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Coop verkauft Mörder-Schreibunterlage

coopEin gebildeter Bürger weiß heute um die unzähligen verkaufspsychologischen Tricks, die von Supermärkten angewandt werden, um uns während des Einkaufs möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Sei dass die saftig-frische Gemüse- und Früchteabteilung direkt beim Eingang, der wundervolle Duft in der Haushaltsabteilung, die entspannende oder aufpeitschende Musik, als begleitendes Stimmungs-Element oder gar der grundsätzliche Aufbau eins Ladens, da man angeblich „links herum“ besser einkauft – die Manipulationsversuche sind schier unzählig.

(Von „Die Realität“)

Es ist daher relativ überraschend, wenn man in einem solch durch und durch kapitalistisch orientierten Warenhaus ohne Vorwarnung direkt an eine im Scheinwerferlicht präsentierte Che Guevara Schreibunterlage läuft – in  der Abteilung für Schulutensilien, für den ersten Schultag der Kinder, versteht sich.

So gesehen, in einer Coop City Filiale der Coop Genossenschaft, die in der Schweiz nach der Migros Genossenschaft das zweitgrösste Detailhandelsunternehmen ist. Nach Umsatz und Mitarbeiterzahl ist Coop sogar der grösste Schweizer Handelskonzern.

Leicht irritiert begibt man sich, objektiv wie man ist, interessiert in eine zweite Filiale, um eine korrekte zweite Referenzquelle zu erbringen. Und tatsächlich, auch in der zweiten Coop City Filiale von Coop findet sich Massenmörder Che in derselben Abteilung, auch wenn er sich hier den Platz mit Micky Mouse und Co. teilen muss, ohne im Rampenlicht stehen zu dürfen.

Es wäre interessant zu wissen, welche Person(en), welche Entscheidungsebene des Warenhändlers dieses Produkt gutgeheissen hat und auch welchen Zweck der Verkauf einer solchen Schreibunterlage verfolgt – ein kapitalistischer kann es ja nicht sein..

Für Fragen und Anliegen zum Sortiment steht das Coop Info-Service, im Rahmen des Konsumentendienstes auf der Internetseite der Firma zur Verfügung.