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München: Obstgeschäft schließt präventiv wegen FREIHEIT-Kundgebung

So etwas haben wir in München in den zwei Jahren unserer Kundgebungen auch noch nicht erlebt: An der Eingangstür eines Obstgeschäftes an der Kreuzung schräg gegenüber hing ein Schild, auf dem allen Ernstes stand: Aufgrund einer Demo „Rechts gegen Links“ bleibt das Geschäft am Mittwoch, den 27.11.13 auf polizeilichen Rat hin geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis“ Wir fragten uns, was für eine „Demo“ da gemeint sein könnte – gab es etwa irgendwo einen Aufmarsch „Rechte“ gegen „Linke“, von dem wir noch nichts wussten? Mit wurfsportlicher Auseinandersetzung, so dass der arme Obsthändler Angst haben musste, seine Äpfel, Birnen und Orangen könnten als gefährliche Wurfgeschosse zweckentfremdet werden? Und was hat die Polizei mit der ganzen Angelegenheit zu tun? Fragen über Fragen, die wir allesamt zu klären versuchten.

(Von Michael Stürzenberger)

Die Nachfrage beim Obsthändler ergab, dass die Polizei einen Tag vor der Kundgebung in die umliegenden Geschäfte gegangen sei und darum gebeten habe, es solle nichts nach draussen gestellt werden, was man als Wurfgeschosse verwenden könnte. Zur Verdeutlichung: Das Obstgeschäft liegt auf der schräg gegenüber liegenden Straßenseite unserer Kundgebung.

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Unser Unterschriften-Pavillon steht da hinten (roter Kreis), gut zu erkennen an der Einrahmung von Polizeibussen und Polizeibeamten:

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Hier die „Rechten“, die sich doch tatsächlich erdreisten, Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen ein von einem terrorunterstützenden Staat finanziertes und von einem verfassungsschutzbekannten Imam geplantes Islamzentrum sammeln:

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Nachdem der Obsthändler der Meinung war, daß er nichts rausstellen kann und dies für sein Geschäft relevant ist, hat er seinen Laden gleich dichtgemacht. Hier sein Schild:

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Die zahlreichen wurf- und gewaltbereiten „Rechten“ und „Linken“ waren nun völlig verzweifelt, da sie nichts zum gegenseitig Beschmeißen hatten:

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Der Einsatzleiter der zuständigen Polizeiinspektion München 41 – Laim erklärte auf Nachfrage, dass man bei unserer Versammlung mit „opponierenden Personen“ gerechnet habe. Das Aufsuchen der umliegenden Geschäfte sei eine „Standardmaßnahme“, da es schonmal „vor einigen Jahren“ einen Vorfall gegeben hätte, bei dem dann im Nachhinein der Polizei der Vorwurf gemacht worden sei, nicht vorher gewarnt zu haben. Es sei aber die Entscheidung des Obsthändlers gewesen, seinen Laden zu schließen.

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Der Platz glich ohnehin einem Hochsicherheitstrakt: Auf allen Kreuzungsseiten Polizeifahrzeuge, wieder ungefähr 40 Beamte, und das für unsere zehn Unterschriftensammler und die gewohnten linken Dauerdemonstranten. Im lAufe des trudelten auch noch ein paar junge weitestgehend harmlose Moslems ein, mit denen wir wie gewohnt diskutierten. So ganz nebenbei bekamen wir an diesem Tag 120 Unterschriften zusammen, was nicht schlecht ist für einen Wochentag an einer nicht so belebten Ecke Münchens. Das „Werfen gegen Rechts“ musste leider aufgrund der fehlenden Obstauslage ausfallen. Wie unsportlich.