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Abgefackelte Autos: Hamburg weit vor Berlin

Die Zahl der durch linke Brandstifter abgefackelten Autos steigt rasant, aber ziemlich im Stillen. Wird irgendwo ein Hakenkreuz hingeschmiert, geht das ruckzuck durch den Blätterwald und der Staatsschutz ermittelt gegen Rechts. Werden in Berlin in einer Nacht sieben Anschläge auf Autos verübt, dann schafft es diese Nachricht nicht bis Konstanz oder Freiburg in die Zeitung und in der Hauptstadt wird darüber debattiert, ob es Linke gewesen sein könnten. Nonnen sind es jedenfalls nicht.

Es gibt da aber noch andere Geheimnisse, denn Hamburg hat Berlin beim kriminellen linken Abfackeln längst überholt, aber keiner weiß es, weil die dortige Polizei die Presse gebeten hat, nicht mehr darüber zu schreiben, um Nachahmern keine publikumswirksame Plattform zu bieten.

Jedenfalls meldet nun die Berliner Polizei – das halbe Jahr ist noch nicht um – 63 Anschläge, bei denen 77 Fahrzeuge angesteckt wurden. Weitere 54 geparkte Autos wurden beschädigt oder brannten ebenfalls aus. Im Rekordjahr 2009 wurden bei 145 Anschlägen insgesamt 221 Autos angesteckt. Das ist aber ein Klacks gegen Hamburg, wo dieses Jahr bereits 162 Anschläge gezählt wurden mit weit über 200 abgebrannten Autos. Nur, wie gesagt, die Hamburger erfahren das gar nicht.

Sicher gibt es Nachahmeeffekte, es stellt sich aber doch die Frage, ob es richtig ist, Straftaten und Straftäter einfach zu verschweigen.