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Grüner will Occupy-Camp in Kiel weg haben

Occupy KielDas Occupy-Camp in Kiel soll sich auf Wunsch des grünen Bürgermeisters Peter Todeskino auflösen schreibt die taz. Das 20-Personen-Dauer-Camp befindet sich in einer Grünanlage in Sichtweite dreier Banken. Laut taz wollen sich die Aktivisten den Anordnungen des Grünen „friedlich widersetzen“ – zumal im SPD-regierten Hamburg ein entsprechendes Camp weiterhin geduldet wird.

Die Kieler Grünanlagen-Besetzer bitten um „Solidarität und Unterstützung aller KielerInnen und aller linken Gruppierungen.“ Zum ideellen Hintergrund der Occupy-Bewegung schreibt die taz:

(…) Abschaffung aller Schuldenbremsen, weil sie nur mehr Sozialabbau und Ungleichheit bedeuteten. Dafür sollten die Vermögenden stärker besteuert werden. Insgesamt sei der Kapitalismus als gescheitert anzusehen.

Die Occupy-Bewegung fordert die Abschaffung des Kapitalismus, also die Verstaatlichung von Produktionsmitteln. Vielleicht meint sie aber auch die Abschaffung der Marktwirtschaft und deren Ersatz durch die Planwirtschaft?

Wie dem auch sei – man hätte vielleicht ein kleines bisschen DDR mit Stacheldraht dumherum als Freilichtmuseum zum Mitmachen stehen lassen sollen. Mit Zeltplatz. Bitterfeld wäre ideal gewesen.

Eigentlich sehr schade, wenn diese unglaubliche Idylle in Kiel gestört wird:

 

Wer mal so richtig in die Alt-68er-Atmosphäre eintauchen will, kann sich angucken, was im Hauptzelt in Kiel stattfindet:

News gibt es auch von Occupy-Frankfurt!

Laut Bild haben rumänische Zigeuner das Camp dankend übernommen:

Bild erkundigte sich nach der Zusammensetzung der Campbewohner:

Und so setzt sich das Camp nach inoffiziellen Informationen von Behörden jetzt zusammen: 5 Aktivisten, 60 Rumänen, dazu 10 Alkoholkranke, 5 Junkies, 10 geistig Verwirrte.

Die Menschen im Camp sind glücklich:

Frankfurts Ordnungsdezernent Markus Frank: „Die Anzahl der politischen Aktivisten geht immer weiter zurück. Dafür sind viele Menschen mit sozialen Problemen dort. Wir haben ihnen immer wieder Hilfe angeboten, doch sie haben sie nicht angenommen.“

Zum Bildreporter vor Ort:

Einer der Bettler triumphierend: „Bitte weiter machen mit dem politischen Protest.“

So verdichten sich am Standort der EZB alle von der EU verursachten Probleme…