sich der (göttlichen) Scharia unterzuordnen. Die Fakten zur Islamisierung sind knallhart. Wir wissen es und die EDL weiß es.

Am 30. Oktober werden Gleichgesinnte aus ganz Europa nach Amsterdam reisen, um ihre Solidarität mit dem Islamkritiker Geert Wilders zu bekunden und gegen die Scharia zu demonstrieren. Die Demonstration wird maßgeblich zur internationalen Vernetzung der europäischen Islamkritiker beitragen. Der Anfang ist gemacht. Wollen wir hoffen, dass dies der Beginn einer europaweiten Bewegung wird, die der Islamisierung Einhalt gebietet.

UPDATE: Die Stadt Amsterdam überlegt derzeit, die EDL-Demo am 30. Oktober zu verbieten. Angesichts der Gegendemo linker Gruppen sei mit gewalttätigen Zusammenstößen beider Versammlungen zu rechnen, dem man durch ein Verbot entgegen treten wolle (Quellen: DutchNews.nl und De Telegraaf).

» Bilder zur Demo