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„Mehmet“ will in Frankfurt sein Buch anpreisen

mehmetMehmet, der eigentlich Muhlis A. heißt, war in München schon als „zarter“ Jugendlicher ein Hochkrimineller. Mit 14 hatte er schon 60 Straftaten wie Diebstahl, Erpressung und Körperverletzung auf seinem Kerbholz. Zu Beginn seiner Strafmündigkeit schoben die Münchner Behörden den Türken völlig zu Recht in sein Ursprungsland ab. Welche Fehler das Bundesverwaltungsgericht machen kann, zeigte sich 2002, als es den Kriminellen wieder zurück nach Deutschland ließ. Seine Eltern mussten die Suppe auslöffeln, denn er verprügelte, erpresste und bedrohte sie. Um der 18-monatigen Haftstrafe zu entgehen, floh er in die Türkei. Jetzt will er dreist auf die Frankfurter Buchmesse, um Kasse mit seiner Biografie machen zu können.

(Von Michael Stürzenberger)

Dazu müsste sein Haftbefehl ausgesetzt werden. Die Welt berichtet bereits über das kultursensible Entgegenkommen der Münchner Ausländerbehörde:

Aris Antrag liegt derzeit in der Ausländerbehörde München vor. Leiterin Franziska Döbrich sagte laut „Bild“, dass sie bereit sei, ihn für vier Tage einreisen zu lassen. „Danach muss er wieder ausreisen. Letzte Entscheidung hat die Ausländerbehörde Frankfurt, weil er dort ja einreisen will. Ob der Haftbefehl vollstreckt wird, wenn er einreist, muss die Justiz entscheiden.“

Wie tolerant und rücksichtsvoll von Franziska, deren Mutter eine in Syrien aufgewachsene gebürtige Palästinenserin ist. Muhlis A. hat schließlich in der Türkei ganz fleißig ein Buch über sein Leben geschrieben, und man will dessen neuer Karriere als Jung-Schriftsteller sicher nicht im Wege stehen. Für Franziska und ihre Ausländerbehörde scheint es auch kein Problem zu sein, dass er in seiner Biografie die deutsche Polizei und Justiz massiv angreift. Er sei „aufs Übelste verfolgt“ worden. Das Verhalten des früheren Bayerischen Innenministers beschreibt er laut AZ allen Ernstes so:

„Beckstein hat das Leben eines 14 Jahre alten Kindes absichtlich zerstört. Sein Verhalten war widerlich und krank.“

Eine absolute Frechheit. Der soll sich mal überlegen, wie die türkische Polizei mit einem solchen brutalen Dauerkriminellen wie ihm umgesprungen wäre. Da wurde er bei uns ja regelrecht bekuschelt, bis man ihn endlich abschob. Sich selbst als Opfer hinstellen, obwohl man selbst knallharter Täter ist, stellt in der türkisch-moslemischen Welt keinen Einzelfall dar, siehe Völkermord an den christlichen Armeniern. Die AZ erinnert, was dieser Muhlis A. als 14-jähriger beispielsweise in Überzahl mit einem Schüler angestellt hatte:

Ein Jahr ohne Bewährung hatte ihm 1998 das Jugendgericht aufgebrummt. Wegen der besonderen Schwere der Tat wurden drei Monate U-Haft nicht angerechnet. Der damals 14-Jährige hatte mit drei Spezln einen Schüler mit Fäusten, Tritten und einer Dachlatte bewusstlos geschlagen und ausgeraubt.

Beckstein hat in der Bild am Sonntag die richtige Antwort an diesen früheren Serienkriminellen gegeben:

„Er kann froh sein, dass wir damals so hart durchgegriffen haben. Sonst wäre er heute ein Berufskrimineller und würde womöglich im Gefängnis sitzen.“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zeigt eine klare und konsequente Linie, indem er sich kompromisslos gegen eine Einreise von Muhlis A. ausspricht:

„Er hat wiederholt bewiesen, dass er keine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft ist. Er hat anderen Menschen schweres Leid zugefügt und ist immer wieder rückfällig geworden. Auf solche Leute verzichten wir gerne in unserem Land.“

Der Rechtsanwalt des früheren Serienstraftäters drückt hingegen auf die Tränendrüse:

Sein Rechtsanwalt Burkhard Benecken sagte dem Magazin, dass Muhlis A. immer noch den Wunsch habe, in die Bundesrepublik zurückzukehren. „Mehmets Heimat ist und bleibt München. Er möchte zumindest zeitweise wieder dort leben“, sagte der Anwalt.

Bei BILD Online ist ein Foto vom stolzen Türken zu sehen. Kontakt zu den Ausländerbehörden von München und Frankfurt:

» auslaenderbehoerde.kvr@muenchen.de

» auslaenderbehoerde@stadt-frankfurt.de