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Miriam Meckel über „scheissstürmische Gefilde“

Wir leben in stürmischen Gefilden. In scheissstürmischen Gefilden, um es präzise zu sagen. Der Shitstorm ist die neue Ausdrucksform eines politischen Klimawandels in der öffentlichen Debatte. Was derzeit für das Internet beschrieben wird, gibt es nicht nur im Netz, sondern auch im politischen Raum und in den Feuilletons. Ein Beispiel:

Da veröffentlicht Christian Kracht seinen neuen Roman «Imperium», der vom «Spiegel» rezensiert wird. Unter dem absolutistischen Titel «Die Methode Kracht» suggeriert der Kritiker Georg Diez, es müsse endlich einmal gesagt werden, dass Kracht «ganz einfach der Türsteher der rechten Gedanken» sei, der zeige, «wie antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken seinen Weg findet in den Mainstream». (Ein sehr guter Text über die dubiosen „Shitstorms“ empörter Internetzer und Wutbürger in der NZZ!)